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Deutscher Triticale hält sich stabil, während der Futtergetreidekomplex fest bleibt

Deutscher Triticale hält sich stabil, während der Futtergetreidekomplex fest bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Triticale-Preise in Nordwestdeutschland stabilisieren sich bei 0.22 EUR/kg EXW, unterstützt durch feste nationale Referenzwerte und einen insgesamt gut abgesicherten EU-Futtergetreidekomplex.

Die EXW-Preise für Triticale in Nordwestdeutschland bewegen sich weiterhin in einer engen Seitwärtsbandbreite um das jüngste Niveau, mit nur leichter Abschwächung trotz eines insgesamt festen EU-Futtergetreidekomplexes und erhöhter regionaler Referenzpreise. Eine solide Nachfrage nach Futtermitteln sowie höhere Referenzpreise für Gerste und nationale Triticale-Indikationen in ganz Deutschland tragen dazu bei, die lokalen Werte nach unten abzusichern. Auf dem deutschen Futtergetreidemarkt werden gemischte, insgesamt jedoch feste Signale von den Referenzwerten für Gerste und nationalen Triticale-Preisen durch moderate Verkäufe ab Hof und eine komfortable Verfügbarkeit nach der Ernte ausgeglichen. Die nationalen Durchschnittspreise für Triticale im September zeigen im Jahresvergleich Zuwächse, während sich auch Futtergerste verteuert hat, was die Knappheit und Risikoprämien widerspiegelt, die aus den breiteren Unsicherheiten an den globalen Getreidemärkten resultieren. Gleichzeitig bleibt das lokale Angebot in Niedersachsen ausreichend, wodurch das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt wird. Das Wetter in Norddeutschland dürfte in den kommenden Tagen saisonal mild und weitgehend trocken bleiben, was eine gute Logistik und Getreidebewegungen unterstützt, anstatt neue Ernterisiken für die bereits eingefahrene Ernte 2026 zu schaffen.

Preise

Die aktuellen Notierungen für deutschen Triticale (Futterqualität, maximal 14 % Feuchtigkeit, Ursprung DE, EXW Drentwede) liegen bei 0.22 EUR/kg EXW und sind damit seit den letzten zwei Handelstagen unverändert, nachdem sie Anfang September 2026 schrittweise von Niveaus über 0.225 EUR/kg nachgegeben hatten. Diese Stabilität deckt sich mit Berichten, wonach Triticale in Nordwestdeutschland leicht weicher tendiert, jedoch angesichts eines insgesamt festen Futtergetreideumfelds in einer engen Seitwärtsspanne bleibt.

Produkt Standort / Termin Aktuelles Niveau Trend gegenüber Anfang September 2026
Triticale, Futterqualität EXW Drentwede (DE) 0.22 EUR/kg EXW Leicht schwächer, anschließend Ende September stabil
Triticale, Deutschland – nationaler Durchschnitt Ab Hof, September 2026 172.50 EUR/t 6.2 % m/m und 12.5 % y/y höher
Triticale, Bayern Spanne Nord-/Südbayern Ca. 155–170 EUR/t Etwas fester gegenüber dem Vormonat
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.Charts öffnen →

Nationale Referenzdaten unterstreichen, dass deutscher Triticale trotz der lokalen Abschwächung in Drentwede insgesamt weiterhin deutlich höher bewertet wird als vor einem Jahr und damit der breiteren Befestigung im Grobgetreidekomplex folgt.

Angebot & Nachfrage

Lokal in Niedersachsen wird die Verfügbarkeit von Triticale nach der Ernte als ausreichend beschrieben, wobei nur moderate Verkäufe durch Erzeuger zu beobachten sind. Dies begrenzt die Volatilität, sorgt jedoch für einen gewissen Abwärtsdruck, wenn Käufer fehlen. Auf nationaler und EU-Ebene ist Triticale Teil des Segments für Mischgetreide, in dem für 2026/27 eine Ausweitung der Anbaufläche prognostiziert wird, insbesondere in Polen und anderen wichtigen Erzeugermitgliedstaaten. Dies deutet mittelfristig auf ein robustes Angebot hin.

Auf der Nachfrageseite profitiert Triticale aufgrund seines Nährwerts weiterhin von einer zunehmenden Präferenz in der Tierfütterung gegenüber anderem Mischgetreide. Die deutsche Mischfutterproduktion ist insgesamt stabil geblieben, wobei jüngste offizielle Statistiken eine kontinuierliche Verwendung von Getreide in Futterrationen in den verschiedenen Regionen bestätigen. Dies stützt eine feste Basis für die Nachfrage nach Futtergetreide, auch wenn sich strukturelle Veränderungen in den Tierbeständen nur langsam vollziehen.

International wird der Grobgetreidekomplex durch wetter- und logistikbedingte Risiken gestützt, insbesondere durch geringere Exportströme aus der Schwarzmeerregion und Unsicherheiten bei den US-Maiserträgen. Das jüngste internationale Monitoring zeigt, dass die Weizen- und Maispreise aufgrund dieser Bedenken gestiegen sind und die Terminmarktaktivität bullischer geworden ist. Dies unterstützt indirekt die EU-Preise für Futtergetreide, einschließlich Triticale.

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Fundamentaldaten & Wetter

Daten zum EU-Getreidemarkt zeigen, dass die deutschen Referenzpreise für Futtergerste und Triticale im September 2026 deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Dies deutet auf allgemein engere oder zumindest stärker risikobewusste Märkte für Grobgetreide hin. Die nationalen Durchschnittswerte setzen Triticale im September bei rund 172.50 EUR/t an, während Futtergerste nahe 202.50 EUR/t liegt; beide zeigen solide monatliche und jährliche Zuwächse. Dies schafft ein unterstützendes Referenzumfeld für EXW-Triticale in Niedersachsen, auch wenn das lokale Angebot die Spotpreise leicht begrenzt.

Regional liegt Drentwede im niedersächsischen Landkreis Diepholz, einer Region mit gemischter Vieh- und Ackerwirtschaft, die gut in die norddeutschen Futtergetreideströme integriert ist. Die Preise für Futtergerste in Niedersachsen werden in einer relativ breiten, jedoch festen Spanne gemeldet. Dies verstärkt die Einschätzung, dass der lokale Futtergetreidekomplex trotz geringfügiger Korrekturen einen soliden Preisboden aufweist.

Für die kommenden Tage deuten Wettermodelle für Norddeutschland auf weitgehend trockene bis leicht schauerliche Bedingungen, saisonal milde Temperaturen und keine größeren Stürme in der unmittelbaren Prognose hin. Dieses Muster ist für die Logistik neutral bis leicht unterstützend: Die Befahrbarkeit der Felder, die Getreidetrocknung und Lkw-Bewegungen sollten überwiegend ungehindert bleiben. Dies erleichtert die Abwicklung naher Kontrakte, erzeugt jedoch keine neuen Wetterrisikoprämien für den bereits geernteten Triticale.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

  • Preistendenz: Bei EXW Drentwede auf 0.22 EUR/kg und weiterhin festen nationalen Referenzwerten wird für die kommenden 3–5 Tage ein insgesamt seitwärts gerichteter Markt erwartet, mit nur begrenztem Abwärtspotenzial, sofern sich die übergeordneten Futtergetreidemärkte nicht abrupt abschwächen.
  • Für Verkäufer: Erzeuger mit noch nicht verkauftem Triticale können schrittweise Verkäufe auf dem aktuellen Niveau erwägen, um Lagerhaltung und Liquidität zu steuern. Die lokale Basis bleibt an das feste nationale Umfeld angepasst, während kurzfristige Aufwärtstreiber begrenzt sind.
  • Für Käufer: Futtermittelverbraucher und Händler, die ihren Bedarf für das vierte Quartal absichern möchten, können kurze Rückgänge infolge schwächerer Weizen- oder Maisnotierungen nutzen, um Mengen zu fixieren, da die nationalen Durchschnittspreise weiterhin erhöht sind und das breitere Grobgetreideumfeld Unterstützung bietet.

Regionale 3-Tage-Indikation (Deutschland)

  • Nordwestdeutschland (einschließlich Drentwede, EXW): Es wird erwartet, dass die Spotpreise für Triticale in den kommenden drei Tagen nahe dem aktuellen Niveau bleiben. Eine seitwärts bis leicht schwächere Tendenz ist möglich, falls die Verkäufe durch Landwirte zunehmen; das Abwärtspotenzial dürfte jedoch durch feste Preise für Futtergerste und nationale Triticale-Referenzwerte begrenzt bleiben.
  • Übriges Deutschland: Auch die regionalen Referenzpreise in den Bundesländern dürften stabil bleiben, mit lediglich geringfügigen innerregionalen Anpassungen, da die Logistikbedingungen gut bleiben und die Nachfrage der Mischfutterhersteller stabil ist.
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Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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