Indischer Kichererbsenmarkt festigt sich: Festnachfrage trifft auf knappes Spotangebot
Die Preise für Desi-Kichererbsen in Indien festigen sich aufgrund geringerer Anlieferungen und starker Dal-Nachfrage, während umfangreiche staatliche Bestände das Aufwärtspotenzial begrenzen. Kompakter Ausblick und wichtige Preissignale.
Preise
Die Preise für Desi-Kichererbsen in wichtigen nördlichen Märkten haben in der vergangenen Woche angezogen. Berichten zufolge lagen die Gewinne bei etwa ₹250–300 pro Quintal, da die Anlieferungen aus den Erzeugermandis zurückgingen und die Mühlen ihre Festnachfrage deckten.
In Delhi wurden Desi-Kichererbsen mit Ursprung Rajasthan bei etwa ₹7.225–7.250 pro Quintal notiert, während Partien mit Ursprung Madhya Pradesh nahe ₹7.175–7.200 pro Quintal gehandelt wurden. Auf Großhandelsebene weisen auf Agmarknet basierende Daten Anfang Oktober auf einen nationalen Medianpreis für Chana in den mittleren ₹6.000er-Bereich pro Quintal hin, was ein festes, aber nicht extremes Preisumfeld bestätigt.
| Produkt | Ursprung | Standort | Lieferung | Letzter Preis (EUR) | Vorheriger Preis (EUR) | Letzte Aktualisierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Getrocknete Kichererbsen | IN | Rajkot | FOB | 1.00 | 1.00 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 42-44, 12 mm | IN | Neu-Delhi | FOB | 1.00 | 0.98 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 44-46, 11 mm | IN | Neu-Delhi | FOB | 0.97 | 0.95 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 46-48, 10 mm | IN | Neu-Delhi | FOB | 0.94 | 0.92 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 58-60, 9 mm | IN | Neu-Delhi | FOB | 0.93 | 0.91 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 60-62, 8 mm | IN | Neu-Delhi | FOB | 0.88 | 0.86 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 42-44, 12 mm | MX | Mexiko-Stadt | FOB | 1.23 | 1.21 | 2026-10-03 |
| Getrocknete Kichererbsen, Zählung 75-80, 8 mm | MX | Mexiko-Stadt | FOB | 0.88 | 0.80 | 2026-10-03 |
Angebot & Nachfrage
Auf der physischen Seite haben sich die Anlieferungen aus den Erzeugermandis verlangsamt, und die Lagerbestände der Mühlen sind begrenzt. Dadurch sind diese zu aktiveren Spotkäufen und kurzfristigen Terminkäufen gezwungen. Auch die Verfügbarkeit importierter Kichererbsen an indischen Häfen wird als eingeschränkt beschrieben, wobei die Zuflüsse aus Tansania weiterhin begrenzt sind.
Trotz dieser kurzfristigen Verknappung des Angebots am freien Markt sollen sich im zentralen staatlichen Pool rund 1,95 Millionen Tonnen Chana befinden, die früher in der Saison beschafft wurden. Diese Pufferbestände sichern die Versorgung und geben den Behörden ausreichend Spielraum, Ware freizugeben und starke Preisspitzen zu dämpfen, insbesondere wenn die Einzelhandelspreise für Chana Dal und Besan während der Festzeit zu stark steigen.
Exklusive Commodities auf CMBroker
Fundamentaldaten & politischer Kontext
Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Chana-Preise landesweit im Monatsvergleich um bis zu 10 % gestiegen sind. In der vergangenen Woche legten sie um 3–5 % zu, da sich Sorgen über die Ernteaussichten und eine stärkere saisonale Nachfrage verstärken.
Gleichzeitig heben offizielle Überwachungssysteme Chana Dal und Besan als wichtige inflationssensible Produkte hervor. Frühere Maßnahmen wie die Freigabe von Pufferbeständen im Rahmen von Programmen wie Bharat Chana Dal unterstreichen die Bereitschaft der Politik, einzugreifen, wenn die Einzelhandelspreise stark anziehen.
International werden mexikanische Kichererbsen mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber den meisten indischen FOB-Qualitäten gehandelt. Dies könnte den Importarbitragehandel weiterhin begrenzen, sofern die Inlandspreise nicht deutlich steigen oder sich die Frachtbedingungen verändern.
Kurzfristiger Ausblick & Handelsansicht
Der unmittelbare Ausblick für Desi-Kichererbsen ist moderat bullish. Treiber sind die begrenzten physischen Anlieferungen und der feste Festtagsverbrauch. Die Kombination aus umfangreichen staatlichen Beständen und der Möglichkeit gezielter Markteingriffe spricht jedoch gegen eine ungebremste Rally.
- Für Importeure/Händler: In Zentren mit hoher Nachfrage ein moderates Long-Engagement halten, bei den aktuellen Niveaus jedoch angesichts der staatlichen Bestände und des politischen Risikos von aggressiver Vorratsbildung absehen.
- Für Dal-Mühlen: Die aktuelle Festigkeit nutzen, um den kurzfristigen Bedarf zu sichern und die Deckung über die zentrale Festtagsperiode aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus flexibel bleiben, falls Pufferbestände freigegeben werden oder die Anlieferungen zunehmen.
- Für Exporteure indischer Herkunft: Etwas festere Inlandspreise und steigende FOB-Indikationen sprechen dafür, am oberen Ende der jüngsten Spannen anzubieten, insbesondere bei größeren Kalibern. Gleichzeitig sollte die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber mexikanischer Herkunft beobachtet werden.
3‑Tage-Marktrichtung (wichtige Handelszentren)
- Delhi (Desi-Kichererbsen): Leicht aufwärtsgerichtete bis stabile Tendenz, da die Festtagsnachfrage anhält und die Anlieferungen gering bleiben.
- Rajkot (FOB, Ursprung Indien): Die Preise dürften sich nahe den jüngsten Niveaus fest behaupten, mit leichtem Aufwärtsrisiko, falls die Mühlen ihre Käufe ausweiten.
- Mexiko-Stadt (FOB, Ursprung Mexiko): Stabile bis feste Markttendenz; der aktuelle Aufschlag gegenüber indischer Herkunft dürfte kurzfristig bestehen bleiben.