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Chinesische Bohnen-FOB-Preise geben nach, während nasses Wetter Adzukibohnen stützt

Chinesische Bohnen-FOB-Preise geben nach, während nasses Wetter Adzukibohnen stützt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update zu chinesischen FOB-Preisen für Mung-, Kidney- und Adzukibohnen, Angebot, Wetterrisiken und 3-Tage-Marktausblick in EUR.

FOB-Preise für Mung-, Kidney- und Adzukibohnen aus China zeigen sich Anfang September insgesamt stabil bis leicht weicher, mit nur geringen Tagesbewegungen und ohne Anzeichen eines deutlichen Preisrutsches. Nasse Witterungsbedingungen in wichtigen Adzuki-Anbaugebieten und weiterhin robuste Exportnachfrage verhindern tiefere Korrekturen, insbesondere bei Premiumqualitäten. Die chinesischen Bohnenmärkte gehen mit einer gemischten Tonlage in die Mitte des Septembers. Bio-Mungbohnen zeigen nach vorherigen Anstiegen eine leichte Abschwächung, während konventionelle Mungbohnen einen leichten Aufwärtstrend beibehalten. Große und dunkelrote Kidneybohnen geben nach, bleiben aber historisch fest im Vergleich zu konkurrierenden Herkünften aus Brasilien und dem Vereinigten Königreich. Adzukibohnen bleiben relativ gut unterstützt, da Händler die reduzierte Aussaat und anhaltend nasse Witterung in Teilen Süd- und Südwestchinas beobachten, die das Ertragspotenzial schmälern könnten. Insgesamt ist die Liquidität moderat, die Exportnachfrage wird durch verbesserte chinesische Handelsströme gestützt, und Wetterrisko werden kurzfristig genauer beobachtet als makroökonomische Treiber.

Preise

FOB-Preise Beijing, zur besseren Vergleichbarkeit in EUR umgerechnet mit ~0,92 EUR/USD:

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Der durchschnittliche Exportstückwert für chinesische Mungbohnen wird für September bei rund 1,85 USD/kg (≈ EUR 1.70/kg) angegeben, was leicht über dem Vorjahresniveau liegt und mit den relativ festen FOB-Notierungen in Beijing übereinstimmt. 

Angebot & Nachfrage

Im Inland bleibt China ein wichtiger Exporteur von Mung- und Adzukibohnen, während die Exportmengen bei Kidneybohnen in den letzten Jahren strukturell zurückgegangen sind, bedingt durch geringere Aussaatflächen.  Die aktuelle Marktenge ist am deutlichsten bei Adzuki zu sehen, wo Berichte eine verringerte Anbaufläche 2026 und Befürchtungen hervorheben, dass anhaltend nasse Bedingungen die Erträge begrenzen werden – was die Preise trotz kleiner jüngster Rückgänge stützt. 

Auf der Nachfrageseite beschleunigt sich Chinas gesamte Exportaktivität, wobei Zolldaten für die ersten acht Monate 2026 ein solides Wachstum der Gesamtausfuhren zeigen.  Bohnen machen zwar nur einen kleinen Teil dieses Handels aus, doch verbesserte Logistik und eine stärkere Auslandsnachfrage, insbesondere aus Süd- und Südostasien, stützen die Angebote in Beijing. Konkurrierende Herkünfte aus Brasilien und Europa begrenzen zwar das Aufwärtspotenzial der chinesischen Kidneybohnenpreise, lösen derzeit aber keine grundlegende Verschiebung der Handelsströme aus.

Wetter & Feldbedingungen (China)

Die amtliche chinesische Klimaprognose für die Mitte bis Ende September sieht überdurchschnittliche Niederschläge in Teilen Nordostchinas und der Südwestregionen vor, bei Temperaturen, die in vielen Agrargebieten generell über dem langjährigen Mittel liegen.  In südwestlichen Provinzen wie Yunnan deuten saisonale Vorhersagen ebenfalls auf nasser-als-normal Bedingungen bis Ende September hin.  Diese Regionen sind wichtig für spätreife Körnerleguminosen, darunter Adzuki und Teile der Mungproduktion.

In nördlichen Binnenregionen wie der Inneren Mongolei verläuft das Septemberwetter tendenziell kühler und trockener, mit Tageshöchstwerten meist im mittleren Zehner- bis niedrigen Zwanzigerbereich (°C) und nur wenigen Starkregenereignissen – günstig für Abreife und Ernte früher Leguminosen.  Insgesamt deutet das Muster auf lokal erschwerte, nasse Feldarbeiten in südlichen und südwestlichen Bohnenanbauzonen hin, bei gleichzeitig recht guten Erntefenstern in wichtigen nördlichen Regionen – sodass das landesweite Bohnenangebot insgesamt weitgehend ausgeglichen bleibt.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Exportpreisstruktur: Der offizielle Exportstückwert für chinesische Mungbohnen von rund EUR 1.70/kg steht im Einklang mit festen, aber nicht extremen inländischen FOB-Notierungen und signalisiert, dass Exporteure global weiterhin wettbewerbsfähig sind, ohne aggressive Preisnachlässe geben zu müssen. 
  • Adzuki-Verknappung: Branchenberichte über deutlich reduzierte Adzukibohnen-Flächen im Jahr 2026, kombiniert mit nasser Witterung, deuten auf ein knapperes Neusaison-Angebot hin und liefern eine stützende Untergrenze für die Preise in Richtung Q4. 
  • Makro & FX: Die Stärkung des chinesischen Exportsektors insgesamt  und ein relativ stabiler CNY begrenzen die Volatilität bei Exportangeboten für Bohnen, während eine leichte Schwäche des USD gegenüber dem EUR die Margen für eurobasierte Käufer etwas verbessert.

Handelsausblick & 3-Tage-Preisindikation (EUR)

  • Importeure (Europa, MENA, Asien): Nutzen Sie die derzeit leichte Schwäche bei chinesischen Kidneybohnen und Bio-Mungbohnen, um sich teilweise für Q4 einzudecken. Priorisieren Sie Adzukikäufe eher früher als später, angesichts strukturell angespannter Fundamentaldaten.
  • Chinesische Exporteure: Halten Sie Angebotsdisziplin bei Adzuki und höherwertigen Mungqualitäten; das Abwärtspotenzial bleibt begrenzt, solange die nasse Witterung anhält. Für konventionelle Kidneybohnen kommen flexible Preisgestaltung oder Mischqualitäten in Betracht, um Marktanteile gegenüber Brasilien zu verteidigen.
  • Endverbraucher: Wo die Rezeptur es zulässt, sollte zwischen Mung und anderen Hülsenfrüchten (z. B. Erbsen, Ackerbohnen) diversifiziert werden, um das Risiko wetterbedingter Preisspitzen bei Adzuki oder Spezial-Kidneys zu reduzieren.

Kurzfristig (nächste 3 Tage, FOB Beijing – Tendenz):

  • Mungbohnen (bio & 3,8 mm up): Stabil bis leicht fester (±0,5–1 %) bei anhaltend soliden Exportanfragen.
  • Kidneybohnen (groß weiß, dunkelrot, schwarz): Leicht weich bis stabil (–0,5–1 %), da Verkaufsinteresse dem Beginn der wichtigsten internationalen Einkaufsprogramme vorausläuft.
  • Adzukibohnen (rot): Stabil bis leicht fester (0–1 %), wobei Sorgen über nasses Wetter und geringere Anbauflächen die Gebote weiter unterstützen.
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Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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