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Chinesische Bohnen-FOB-Preise uneinheitlich, da feucht-schwüles Sommerwetter einsetzt

Chinesische Bohnen-FOB-Preise uneinheitlich, da feucht-schwüles Sommerwetter einsetzt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kurzes Juli-2026-Update zu chinesischen FOB-Preisen für Mung-, Kidney- und Adzukibohnen, Angebots-Nachfrage-Lage, Wetternrisiken und 3-Tage-Preisausblick in EUR.

Die chinesischen Bohnenexportpreise sind in dieser Woche weitgehend stabil bis leicht weicher, wobei geringe Aufschläge bei Mung- und Adzukibohnen kleinen Rückgängen in mehreren Kidneybohnen-Segmenten gegenüberstehen. Das Wetter in Nordchina ist heiß, sehr feucht und gewittrig, stellt jedoch bislang noch keine akute Gefahr für die Erträge von Körnerleguminosen 2026/27 dar, sodass die Fundamentaldaten vorerst weitgehend im Gleichgewicht bleiben. Der inländische chinesische Markt für Hülsenfrüchte handelt in einer engen Spanne: gestützt von stabiler Nachfrage der Lebensmittelindustrie und festen Sojabohnenpreisen, aber begrenzt durch komfortable Verfügbarkeit und vorsichtige Exportnachfrage. Handelsdaten zeigen, dass China ein wichtiger Exporteur von Mung-, Adzuki- und Kidneybohnen bleibt, während die Großhandelsnotierungen für Trockenkörnerleguminosen Anfang Juli weitgehend in einer Handelsspanne verblieben sind. Kurzfristige Wetterprognosen deuten auf anhaltend warme Temperaturen und Gewitter rund um Peking und Nordchina hin, jedoch ohne klare Hinweise auf Ernteschäden in dieser Phase.

Preise

Alle Preise wurden zu ~0,92 EUR/USD von USD in EUR umgerechnet und beziehen sich auf FOB-Angebote vom 9. Juli 2026.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Großhandelsdaten von Chinas Agrarmärkten zeigen, dass die Preise für Trockenbohnen und Erbsen Anfang Juli weitgehend unverändert sind, was darauf hindeutet, dass Exportangebote einem stabilen inländischen Referenzniveau folgen. Referenzpreise für Mungbohnen im Juli bestätigen Chinas Rolle als wettbewerbsfähiger Anbieter in Asien, wobei die aktuellen Exportofferten jedoch in der oberen Hälfte der jüngsten Handelsspanne liegen und damit die zusätzliche Nachfrage begrenzen.

Angebot & Nachfrage

Aktuelle agrarmeteorologische Bulletins deuten darauf hin, dass die wichtigsten Anbaugebiete in Nord- und Nordostchina zu Beginn des Juli ausreichende bis leicht überdurchschnittliche Niederschläge verzeichnet haben, was nach der Sommersaat die Bodenfeuchtigkeit für Hülsenfrüchte stützt. Die Prognosen für den Sommer 2026 in Ostasien signalisieren weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen in Zentral- und Ostchina, was auf ein gewisses Hitze- und Dürre­risiko später in der Saison hindeutet, aktuell aber noch keinen unmittelbaren Stress für Bohnen erkennen lässt.

Kommentierungen zu Handelsströmen und frühere Exportmuster zeigen, dass China weiterhin ein führender Versender von Mung-, Adzuki- und Kidneybohnen nach Asien und in den Nahen Osten bleibt, während die globalen Nahrungsmittelbestände an Getreide und Hülsenfrüchten insgesamt komfortabel sind und etwaige kurzfristige Angebotsschocks abmildern. Angesichts des Fehlens neuer politischer Einschnitte oder logistischer Störungen in den letzten Tagen erscheint das kurzfristige Gleichgewicht für chinesische Bohnen neutral, bei stabiler, aber nicht stark anziehender Exportnachfrage.

Fundamentaldaten & Wetter

Die 3-Tage-Prognose für Peking (10.–12. Juli 2026) sieht sehr feuchte Bedingungen mit Höchsttemperaturen um 28–30 °C und wiederkehrenden Gewittern vor, die Feldarbeiten und Umschlag zwar zeitweise behindern, aber zugleich die Bodenfeuchte für Sommerhülsenfrüchte sichern dürften. Nationale agrarmeteorologische Berichte heben hervor, dass die jüngsten kräftigen konvektiven Gewitter bislang vor allem lokal in Zentralchina auftreten, ohne dass über weit verbreitete Schäden im Bohnenanbaugebiet berichtet wird.

Aus Sicht des Produktionsrisikos liegt der Hauptfokus auf dem Ausblick für anhaltende Hitze Ende Juli und im August: Forschungsergebnisse und saisonale Prognosen warnen, dass Temperaturen deutlich über 25 °C über längere Zeiträume die Erträge vieler Kulturen schmälern können, insbesondere wenn sie mit Bodenfeuchtedefiziten einhergehen. In der aktuellen Phase lassen sich die gemischten Preisbewegungen jedoch eher durch normale saisonale Anpassungen und produktspezifische Nachfrage erklären als durch klar wetterbedingte Angebotsschocks.

Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Mungbohnen (CN FOB): Da Bio-Notierungen geringfügig fester und konventionelle Preise stabil sind, erscheint das Aufwärtspotenzial begrenzt, sofern die Nachfrage aus Südostasien nicht anzieht. In Erwägung ziehen, in EUR gerechnet gestaffelt in etwaige Kursanstiege von 1–2 % hinein zu verkaufen.
  • Kidneybohnen: Die Abschwächung im Segment der großen weißen Bohnen deutet auf eine gewisse Käuferresistenz hin; Endabnehmer können ihre Deckung vorsichtig bei Rücksetzern verlängern, während Exporteure ein Unterbieten vermeiden sollten, bis klarere Nachfragesignale vorliegen.
  • Adzukibohnen: Leichte Festigkeit bei stabiler Nachfrage aus Süßwaren- und Pastenproduktion spricht für eine neutral bis leicht bullische Haltung, größere neue Long-Positionen sollten jedoch auf eine Bestätigung wetterbedingter Unterstützung später im Juli warten.

3-Tage-Richtung der Regionalpreise (CN FOB)

  • Nordchina FOB (Peking/Tianjin) Mungbohnen: Stabil bis +0,5 % in EUR, da feuchtes, aber beherrschbares Wetter und anhaltende Anfragen anhalten.
  • Nordchina FOB Kidneybohnen: Leicht weich, −0,5 % bis 0 %, was den Widerstand der Käufer gegen die Aufschläge für große weiße Bohnen widerspiegelt.
  • Nordchina FOB Adzukibohnen: Stabil, 0 % bis +0,5 %, im Einklang mit fester Nischennachfrage und ohne neuen Angebotsdruck.
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