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Chinesische Bohnen-FOB-Preise uneinheitlich, da Wetterrisiken in Schlüssellagen zunehmen

Chinesische Bohnen-FOB-Preise uneinheitlich, da Wetterrisiken in Schlüssellagen zunehmen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die chinesischen FOB‑Preise für Mung-, Kidney- und Adzukibohnen verzeichnen leichte Auf- und Abschläge, da gemischte Witterung und ein knappes Adzuki-Angebot einen vorsichtigen kurzfristigen Markt prägen.

Die chinesischen Bohnen-FOB-Preise sind uneinheitlich, bleiben aber insgesamt stabil. Moderate Aufschläge bei Mungbohnen und dunkelroten Kidneybohnen werden durch weichere Preise für große weiße Kidneybohnen kompensiert. Das Wetter in den wichtigsten Anbaugebieten ist derzeit überwiegend günstig, doch jüngste und prognostizierte Starkniederschläge erhöhen kurzfristig die Risiken für Feldarbeiten und Qualität. Die Exportnachfrage nach Adzukibohnen verknappt das Segment höherer Qualitäten und stützt die Prämien. Über den gesamten Bohnensektor hinweg spiegeln die aktuellen Notierungen eher einen Konsolidierungsmarkt wider als einen klaren Aufwärts‑ oder Abwärtstrend. Inländische Getreidestatistiken bestätigen insgesamt ausreichende Vorräte an Sommerkulturen und dämpfen die Sorge vor einer unmittelbaren Verknappung, während die offiziellen wöchentlichen Getreidepreisbulletins weiterhin nur geringe Schwankungen bei Nebenzerealien und Körnerleguminosen ausweisen. Gleichzeitig deuten eine Reihe von Starkregenwarnungen und agrarmeteorologischen Prognosen auf überdurchschnittliche Niederschläge und warme Bedingungen in Nord‑ und Nordostchina hin, die rasch preisrelevant werden könnten, falls sie Erntearbeiten oder Logistik stören. Händler sehen sich daher in den kommenden Tagen mit einer engen, wetterempfindlichen Handelsspanne konfrontiert.

Preise

Alle Preise von USD FOB in EUR FOB umgerechnet mit einem indikativen Kurs von 1 EUR = 1,10 USD.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Im Großen und Ganzen stabile offizielle Getreideankaufspreise und nur moderate Wochenveränderungen bei Nebenzerealien bestätigen einen Seitwärtstrend im chinesischen Pulsensegment, ohne dass in den letzten drei Tagen größere Maßnahmen bei Politik oder Reserven gemeldet wurden.

Angebot, Nachfrage & Handelsströme

Der jüngste nationale Sommergetreidebericht Chinas weist auf eine solide Produktion hin und signalisiert für die Saison 2026 keinen unmittelbaren Angebotsschock bei Grundnahrungsmitteln. Obwohl Bohnen nur einen kleineren Anteil an der Gesamtfläche haben, untermauert dies insgesamt eine komfortable Futter‑ und Nahrungsmittelbilanz und begrenzt kurzfristig extreme Aufwärtspotenziale für die meisten Pulsensorten.

Adzukibohnen stechen hervor. Neue Analysen weisen auf einen deutlichen Flächenrückgang von rund 28 % und engere Anfangsbestände hin, wobei eine steigende Export‑ und Nachfrage nach höherwertiger Ware die Bilanz 2026/27 weiter verknappen dürfte. Jüngste Zollkontingentdaten asiatischer Käufer deuten zudem auf anhaltendes Importinteresse an chinesischen kleinen roten Bohnen hin. Vor diesem Hintergrund lässt sich erklären, warum die Adzukipreise trotz der insgesamt weichen Tendenz bei anderen Bohnen fest bis leicht höher notieren.

Bei Mung‑ und Kidneybohnen bleiben die Exportströme lebhaft, aber unspektakulär und entsprechen damit den Kommentaren von Anfang Juli, die einen konsolidierenden Markt mit leicht nachgebenden FOB‑Notierungen von vorherigen Hochs beschrieben. In den vergangenen drei Tagen wurden keine bedeutenden neuen handelspolitischen Maßnahmen mit Einfluss auf Pulsensorten gemeldet, was das Schlagzeilenrisiko für Kassahändler verringert.

Wetter & Feldbedingungen (China)

In dieser Woche veröffentlichte agrarmeteorologische Berichte zeigen, dass die meisten Agrarregionen ausreichende Niederschläge und jahreszeitlich warme Temperaturen erhalten haben, was die Entwicklung der Sommerbohnen begünstigt. In Nordostchina, einschließlich Heilongjiang und Jilin, wo viele Bohnen angebaut werden, werden die Bedingungen für Mitte Juli als im Großen und Ganzen normal beschrieben und stützen das vegetative Wachstum.

Zugleich hat die nationale Wetterbehörde wiederholt vor kurzfristigen Starkregenereignissen gewarnt, zuletzt mit einer gelben Starkregenwarnung für Teile von Jilin, Heilongjiang und anderen Provinzen. Saisonale Klimaleitlinien deuten auf im Juli tendenziell überdurchschnittliche Niederschläge und Temperaturen im Bereich von normal bis leicht überdurchschnittlich in Teilen Nordchinas hin. Derzeit wirkt diese Mischung eher unterstützend als schädlich, doch jede Zuspitzung zu Überschwemmungen gegen Ende Juli könnte rasch Qualitäts‑ und Logistikbedenken für Bohnen verstärken.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Stabiles makroökonomisches Getreideumfeld: Eine insgesamt solide Sommergetreideernte und relativ ruhige offizielle Ankaufspreise für Getreide und Nebenzerealien stabilisieren die Bohnenpreise.
  • Adzuki-Verknappung: Gemeldete Flächenkürzungen und eine feste Exportnachfrage verengen das Segment hochwertiger Adzukibohnen, stützen Prämien und begrenzen das Abwärtspotenzial, selbst wenn Standardqualitäten nur geringfügige Bewegungen zeigen.
  • Wetterempfindliches Zeitfenster: Ausreichende Bodenfeuchte und Wärme wirken sich positiv auf die Erträge aus, doch häufige Starkregenwarnungen schaffen ein enges Risikofenster, in dem lokale Überschwemmungen Felder und Transporte stören könnten, insbesondere in nordöstlichen Provinzen.
  • Konsolidierender FOB‑Markt: Frühere Juli‑Analysen der chinesischen Bohnen‑FOB‑Preise beschrieben einen leicht weichen, konsolidierenden Markt ohne größere spekulative Schübe; die aktuellen Preisbewegungen bleiben im Einklang mit diesem Muster.

Handelsausblick (nächste 3–5 Tage)

  • Mungbohnen (CN FOB): Nach den jüngsten moderaten Aufschlägen und ohne neue bullische Impulse dürften die Preise in einer engen Spanne handeln. Verkäufer können Angebote leicht über dem aktuellen Niveau halten, sollten aber zu kleinen Abschlägen bereit sein, falls die Exportnachfrage nachlässt.
  • Kidneybohnen (CN FOB): Große weiße Typen weisen einen leichten Abwärtstrend auf; kurzfristige Erholungen dürften begrenzt bleiben, solange keine witterungsbedingten Probleme auftreten. Käufer mit kurzfristigem Bedarf können Käufe staffeln, während Verkäufer vermeiden, sich mit Long‑Positionen zu stark zu engagieren.
  • Adzukibohnen (CN FOB): Die strukturelle Verknappung begünstigt eine leicht festere Tendenz, insbesondere für größere Kaliber und Biopartien. Endabnehmer mit Bedarf im 3. und 4. Quartal sollten eine teilweise Vorwärtsdeckung in Betracht ziehen, bevor wetterbedingte Schlagzeilen stärkere Prämien auslösen.

3‑Tage‑Richtungstendenz der Preise (EUR, FOB China)

  • Mungbohnen, bio & konventionell: Stabil bis +0,5 % (leichter Aufwärtstonus bei anhaltender Nachfrage).
  • Kidneybohnen, dunkelrot & schwarz: Stabil (ausgewogene Fundamentaldaten, begrenzte neue Impulse).
  • Kidneybohnen, große weiße (alle Qualitäten): −0,5 % bis stabil (anhaltender Verkaufsdruck nach jüngstem Rückgang).
  • Adzukibohnen, rot (alle Qualitäten): Stabil bis +1 % (knappes Angebot und feste Exportnachfrage).
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