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Chinesische Kürbiskernkerne geben leicht nach, Fracht bleibt erhöht

Chinesische Kürbiskernkerne geben leicht nach, Fracht bleibt erhöht

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

FOB-Preise für chinesische Kürbiskernkerne in Peking tendieren nach unten, während Dalian fest bleibt, da hohe Frachtraten und stetiges Angebot den Markt in EUR in einer Handelsspanne halten.

Chinesische FOB-Preise für Kürbiskernkerne tendieren in Peking im Wochenvergleich leicht nach unten, während sie in Dalian fest bleiben, da Exporteure eine weichere Nachfrage im kurzfristigen Bereich mit weiterhin erhöhten Containerschiffsraten abwägen. Die Margen bleiben angespannt, stehen aber noch nicht unter akutem Druck, sodass der Markt in Euro gerechnet weitgehend in einer Handelsspanne verharrt. Chinesische Kürbiskernkerne werden nach einem stetigen Anstieg zu Beginn des Sommers nun in einer leicht niedrigeren Bandbreite gehandelt. Angebote aus Peking für Shine-Skin- und GWS-Qualitäten zeigen moderate Rückgänge im Wochenvergleich, während die Niveaus in Dalian weitgehend halten, was auf eine gewisse regionale Knappheit bei exportfähigen Beständen hinweist. Hohe, aber sich stabilisierende Frachtraten im Asien–Europa-Verkehr und überlastete chinesische Häfen stützen weiterhin die zugrunde liegenden FOB-Niveaus trotz ruhigerer Nachfrage in der Nebensaison und vorsichtigen europäischen Käufern. Das Wetter in den wichtigsten Anbaugebieten bleibt jahreszeitlich warm mit vereinzelten Gewittern, jedoch ohne akuten Stress, sodass sich der Marktfokus von Witterungsrisiken auf Logistik- und Währungseffekte verlagert.

Preise

Preise werden zur Einordnung mit einem Richtkurs von 1 EUR ≈ 7,5 CNY und 1 EUR ≈ 1,10 USD in EUR umgerechnet; die Werte sind ungefähre Angaben.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Insgesamt sind die FOB-Preise in Peking in der vergangenen Woche um rund 0,5–1,0 % gesunken, während die Niveaus in Dalian leicht über denen von Ende Juli liegen, was auf eine gewisse lokale Festigkeit in den nördlichen Exportkanälen hinweist.

Angebot & Nachfrage

China bleibt der dominierende globale Anbieter von Kürbiskernen und stellt einen großen Anteil des internationalen Handels nach Europa und andere Märkte. Die europäische Nachfrage befindet sich derzeit in einer saisonal ruhigeren Phase vor den Verbrauchsspitzen im Herbst und Winter, wobei einige Käufer aufgrund früherer Terminkäufe noch gut abgesichert sind.

Auf der Angebotsseite werden in den letzten Tagen aus den wichtigsten Anbauregionen in Nordchina wie Innere Mongolei und Xinjiang keine größeren Störungen gemeldet. Das Wetter war gemischt mit warmen Temperaturen und vereinzelten Schauern, jedoch ohne weit verbreitete Überschwemmungen oder Dürrewarnungen, die die Aussichten für die neue Ernte in dieser Phase der Vegetationsperiode wesentlich verändern würden. Die Exportverfügbarkeit bleibt daher ausreichend, wenngleich eine stärkere Qualitätsdifferenzierung zwischen den Regionen näher zur Ernte erwartet wird.

Fundamentaldaten & externe Einflussfaktoren

Containerschiffraten aus China liegen im Vergleich zu Anfang 2026 weiterhin auf erhöhtem Niveau, auch wenn sich Anzeichen einer teilweisen Stabilisierung zeigen. Jüngste Marktberichte aus der Schifffahrt belegen, dass die Spotraten Asien–USA und Asien–Europa nach den starken Anstiegen seit dem Frühjahr weiterhin hoch sind, mit gewissen Korrekturen von den Juli-Höchstständen, während Staus und Kapazitätsengpässe in den Häfen Zentral- und Südchinas die Frachtkosten weiter stützen.

Höhere Frachtkosten bilden eine festere Untergrenze für FOB-Preise von Kürbiskernen in Euro, insbesondere für kleinere Partien und nicht vertraglich gebundene Volumina. Gleichzeitig hat die makroökonomische Unsicherheit rund um Zölle und den globalen Handel einen Teil der Importnachfrage abgekühlt, sodass Reedereien Kapazitäten und Preisgestaltung dynamischer anpassen. Dies hält die Exportursprünge von aggressiven Preisnachlässen ab, trotz weicherer Spot-Nachfrage seitens europäischer Snack- und Bäckereiabnehmer.

Wetterausblick – chinesische Anbauregionen (3 Tage)

In den nächsten drei Tagen (8.–10. August 2026) deuten Wettermodelle auf überwiegend saisonale Sommerbedingungen in den wichtigsten Kürbiskern-Gürteln Nordchinas hin. Die Tagestemperaturen dürften warm bis heiß bleiben und damit das vegetative Wachstum und die Kornfüllung unterstützen; in den jüngsten Kurzfristprognosen sind keine extremen Hitzewellen erkennbar.

Vereinzelte Gewitter sind wahrscheinlich, insbesondere in Teilen der Inneren Mongolei und Nordostchinas, doch die Niederschlagssummen dürften im regionalen Maßstab nicht übermäßig ausfallen. Lokal begrenzt starke Schauer könnten Feldarbeiten kurzzeitig verzögern, dürften die Ernteaussichten kurzfristig jedoch nicht wesentlich verändern. Insgesamt wirkt das Wetter derzeit als neutraler Preistreiber, während sich die Märkte stärker auf Logistik und Signale der Vorwärtsnachfrage konzentrieren.

Handelsausblick & 3-Tage-Preisprognose

Handelsausblick

  • Käufer mit ungedecktem Bedarf für Q4–Q1 können die derzeit leichte Entspannung der Pekinger Preise nutzen, um eine Teilabsicherung vorzunehmen, insbesondere bei höheren Qualitäten, bei denen sich Qualitätsspreads näher zur Ernte ausweiten können.
  • Exporteure sollten die Containerschifffahrt genau beobachten; eine weitere Abschwächung der Asien–Europa-Raten könnte moderate Abschläge rechtfertigen, doch das anhaltend hohe Stauaufkommen in den Häfen spricht derzeit für die Beibehaltung der Angebote.
  • Für Bio-Shine-Skin rechtfertigen die begrenzte Verfügbarkeit und die stabile Nachfrage aus dem Gesundheitsfood-Segment im Ausland das Festhalten an einem Aufschlag; aggressive Preiszugeständnisse erscheinen unnötig, solange sich die Frachtraten nicht deutlich abschwächen.

3-Tage-Regionale Preisindikation (Richtung, EUR, FOB CN)

  • Peking – Shine Skin AA (konv. & bio): Stabil bis leicht schwächer (≈ -0,5 % bis 0 %) in den nächsten drei Tagen, wobei die Angebote stärker von der Kaufbereitschaft als von Fundamentaldaten beeinflusst werden.
  • Peking – GWS A/AA: Weitgehend stabil; Verkäufer widersetzen sich weiteren Abschlägen, solange die Frachtraten hoch bleiben und die Erntebedingungen neutral sind.
  • Dalian – alle Qualitäten: Stabil mit leicht fester Tendenz, was die festere regionale Exportnachfrage und eine etwas knappere Spotverfügbarkeit als in Peking widerspiegelt.
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Live-Chart
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