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Deutsche Futterhaferpreise unverändert trotz schwachem globalen Hafermarkt

Deutsche Futterhaferpreise unverändert trotz schwachem globalen Hafermarkt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Deutsche Futterhaferpreise bleiben trotz schwächerer globaler Hafernotierungen bei rund 179 EUR/t stabil. Überblick über Treiber: Wetter, Exporte aus dem Schwarzen Meer, EU-Getreidetrends und kurzfristiger Ausblick.

Die deutschen Futterhaferpreise bleiben unverändert bei rund 179 EUR/t ab Hof (EXW) Drentwede, obwohl die globalen Hafer-Benchmarks im vergangenen Monat nachgegeben haben. Lokale Verfügbarkeit und eine verhaltene kurzfristige Nachfrage bilden eine Untergrenze für die Inlandspreise, während Importalternativen aus der Ukraine nach Einrechnung von Logistik- und Risikokosten weiterhin mit einem Aufschlag gehandelt werden. Nach mehreren Wochen mit Druck auf Getreide haben sich die Getreidemärkte insgesamt stabilisiert: EU-Weizen und -Mais haben sich von jüngsten Tiefständen leicht erholt, und der globale Hafermarkt tendiert zwar schwächer, ist aber nicht eingebrochen. Für deutsche Mischfutterhersteller und Viehhalter bedeutet dies einen eher ruhigen Hafermarkt: kein unmittelbarer Ausbruch nach oben, aber auch begrenztes Abwärtspotenzial, solange Witterung und Ernteaussichten noch neu bewertet werden. Kurzfristig können Käufer die Seitwärtsphase nutzen, um die nahe Versorgung abzusichern, sollten aber witterungsbedingte Volatilität und Exportströme aus dem Schwarzen Meer im Blick behalten.

Preise & Differenzen

Deutscher Futterhafer (konventionell, max. 14 % Feuchtigkeit, EXW Drentwede) wird um 0,179 EUR/kg (≈ 179 EUR/t) indiziert, stabil gegenüber Mitte Juni.

  • Spotpreise für Hafer am Weltmarkt liegen bei rund 275–280 EUR/t auf Termin-/Spotbasis, etwa 13–14 % niedriger als vor 30 Tagen und rund 12 % unter dem 12‑Monats-Durchschnitt – ein Hinweis auf einen insgesamt weichen internationalen Markt.
  • Ukrainischer Futterhafer für den Export im Raum Odessa (FCA) wird nominal bei etwa 250 EUR/t gesehen und notiert damit deutlich über dem deutschen EXW-Niveau, noch vor Einrechnung der Fracht nach Deutschland.
  • Im weiteren Getreidekomplex hat sich Euronext-Weizen auf rund 203–205 EUR/t für nahe Termine erholt – ein Zwei-Wochen-Hoch, das auch Futtergetreide einschließlich Hafer indirekt stützt.
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot, Nachfrage & Handelsströme

Die europäischen Getreidemärkte haben sich nach mehrmonatigen Tiefständen zuletzt stabilisiert, unterstützt durch festere Weizen- und Maisnotierungen und eine anhaltend solide EU-Exportaktivität. Hafer ist zwar eine kleinere Kultur und weniger aktiv gehandelt, doch das gesamte Getreideumfeld ist nicht mehr so bärisch wie Anfang Juni.

Die Ukraine bleibt ein wichtiger marginaler Lieferant von Futtergetreide in die EU. Getreideexporte in der Saison 2025/26 liegen rund 12 % unter dem Vorjahresniveau, was Logistikengpässe und einige Ernteausfälle widerspiegelt, doch die Mengen sind weiterhin beachtlich. Die Frachtraten im Schwarzen Meer haben sich auf einem relativ niedrigen Niveau stabilisiert, gleichzeitig ist die Nachfrage nach Schiffsladungen zu gering, um den Markt spürbar zu verknappen – ein Hinweis darauf, dass ukrainische Getreideexporte, einschließlich Hafer, wo verfügbar, wettbewerbsfähig bleiben.

Wetter & Bestandsentwicklung (Fokus DE)

In West- und Norddeutschland, einschließlich Niedersachsen, deuten die Prognosen für die kommenden Tage auf eine wechselhafte Witterung mit Schauern und lokalen Gewittern hin, die mit einem größeren Sturmsystem vom Nordosten Frankreichs über die Benelux-Länder bis nach Westdeutschland verbunden sind. Dieses Muster sollte akuten Trockenstress für Hafer verhindern, könnte aber die Feldarbeiten vorübergehend verlangsamen und das Lagerrisiko in dichten Beständen erhöhen.

Auf europäischer Ebene weisen Analysten darauf hin, dass sich die Bonituren für Getreide gegenüber den Sorgen im Frühjahr verbessert haben, doch geringere Aussaatflächen in Teilen der EU und ein weiterhin volatiler Witterungsausblick halten Produktionsrisiken aufrecht. Für Hafer, der häufig auf leichteren Böden steht, ist die Kombination aus ausreichender Bodenfeuchte und moderaten Temperaturen in Norddeutschland derzeit neutral bis leicht positiv für das Ertragspotenzial.

Markttreiber & Fundamentaldaten

  • Schwacher globaler Hafermarkt: Die internationalen Haferpreise sind im vergangenen Monat tendenziell gesunken, was auf komfortable Bestände und ein fehlendes starkes spekulatives Interesse hinweist.
  • Unterstützung durch andere Getreide: Die Erholung von EU-Weizen und -Mais von mehrmonatigen Tiefständen stützt die Futtergetreidepreise insgesamt und begrenzt das Abwärtspotenzial bei Hafer, auch wenn dessen eigene Fundamentaldaten eher schwergewichtig sind.
  • Ukrainische Logistik: Getreideexporte aus der Ukraine bleiben robust, liegen aber unter dem Vorjahresniveau. Jüngste Analysen deuten darauf hin, dass die Logistik hinreichend eingeschränkt ist, um Exportwellen zu begrenzen und einen Zustrom sehr günstiger Futtergetreide aus dem Schwarzen Meer in die EU zu verhindern.

Handelsausblick

  • Futterkäufer (Deutschland): Nutzen Sie die aktuell stabilen Preise um 179 EUR/t EXW, um die Deckung bis in das frühe 3. Quartal zu verlängern – insbesondere für Betriebe und Mühlen in Norddeutschland, wo das lokale Angebot ausreichend, aber nicht übermäßig hoch erscheint.
  • Erzeuger: Da internationale Haferpreise weiterhin deutlich über dem lokalen Niveau liegen, besteht wenig Druck zu Preisnachlässen. Ziehen Sie gestaffelte Verkäufe in Erwägung, falls Weizen/Mais weiter anziehen oder sich die Witterung in Ährenschieben und Kornfüllung klar zugunsten höherer Erträge entwickelt.
  • Händler: Die große Spanne zwischen ukrainischen FCA-Preisen und deutschen EXW-Niveaus lässt nach Einrechnung von Fracht- und Risikoprämien nur selektive Importchancen. Konzentrieren Sie sich eher auf Nischenbedarfe oder Mischstrategien als auf große Richtungspositionen.

3‑Tage-Preisentwicklung (Deutschland, DE)

  • Deutschland – EXW-Futterhafer (Drentwede): Seitwärts bis leicht fester in den nächsten 3 Tagen, mit einer voraussichtlichen Spanne von ±2–3 EUR/t um 179 EUR/t, da eine stabile lokale Nachfrage die weichen globalen Haferbenchmarks ausgleicht.
BASIC
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