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Deutscher Triticale-Markt etwas weicher, aber weiter fest unterstützt durch Futtergetreidenachfrage

Deutscher Triticale-Markt etwas weicher, aber weiter fest unterstützt durch Futtergetreidenachfrage

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update zu deutscher Triticale: aktuelle EUR-Preise, jüngste Entwicklung in Drentwede, Ernte- und Nachfragefaktoren sowie 3-Tages-Ausblick für Schlüsselregionen.

Die Triticale-Preise in Nordwestdeutschland geben gegenüber den Hochs von Anfang September leicht nach, bleiben aber historisch fest, gestützt durch ein knappes Futtergetreideangebot und eine robuste Viehhaltungsnachfrage. Nach einer witterungsbelasteten Ernte 2026 und einem geringeren deutschen Getreideaufkommen bleibt Triticale im Preis attraktiv gegenüber Futterweizen und -gerste und ist weiterhin gut in Mischfutterrationen integriert. Die leicht nachgebenden Gebote im Raum Drentwede spiegeln eher gewisse Verkäufe nach der Ernte und ruhigere Terminmärkte wider als eine grundlegende Änderung der Fundamentaldaten. Die kurzfristige Richtung hängt vor allem von der regionalen Konkurrenz im Futtergetreide, der Verkaufsbereitschaft der Landwirte und der anstehenden Witterung ab, die eher die spätere Feldarbeit als die Erträge beeinflussen dürfte.

Prices

Futtertriticale (max. 14 % Feuchte, ab Hof EXW, Drentwede) wird derzeit mit rund 225–230 EUR/t indiziert, etwa 5 EUR/t unter den Spitzen Anfang September, aber weiterhin über dem Niveau von Ende August.      

Die bundesweiten deutschen Triticale-Referenzpreise für September liegen im Schnitt bei rund 170 EUR/t, womit Niedersachsen und der Raum Drentwede angesichts der starken lokalen Futtergetreidenachfrage mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt werden. 

Im Vergleich zu anderen Futtergetreiden bleibt Triticale preislich wettbewerbsfähig: Deutscher Futterweizen notiert im Schnitt bei etwa 200–205 EUR/t, während EU-Triticale-Futures für September nahe 170–175 EUR/t handeln und damit auf nationaler Ebene einen komfortablen Abschlag von rund 25–30 EUR/t gegenüber Futterweizen lassen. 

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Der Erntebericht 2026 der Bundesregierung bestätigt einen deutlichen Rückgang der nationalen Getreideproduktion; die Gesamtgetreidemenge wird infolge von Sommerhitze und Trockenheit auf rund 7 % unter Vorjahresniveau geschätzt. Dies verknappt die gesamte Futtergetreidebilanz und stützt die Preise im gesamten Komplex, einschließlich Triticale. 

Innerhalb der EU ist Triticale zwar ein kleiner, aber wichtiger Futtergetreideposten, und aktuelle EU-Marktausblicke heben stabile bis leicht wachsende Flächen für Mischgetreide und Triticale hervor, was seine ernährungsphysiologischen Vorteile in der Tierfütterung widerspiegelt. Grenzüberschreitende Futterströme zwischen Polen und Deutschland bleiben entscheidend für die regionale Versorgung, waren bislang jedoch nicht ausreichend, um nennenswerten Abwärtsdruck auf die deutschen Preise auszuüben. 

Die deutsche Viehproduktion ist insgesamt relativ stabil, aber höhere Kosten für Diesel und Dünger sowie eine in einigen Regionen verringerte Grundfutterqualität stützen das anhaltende Interesse an energiereichen Getreiden wie Triticale. Zwar verfügen Mischfutterhersteller über eine gewisse Flexibilität zwischen Gerste, Weizen und Triticale, doch der aktuelle Abschlag von Triticale gegenüber Futterweizen hält die Nachfrage robust, insbesondere in Nordwestdeutschland. 

Weather & Field Conditions (Lower Saxony / Drentwede)

Kurzfristige Wetterprognosen für Niedersachsen in den kommenden drei Tagen deuten auf relativ milde spätsommerliche Bedingungen mit moderaten Temperaturen, vereinzelten Schauern und keiner lang anhaltenden Extremhitze hin. Dieses Muster ist günstig für die Logistik nach der Ernte und die Feldarbeiten vor den Wintersaaten, ohne zusätzlichen Stress für die bereits abgeschlossene Getreideernte 2026 zu verursachen. 

Da die Haupttriticaleernte in der Region weitgehend abgeschlossen ist, wird das kurzfristige Wetter nur begrenzt direkten Einfluss auf die Erträge haben. Allerdings kann zeitweiser Regen die Getreideabfuhr von den Höfen kurzzeitig verlangsamen, was lokale Kassapreise leicht und vorübergehend stützen kann, wenn Verkäufer ihre Anlieferungen verschieben.

Fundamentals & Market Drivers

  • Engere Getreidebilanz 2026: Eine deutlich kleinere deutsche Getreideernte nach Dürre und Hitze hält die zugrunde liegende Futtergetreidebilanz knapp und begrenzt das Abwärtspotenzial für Triticale trotz der jüngsten leichten Abschwächung. 
  • Wettbewerbsfähige Preisgestaltung gegenüber Vergleichsprodukten: Der Abschlag von Triticale gegenüber Futterweizen von rund 25–30 EUR/t auf nationaler Ebene unterstützt seinen Einsatz in Rationen und hilft, die Nachfrage insbesondere in Regionen mit hoher Viehdichte aufrechtzuerhalten. 
  • Starke regionale Futternachfrage: Niedersachsen und angrenzende nordwestliche Bundesländer mit dichter Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung zeigen festere Triticale-Preise als der Bundesdurchschnitt, wobei Drentwede mit einem klaren Aufschlag gehandelt wird. 
  • Begrenzter Importdruck: Während EU- und Schwarzmeer-Getreideströme den breiteren Komplex beeinflussen, begrenzen logistische und politische Rahmenbedingungen weiterhin sehr günstige Zuflüsse und stützen damit indirekt die deutschen Futtergetreidepreise. 

3–5 Day Outlook & Trading Recommendations

  • Für Landwirte (Verkäufer): Da die EXW-Notierungen in Drentwede weiterhin mit einem Aufschlag gegenüber den nationalen Benchmarks gehandelt werden, kommen schrittweise Verkäufe bei Anstiegen über 230 EUR/t in Betracht, während ein Teil der Mengen unkontrahiert bleibt für den Fall, dass sich der Futterkomplex im weiteren Verlauf des 4. Quartals erneut verknappt.
  • Für Mischfutterwerke / Käufer: Nutzen Sie die aktuell leichte Abschwächung zur Ausweitung der kurzfristigen Deckung, insbesondere dort, wo Triticale einen Teil höherpreisigen Futterweizens oder -gerste ersetzt. Konzentrieren Sie sich für Spotbedarf auf Nordwestdeutschland, prüfen Sie aber auch Angebote aus den mittleren Regionen, wo sich der Abschlag zu Drentwede ausweitet.
  • Für Händler: Die regionale Basis bleibt attraktiv: Kurzfristig bieten sich Spreads an, die den bundesweiten Triticale-Durchschnitt gegen höher bepreiste nordwestdeutsche Indikationen verkaufen, wobei mögliche Veränderungen der Viehnachfrage oder politische Signale zu Importen eng zu beobachten sind.

3-Day Price Direction (Germany)

  • Niedersachsen (inkl. Drentwede, ab Hof EXW): Leicht weicher bis seitwärts, mit einer erwarteten Handelsspanne um 222–228 EUR/t, da moderater Verkauf durch Landwirte auf eine stetige Futternachfrage trifft. 
  • Mitteldeutschland (z. B. Hessen, EXW/Hof): Seitwärtstendenz um 165–175 EUR/t bei begrenzter Liquidität und ohne starken Auslöser für einen Ausbruch in die eine oder andere Richtung. 
  • Bundesweiter Referenzdurchschnitt: Seitwärts in einer Spanne nahe 170 EUR/t, im Gleichlauf mit dem breiteren Futtergetreidekomplex und den EU-Triticale-Benchmarks, während der Markt die kleinere Ernte 2026 verarbeitet. 
BASIC
Live-Chart
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