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Futtergerstenpreise halten sich in Deutschland fest, in der Ukraine mit Abschlag

Futtergerstenpreise halten sich in Deutschland fest, in der Ukraine mit Abschlag

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knappes Update zu den Futtergerstenpreisen im September 2026 in Deutschland und der Ukraine mit Preisniveaus, Angebots-Nachfrage-Treibern, Wetter und einem 3‑Tage-Ausblick.

Die Futtergerstenpreise sind in Deutschland derzeit fest und in der Ukraine etwas weicher, aber stabil, wobei Deutschland weiterhin einen klaren Aufschlag gegenüber Schwarzmeer-Herkünften hält. Die engen Tag‑zu‑Tag‑Bewegungen spiegeln einen Markt wider, der zwischen einer guten Verfügbarkeit der neuen Ernte und anhaltenden geopolitischen und logistischen Risiken im Schwarzmeerraum ausbalanciert ist. Deutsche Futtergerste ab Hof wird weiterhin auf erhöhtem Niveau im Vergleich zu internationalen Benchmarks gehandelt, gestützt durch eine solide Futternachfrage und relativ enge regionale Getreidebilanzen. In der Ukraine liegen CPT/FOB-Indikationen weiterhin im Abschlag zu EU-Notierungen, da Exporteure um begrenzte Tiefsee- und Donau-Exportfenster konkurrieren. Das Wetter ist sowohl in Deutschland als auch im Süden der Ukraine überwiegend günstig für die Lagerung nach der Ernte und die Feldarbeiten im Frühherbst, sodass die kurzfristige Preisrichtung stärker von Nachfrage und Logistik als von Ertragssorgen bestimmt wird.

Preise

Die jüngsten Kassanotierungen für Futtergerste zeigen Deutschland mit rund 0,23 EUR/kg ab Hof in nördlichen Regionen, während die Ukraine bei rund 0,13–0,16 EUR/kg auf CPT/FOB-Basis liegt, womit der Schwarzmeerabschlag bei etwa 70–80 EUR/t gegenüber vergleichbaren EU-Notierungen bleibt. Regionale deutsche Getreidemarktberichte für Anfang September beschreiben Gerste und andere Futtergetreide als überwiegend fest, mit indikativem Futtergerstenbereich von grob 168–195 EUR/t je nach Standort und Qualität, was weitgehend mit ab-Hof-Angeboten in Niedersachsen übereinstimmt.

Externe Benchmarks stützen dieses Bild: Französische Futtergerste frei Rouen wird im niedrigen 220er-EUR/t-Bereich angegeben, während internationale Datenanbieter ukrainische Futtergerste FOB Hauptseehäfen weiterhin im niedrigen 200er-USD/t-Bereich sehen, was die Wettbewerbsfähigkeit der Schwarzmeerherkunft in Importmärkten unterstreicht.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Die Nachfrage nach deutscher Futtergerste wird durch die Tierproduktion und relativ teure Maisalternativen gestützt. Jüngste deutsche und regionale Marktkommentare heben einen insgesamt festen Ton über die Futtergetreide hinweg Ende August und Anfang September hervor, wobei Gerste von der Substitution weg von teurerem Mais und Weizen in Mischfutterrationen profitiert.

In der Ukraine bleiben exportfähige Gerstenmengen nach einer ordentlichen Ernte 2026 reichlich vorhanden, doch die Ausfuhren werden durch Sicherheitsfragen im Schwarzen Meer sowie Engpässe auf Donau- und Landrouten begrenzt. Marktanalysten stellen fest, dass ukrainische Gerste weiterhin mit einem deutlichen Abschlag zu EU-Herkünften gehandelt wird, was eine stabile Nachfrage in den MENA-Regionen und EU-Grenzmärkten sichert, die Erzeuger- und CPT-Preise jedoch begrenzt hält.

Wetter & Logistik (DE, UA)

Kurzfristige Wettervorhersagen für Niedersachsen deuten in der kommenden Woche auf überwiegend milde Bedingungen mit moderaten Temperaturen und vereinzelten Schauern hin. Dies ist im Großen und Ganzen vorteilhaft für Lagerung, Trocknung und die Feldarbeiten im Frühherbst, ohne dass größere Beeinträchtigungen für den Umgang mit Gerste oder die Binnenlogistik erwartet werden.

Für Odessa und den weiteren Süden der Ukraine zeigen 7‑Tages-Prognosen saisonal warme, überwiegend trockene Witterung mit nur leichten Niederschlägen. Diese Kombination unterstützt die laufende Exportlogistik und die Verbringung von Gerste zu den Häfen und fördert zugleich die Vorbereitung der Aussaat von Winterkulturen. Da die Ernte weitgehend abgeschlossen ist, dürfte das Wetter in den kommenden Tagen im Vergleich zur Verfügbarkeit von Frachtkapazitäten und sicherheitsbedingten Risiken entlang der Exportkorridore kein wesentlicher Preistreiber für Gerste sein.

Fundamentale Faktoren & externe Treiber

  • Schwarzmeer-Risikoprämie: Anhaltende Unsicherheit rund um die maritime Sicherheit und die Korridorkapazitäten im Schwarzen Meer hält einen strukturellen Abschlag auf ukrainischer Gerste aufrecht, stützt aber gleichzeitig die EU-Preise leicht, da der Wettbewerb nicht völlig frei fließen kann.
  • EU-Futtergetreidekomplex: Deutsche und andere regionale Marktberichte beschreiben einen insgesamt festen Trend über die Getreide hinweg in den September hinein, wobei Gerste den allgemeinen Futterindizes folgt, die sich im Monatsvergleich leicht erhöht haben.
  • Exportwettbewerbsfähigkeit: Internationale Benchmarks sehen ukrainische Futtergerste FOB weiterhin attraktiv bepreist im Vergleich zu französischen und anderen EU-Herkünften, was die Nachfrage im Schwarzmeerraum absichert, aber eine deutliche Preis­erholung am Ursprung begrenzt.

3–5-Tage-Handelsausblick

  • Deutschland (DE): Futtergerste ab Hof in den nördlichen Regionen dürfte in den nächsten 3–5 Tagen fest bis leicht fester bleiben, da Käufer ihre kurzfristige Futtermittelabdeckung abschließen und kaum unmittelbarer Erntedruck beim Verkauf erwartet wird. Ein Aufwärtsspielraum von 1–3 EUR/t ist plausibel, sofern die allgemeine Getreidestimmung unterstützend bleibt.
  • Ukraine (UA): CPT/FOB-Gerste rund um Odessa dürfte weitgehend in einer Handelsspanne verbleiben, wobei Aufwärtspotenzial durch starken regionalen Wettbewerb und logistische Einschränkungen begrenzt ist. Die Preisbewegungen sollten moderat bleiben, innerhalb von grob 2–3 EUR/t um das aktuelle Niveau, sofern es keine neue Eskalation des Schwarzmeerrisikos oder eine plötzliche Veränderung der Frachtraumverfügbarkeit gibt.

Praktische Hinweise

  • Deutsche Verkäufer: Ziehen Sie gestaffelte Verkäufe bei kleineren Aufwärtsbewegungen in Betracht, da die inländischen Aufschläge gegenüber Schwarzmeerherkünften historisch attraktiv bleiben und die nahe Nachfrage solide ist.
  • Deutsche Käufer: Sichern Sie einen Teil des Futtergerstenbedarfs für Q4 jetzt ab, angesichts fester regionaler Getreideindizes und begrenztem Abwärtspotenzial in der sehr kurzen Frist.
  • Ukrainische Exporteure: Konzentrieren Sie sich auf die Optimierung der Logistikfenster über die Donau und alternative Routen; die Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger FOB-Angebote im Vergleich zu französischer Gerste bleibt entscheidend, um die Nachfrage zu sichern.

3‑Tage-Regionaler Preisbias (Richtung)

  • Deutschland (Futtergerste ab Hof, Norden): Bias: stabil bis leicht fester, bei engem Futtergetreidegleichgewicht und festen Indizes.
  • Ukraine (CPT/FOB Odessa Futtergerste): Bias: überwiegend stabil, mit leichtem Abwärtsrisiko, falls die Exportnachfrage kurzfristig nachlässt, während Wetter/Logistik weiter handhabbar bleiben.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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