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Gerstennotierungen leicht fester bei festen Schwarzmeer-Angeboten und nachgebenden deutschen Neuernteterminen

Gerstennotierungen leicht fester bei festen Schwarzmeer-Angeboten und nachgebenden deutschen Neuernteterminen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knappes Gersten-Update: Deutsche Futtergebote geben zur Ernte nach, während Schwarzmeer-Exportpreise fest bleiben. Ausblick für DE und UA über die nächsten 3 Tage.

Die Gerstenpreise im Schwarzmeerraum ziehen leicht an, während die neuen Futtergersten-Erntetermine in Deutschland nachgeben. Das sorgt für einen leicht bärischen Grundton auf den EU-Binnenmärkten, stützt aber die ukrainische Exportbasis. Der kurzfristige Spread zwischen deutscher EXW- und ukrainischer FOB-/Odessa-Gerste bleibt eng, was Arbitragemöglichkeiten begrenzt, aber die Nachfrage nach preislich wettbewerbsfähiger Schwarzmeer-Ware stützt. In Deutschland sind die Vorwärtsindikation für Futtergerste in Niedersachsen und NRW im Juni zurückgegangen, da Genossenschaften die Übernahmepreise vor der neuen Ernte senken, während Braugerste national weiterhin mit einem Aufschlag von über 200 EUR/t gehandelt wird. In der Ukraine zeigen Exportbenchmarks eine stabile bis feste Futtergerste FOB/Odessa, im Einklang mit den Erwartungen einer leicht höheren Gerstenernte 2026 und solider Nachfrage traditioneller MENA- und asiatischer Käufer. Das Wetter der kommenden drei Tage stellt sich in beiden Regionen überwiegend günstig für Gerste dar und deutet eher auf anhaltenden Erntedruck als auf witterungsbedingte Risikoprämien hin.

Preise

Aktuelle Offerten implizieren ukrainische Futtergerste bei rund 170–195 EUR/t äquivalent CPT/FOB Schwarzmeer, während deutsche Gebote für Futtergerste Ernte 2026 in Westdeutschland nahe 160–170 EUR/t ab Silo liegen. Damit bleibt der traditionelle Abschlag von ukrainischer gegenüber deutscher Ware bestehen, doch ist die Spanne im Vergleich zu früheren Jahren relativ eng, was den starken Wettbewerb anderer Schwarzmeer-Herkünfte und Rekordmengen aus Australien widerspiegelt.

Deutsche Braugerste bleibt gut unterstützt, mit landesweiten Durchschnittspreisen für Braugerste Mitte Juni nahe 210 EUR/t – ein solider Aufschlag gegenüber Futtergerste wegen Qualitätsrisiken und stabiler Nachfrage der Brauereien. Die in Niedersachsen für Juni ausgewiesenen Referenzwerte für Futtergerste im Inland liegen bei etwa 162–195 EUR/t (16,2–19,5 EUR/100 kg), wobei das obere Ende ein knappes lokales Angebot und Frachtkosten widerspiegelt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Der ukrainische Getreideverband prognostiziert die Gerstenproduktion 2026 derzeit auf rund 5,2 Mio. t, leicht über dem Vorjahr, da besseres Wetter geringfügige Flächenrückgänge ausgleicht. Zusammen mit reichlichen Lieferungen aus Australien und Kasachstan bleibt die globale Verfügbarkeit von Futtergerste komfortabel, trotz lokal begrenzter Witterungsprobleme in Teilen Russlands.

Auf der Nachfrageseite dürfte China ein wichtiger Absatzmarkt für Schwarzmeer-Gerste bleiben und damit die schwächere Nachfrage einiger traditioneller MENA-Importeure teilweise kompensieren. In der EU ist der Futtergerstenverbrauch stabil, getragen von den Viehbeständen, während die Malznachfrage dank einer robusten Bier- und Getränkeproduktion in Deutschland und den Nachbarländern kräftig bleibt.

Wetterausblick (DE & UA)

In Niedersachsen, einem Kernanbaugebiet für deutsche Gerste, deutet die 3‑Tage-Prognose rund um Hannover und Lehre auf warmes, überwiegend trockenes Wetter mit Tageshöchstwerten im oberen 20‑Grad‑Bereich und sehr geringen Regenwahrscheinlichkeiten von unter 15 % hin. Diese Bedingungen unterstützen Kornfüllung und Abreife und ermöglichen zugleich einen frühen, reibungslosen Start der Wintergerstenernte.

Im Süden der Ukraine (Region Odessa) deuten Kurzfristprognosen ebenfalls überwiegend auf warmes, trockenes Wetter mit nur vereinzelten Schauern hin, was sowohl die finale Bestandsentwicklung als auch einen frühen Drusch begünstigt. Da in den nächsten drei Tagen keine unmittelbare Wetterbedrohung absehbar ist, dürfte der Markt eher Erntedruck einpreisen, als zusätzliche Risikoprämien aufzubauen.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Aufbauender Erntedruck: Die näher rückenden Wintergerstenernten in Deutschland und Bulgarien sowie der fortschreitende Saisonverlauf in der Ukraine veranlassen Verkäufer zu Absicherungen und drücken die kurzfristigen EU-Futtergerstengebote.
  • Wettbewerbsfähigkeit des Schwarzmeerraums: Die Ukraine bleibt in Mittelmeer- und asiatische Destinationen kosten­wettbewerbsfähig, doch begrenzt der Wettbewerb aus Bulgarien und Russland Aufwärtspotenzial bei FOB-Notierungen.
  • Makro-Hintergrund Feedgrain: Rekordernten in Australien und umfangreiche globale Futtergetreidebestände dämpfen den Gesamtkomplex und begrenzen das Aufwärtspotenzial für Gerste trotz regionaler Engpässe oder Qualitätsprämien.

Handelsausblick

  • Futterverbraucher in Deutschland: Erwägen Sie, eine erste Tranche Q3–Q4-Futtergerstenabsicherung nahe den aktuellen ab-Silo-Niveaus von etwa 160–170 EUR/t zu staffeln, halten Sie jedoch etwas Volumen offen, falls zusätzlicher Erntedruck Gebote weiter nach unten drückt.
  • Ukrainische Verkäufer: Bei festen FOB-/Odessa-Notierungen und Exportinteresse aus Asien sollten Verkäufe eher auf Kursanstiege gestaffelt werden, anstatt jedem Tick hinterherzulaufen; beobachten Sie Frachtraten und Schwarzmeer-Risikoprämien, die die Nettoeinnahmen rasch verändern können.
  • Mälzereien und Malzkäufer: Halten Sie eine abwartende Deckung, beobachten Sie jedoch die Qualitätsberichte zum Erntebeginn; etwaige witterungsbedingte Qualitätsminderungen könnten das Malzangebot rasch verknappen und den Aufschlag gegenüber Futtergerste ausweiten.

3‑Tage-Regionale Preisindikation (Richtung)

  • Deutschland (Niedersachsen, Futtergerste EXW): Leicht abwärtsgerichtete Tendenz mit näher rückender Ernte; begrenzte Kaufbereitschaft oberhalb von 170 EUR/t.
  • Deutschland (Braugerste, Anlieferung Mälzereien): Weitgehend seitwärts; Qualität noch ungetestet, daher in den nächsten drei Tagen keine ausgeprägte Trendbewegung erwartet.
  • Ukraine (Schwarzmeer-Futtergerste FOB/CPT): Stabil bis leicht fester bei aktiver Exportnachfrage und insgesamt unterstützendem Sentiment im Schwarzmeer-Getreidekomplex.
BASIC
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