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Gerstenpreise unter neuem Erntedruck in der Ukraine, fester in Deutschland

Gerstenpreise unter neuem Erntedruck in der Ukraine, fester in Deutschland

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Concise barley price update July 2026: Ukrainian values soften on harvest pressure, German feed barley stays firm amid weather risks. Short-term outlook for DE and UA.

Die Gerstenpreise in der Ukraine geben unter dem frühen Druck der neuen Ernte weiter nach, während Futtergerste in Deutschland angesichts von Wetterrisiken und zurückhaltenden Hofverkäufen etwas fester tendiert. In Euro gerechnet bleiben ukrainische FOB/CPT-Angebote deutlich gegenüber deutschen Ab-Hof-Notierungen rabattiert, wodurch sich die Exportnachfrage weiter auf das Schwarze Meer konzentriert; Logistik- und Wetterrisi­ken begrenzen jedoch weiteres aggressives Abwärtspotenzial. In den vergangenen zwei Wochen sind die Preise für Futtergerste rund um Odessa moderat gesunken, was das reichliche Angebot in unmittelbarer Nähe und eine rege Exportnachfrage widerspiegelt. In Deutschland ist die Frühernte angelaufen, und Landwirte berichten von Kostendruck sowie Sorgen über Hitzephasen und schwankende Erträge. Dies stützt die lokalen Futtergerstenindikation­en trotz der Volatilität an den übrigen Getreidemärkten. Das Wetter in den kommenden Tagen ist uneinheitlich: meist warm und trocken in Odessa sowie wechselhaft, aber nicht extrem in Norddeutschland, was nur begrenzte kurzfristige wetterbedingte Preisspitzen erwarten lässt.

Preise

Auf Basis jüngster Offerten entspricht ukrainische Futtergerste für Rinderfutter FOB Odessa zu 0,186 EUR/kg und CPT Odessa zu 0,169 EUR/kg in etwa 186–169 EUR/t. Dies markiert auf FOB-Basis einen leichten Rückgang im Wochenvergleich bei stabilen CPT-Werten. Spot-Futtergerste ab Hof Drentwede in Deutschland wird nahe 0,188 EUR/kg (≈188 EUR/t) indiziert und liegt damit geringfügig über den Niveaus vom Ende Juni.

Externe Referenzwerte bestätigen die Wettbewerbsfähigkeit der Ukraine: durchschnittliche inländische Gerstenpreise werden Anfang Juli bei rund 0,13–0,14 EUR/kg angegeben, im Jahresvergleich niedriger und geprägt vom Erntedruck. In Deutschland berichten Beratungseinrichtungen zu Beginn der laufenden Woche von überwiegend stabilen bis leicht weicheren Getreidepreisen, wobei Gerste weiterhin mit Abschlag zu Brotweizen gehandelt wird, jedoch von einer soliden Futter­nachfrage gestützt bleibt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

In der Ukraine sind die Ernte der neuen Gerste und eine solide Exportnachfrage die Haupttreiber für den jüngsten Preisrückgang. Marktbeobachter verweisen auf stabile Nachfrage traditioneller Käufer und wettbewerbsfähige Frachtraten im Schwarzen Meer, die helfen, das Angebot aufzunehmen, ohne jedoch den leichten Erntedruck komplett zu neutralisieren. Die Inlandsnachfrage konzentriert sich weiterhin auf Futterzwecke, während von anhaltend robusten Exportströmen ausgegangen wird, solange die Logistikkorridore über Odessa normal funktionieren.

In Deutschland hat die Getreideernte in mehreren Regionen gerade begonnen. Landwirte heben hohe Produktionskosten und Sorgen über Hitzeepisoden hervor, die auch Getreide einschließlich Gerste beeinträchtigen könnten. Die frühen Ertragserwartungen sind in den westlichen Regionen überwiegend gut, doch herrscht Unsicherheit hinsichtlich der Qualität, insbesondere dort, wo Juni-Hitze und lokale Trockenphasen stärker ausgeprägt waren. Diese Kombination aus ausreichendem Angebot und zurückhaltenden Hofverkäufen trägt dazu bei, die Futtergerstenangebote im Vergleich zur Ukraine relativ fest zu halten.

Wetter & Ernteausblick (DE, UA)

Für Odessa zeigen Kurzfristprognosen für den 4.–6. Juli 2026 warme Temperaturen um die mittleren 20er °C mit überwiegend trockenem Wetter oder nur vereinzelten leichten Schauern. Solche Bedingungen sind im Großen und Ganzen günstig für den laufenden Gerstendrusch und die Exportlogistik und begünstigen stabile bis leicht nachgebende Inlandspreise und Hafennotierungen, sobald mehr Volumen verfügbar wird.

In Norddeutschland (Niedersachsen), einschließlich des Raums Drentwede, wird im gleichen Zeitraum wechselhaftes, aber jahreszeitlich normales Wetter mit moderaten Temperaturen und zeitweiligen Schauern erwartet – ohne anhaltende Hitze oder starke Niederschläge. Dies sollte eine Fortsetzung der Erntearbeiten mit nur kurzen Unterbrechungen ermöglichen. Gleichwohl bleibt der deutsche Agrarsektor insgesamt wachsam, dass mögliche weitere Hitze­wellen später im Juli die Erträge begrenzen und damit das Abwärtspotenzial der Gerstenpreise einschränken könnten.

Fundamentaldaten & Handelsströme

Aktuelle Markteinschätzungen aus der Ukraine betonen eine stabile weltweite Nachfrage nach Gerste aus dem Schwarzen Meer, insbesondere aus dem Nahen Osten und aus Asien, auch wenn die Preise mit dem Eintreffen der neuen Ernte nachgeben. Die geografische Nähe der Ukraine zu wichtigen Absatzmärkten und ihr wettbewerbsfähiges Preisniveau verschaffen ihr eine gute Ausgangsposition, bestehende Exportanteile zu verteidigen und bei wetterbedingten Ausfällen konkurrierender Ursprünge möglicherweise sogar auszubauen. Die inländischen Gerstenpreise liegen weiterhin unter dem Vorjahresniveau und unterstreichen die Bedeutung der Exporte für das Marktgleichgewicht.

Innerhalb der EU liegen die kumulierten Gerstenexporte im Vermarktungsjahr 2025/26 über dem Niveau der Vorsaison. Offizielle Daten weisen bis Ende Juni höhere Ausfuhrmengen aus, was die starke externe Nachfrage und das reichliche Angebot widerspiegelt. Für Deutschland bedeutet dies anhaltende Konkurrenz durch günstigere Schwarzes-Meer-Herkünfte in Futterrationen, aber auch bessere Absatzchancen für Brau- und Qualitätsgerste, solange die Prämien gegenüber Futterware attraktiv bleiben.

Handelsausblick & 3‑Tage-Preisbild

  • Ukrainische Verkäufer (UA): Erwägen Sie aktive Verkäufe der laufenden Ernte in den Export, solange Wetter und Logistik günstig sind; FOB/CPT-Niveaus bleiben wettbewerbsfähig, könnten jedoch weiter nachgeben, falls die Exportnachfrage nachlässt.
  • EU-/deutsche Futterkäufer (DE): Nutzen Sie den Preisabschlag ukrainischer Gerste gegenüber deutscher Ab-Hof-Ware zur Diversifizierung der Herkunft, wo Logistik und Risikobereitschaft dies zulassen; in Deutschland sollte vor größeren Zusatzdeckungen zunächst weiterer Erntefortschritt abgewartet werden.
  • Risikomanagement: Beobachten Sie die Wetterentwicklung im Juli in beiden Regionen sowie mögliche Störungen der Schifffahrt im Schwarzen Meer, da beide Faktoren das kurzfristige Angebot rasch verknappen und die Preise von den aktuellen Tiefs anheben könnten.

3‑Tage-Richtungsausblick (4.–6. Juli 2026)

  • Ukraine – Odessa FOB/CPT: Tendenz leicht schwächer bis seitwärts in EUR/t; gutes Erntewetter und stabile Exportnachfrage üben moderaten Abwärtsdruck aus.
  • Deutschland – Norden EXW (Drentwede): Seitwärts bis leicht fester; der Fortschritt der Frühernte und Kostensorgen begrenzen das Abwärtspotenzial, sofern die breiteren Getreidemärkte nicht deutlich schwächer tendieren.
BASIC
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