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Großer Kardamom tendiert seitwärts, da reichliches Angebot auf zurückhaltende Nachfrage trifft

Großer Kardamom tendiert seitwärts, da reichliches Angebot auf zurückhaltende Nachfrage trifft

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Preise für großen Kardamom in Delhi bleiben in einer Handelsspanne, gestützt durch komfortables Angebot, schwache Einzelhandels- und Exportnachfrage sowie begrenzte Vor-Monsun-Eindeckungen. Kurzfristiger Ausblick bleibt schwach bis seitwärts.

Großer Kardamom handelt Anfang Juni 2026 in einer engen, leicht weichen Spanne, wobei die Großhandelspreise in Delhi unter Druck durch ausreichendes Angebot und schwache Nachfrage stehen. Ausreichende Ankünfte, verhaltene Exportkäufe aus den Golfmärkten und begrenzte Vor-Monsun-Eindeckungen halten den Markt zugunsten der Käufer geneigt, ohne dass es bislang einen klaren Auslöser für eine kräftige Preiserholung gibt. Der breitere Gewürzkomplex zeigt sich ähnlich verhalten, und großer Kardamom folgt diesem schwachen, aber insgesamt stabilen Muster. Inländische Käufer decken nur den kurzfristigen Bedarf, Exporteure bleiben auf dem aktuellen Niveau zögerlich, und Händler vermeiden umfangreiche Lageraufbauten, solange Wetterrisiken in den Anbauregionen weiterhin als beherrschbar gelten. International zeigen die Auktionen für kleinen grünen Kardamom in Kerala feste, aber leicht nachgebende Preise um ₹2.730–2.930/kg, was darauf hindeutet, dass die Hauptschwäche bei großem Kardamom und in der Exportstimmung liegt und nicht in einem branchenweiten Einbruch. Insgesamt zeichnet sich kurzfristig ein seitwärts tendierender Markt mit leichtem Abwärtsbias ab, sofern sich die Nachfrage nicht verbessert oder Wetterrisiken auftreten.

Prices

Auf dem Großhandelsmarkt in Delhi wird großer Kardamom um ₹2.000 pro kg (≈ EUR 22–23/kg) notiert, was eine schleppende Stimmung und eine enge Handelsspanne widerspiegelt, ohne ausgeprägte Verkaufs- oder Kaufbereitschaft. Dies steht im Einklang mit einem insgesamt weichen Segment für großen Kardamom, obwohl die Auktionen für kleinen Kardamom in Kerala derzeit im Schnitt etwa ₹2.736–2.928 pro kg (≈ EUR 30–33/kg) erzielen, leicht unter den jüngsten Höchstständen, aber weiterhin relativ fest.                      ​  

Preisindikation auf Exportbasis für indischen grünen Kardamom FOB New Delhi ist seit Ende Mai weitgehend stabil, wobei die wichtigsten Ganzkornqualitäten in den letzten drei Wochen überwiegend unverändert blieben. Richtwerte vom 20. Juni 2026 lagen bei rund EUR 11,6/kg FCA für 6,5–6,8 mm und EUR 22,5–23,8/kg FOB für 8 mm ganzen Kardamom, mit nur marginalen Bewegungen gegenüber der Vorwoche und unterstreichen damit den rangengebundenen Charakter des Marktes.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Das Angebot an großem Kardamom nach Delhi wird als ausreichend beschrieben; die aktuellen Ankünfte und verfügbaren Lagerbestände decken die laufende Nachfrage komfortabel ab. Diese ausgeglichene physische Situation reduziert die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen, starken Preissprungs und ermöglicht es Käufern, selbstbewusster zu verhandeln, verhindert aber zugleich einen starken Preisverfall, da es keinen Notverkaufsdruck gibt.

Auf der Nachfrageseite bleiben sowohl der Einzelhandel als auch die Exportkäufe verhalten. Inländische Verbraucher kaufen nur für den unmittelbaren Bedarf und meiden Vorwärtsdeckungen, und Exporteure zeigen auf dem derzeitigen Preisniveau – insbesondere für Lieferungen in die wichtigen Golfmärkte – kein ausgeprägtes Interesse. Regional konnte Nepal in dieser Saison dennoch hohe Exporterlöse mit großem Kardamom erzielen; diese wurden jedoch eher durch stabile als durch steigende Preise um NPR 2.500/kg und durch anhaltende Nachfrage aus Südasien und dem Nahen Osten gestützt. Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Schwäche in Indien eng mit der Stimmung und lokalen Pipeline-Beständen zusammenhängt und nicht mit einem Einbruch des globalen Interesses.

Händler berichten von sehr begrenzten Vorratsaufbauten vor dem Monsun, was darauf hindeutet, dass die Marktteilnehmer kurzfristig keinen akuten Angebotsengpass erwarten. Einige Spot- und Online-Angebote von Erzeugern aus Südindien bestätigen, dass physische Ware verfügbar ist, wenn auch nicht aggressiv vermarktet wird, was die Wahrnehmung eines gut, aber nicht überversorgten Marktes verstärkt.

Weather & Crop Outlook

Für die Regionen mit großem Kardamom, die Delhi beliefern, werden derzeit keine wesentlichen witterungsbedingten Ernteprobleme eingepreist. Der laufende Monsun ist für Blüte und Fruchtansatz im Juni–Juli entscheidend, doch aktuell geht der Markt von einem weitgehend normalen Verlauf aus und preist keinen nennenswerten Wetteraufschlag ein.

Dagegen sind kleine Kardamomproduzenten in Idukki, Kerala, mit einem schwachen Südwestmonsun, verzögerten Regenfällen und Hitzestress konfrontiert, was die Sorge um geringere Erträge und Pflanzenkrankheiten verstärkt. Trotz dieser Produktionssorgen sind die Auktionspreise von Höchstständen nahe ₹2.700/kg zuletzt zurückgekommen, da Händler zuvor aufgebaute Lagerbestände nach und nach freigeben, um die Auktionen ausreichend zu versorgen.

Sollten sich die Monsunregen im Juni–Juli verzögern oder ungleichmäßig über die Anbaugebiete für großen Kardamom verteilen, könnte dies die Stimmung rasch drehen, da mittelfristige Versorgungsrisiken für die nächste Ernte zunehmen würden. Derzeit bleibt dieses Risiko jedoch spekulativ, und die Marktteilnehmer beobachten Wettermodelle aufmerksam, anstatt den Markt vorauseilend nach oben zu bieten.

Fundamentals & Drivers

  • Komfortable Lagerbestände: Ausreichende Ankünfte und verfügbare Bestände in Delhi halten den Markt gut versorgt und begrenzen das Aufwärtspotenzial, trotz Produktionssorgen in anderen Segmenten des Gewürzkomplexes.
  • Schwache Nachfrage über alle Kanäle: Einzelhändler kaufen nur auf Sicht, und Exporteure zeigen ein gedämpftes Interesse, insbesondere Richtung Golfdestinationen, sodass etwaige Rallyes frühzeitig gedeckelt werden.
  • Signale aus anderen Märkten: Feste, aber leicht korrigierende Preise für kleinen Kardamom in Kerala und solide nepalesische Exporterlöse deuten auf eine robuste globale Grundnachfrage hin, jedoch ohne ausreichende Dynamik, um großen Kardamom in Indien derzeit mit nach oben zu ziehen.
  • Makro & Logistik: Die Schifffahrtsrouten in die Golfregion sind funktionsfähig, doch Frachtkosten und geopolitische Unsicherheiten veranlassen Käufer zu Vorsicht und verstärken die Präferenz für kurzfristige Eindeckungen.

Trading Outlook (next 2–4 weeks)

  • Bias: Seitwärts bis leicht schwach für großen Kardamom; der Markt dürfte um die aktuellen Niveaus in Delhi rangengebunden bleiben, solange das Angebot komfortabel und die Exportnachfrage verhalten bleibt.
  • Für Käufer: Bevorzugt wird ein schrittweiser Positionsaufbau bei Rücksetzern, mit Fokus auf höhere Qualitäten und flexiblen Lieferbedingungen. Zu aggressives Abwarten deutlich niedrigerer Preise sollte vermieden werden, da Wetterereignisse oder Exportausschreibungen den Markt später im Monsun verknappen könnten.
  • Für Verkäufer: Disziplinierte Angebotspreise beibehalten und umfangreiche Bestandsräumungen zu den aktuellen Abschlägen vermeiden. Staffelverkäufe anbieten, die an einen Anstieg der Anfragen aus der Golfregion oder Anzeichen von Wetterstress in den Anbauregionen gekoppelt sind.
  • Für Händler/Lagerhalter: Bestände moderat halten, mit Priorität auf Liquidität und Qualität. Kurzfristige, spekulative Long-Positionen erscheinen verfrüht, solange es kein klareres Signal für eine stärkere Exportnachfrage oder bestätigte Ernteprobleme gibt.

3‑day price indication (directional)

  • Delhi, großer Kardamom (physisch): In EUR gerechnet voraussichtlich weitgehend stabil mit leichtem Abwärtsbias innerhalb der aktuellen engen Spanne, sofern es keinen plötzlichen Umschwung bei den Exportkäufen gibt.
  • Kerala-Auktionen, kleiner Kardamom: Die Preise dürften um die aktuellen Durchschnittswerte (rund EUR 30–33/kg) schwanken, mit inner­tägiger Volatilität, aber ohne klaren Trendwechsel in den nächsten Sitzungen.
  • Exportangebote, FOB New Delhi (grün, ganz): Die in EUR notierten Preise dürften weitgehend stabil bleiben und die Stabilität der INR sowie die gedämpfte internationale Nachfrage widerspiegeln.
BASIC
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