Hafer-Futures steigen leicht an der CBOT mit einer moderat nach oben geneigten Forward-Kurve, während die physischen Futterhaferpreise im Schwarzmeerbereich in EUR weitgehend stabil sind, was auf ein ruhiges, aber leicht unterstützendes Marktumfeld hindeutet.
Die Haferpreise zeigen eine vorsichtige Erholung auf der Futures-Seite, wobei nah liegende und neue Ernteverträge kleine tägliche Gewinne verzeichnen und eine immer noch relativ flache Struktur bis 2027–2028 aufweisen. Physische Exportangebote für ukrainische Futterhafer in Odesa in EUR haben sich in den letzten Wochen weitgehend nicht verändert, was auf eine komfortable lokale Verfügbarkeit und eine stabile Nachfrage von Futterverbrauchern hinweist. Bei dünner Liquidität auf der Futures-Seite und Wetterrisiken für die neue Nordhalbkugelernte, die nur allmählich in den Marktfokus eintreten, bleibt die kurzfristige Volatilität vorerst begrenzt.
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📈 Preise & Futures-Struktur
Der Hafer-Kontrakt von CBOT für Mai 2026 wurde zuletzt bei etwa 341,25 USc/bu gehandelt, was einem Anstieg von 0,59 % im Tagesvergleich entspricht, während der Juli 2026 bei 343,25 USc/bu (+0,66 %) notiert. Weiter in der Zukunft liegen die Preise für September und Dezember 2026 bei etwa 348,25–348,75 USc/bu, und März–Mai 2027 handelt nahe 352–358 USc/bu, was auf eine leicht nach oben geneigte Forward-Kurve hinweist.
Für 2027–2028 setzen die gelisteten Haferkontrakte diesen milden Carry fort, überwiegend zwischen den mittleren 340er und den hohen 350er USc/bu gruppiert, was angemessene Angebotsprognosen und begrenzte Angst vor Engpässen widerspiegelt. Das gesamte Volumen und das offene Interesse bleiben niedrig und unterstreichen einen relativ illiquiden Markt, in dem kleine Aufträge die Preise bewegen können, es jedoch derzeit keine starke richtungsweisende Überzeugung gibt.
🌍 Physischer Markt & Basis (EUR)
In der Schwarzmeer-Region haben sich die indikative FCA Odesa Preise für konventionelle Futterhafer (98 % Reinheit, nicht biologisch) aus der Ukraine im März 2026 stabil um EUR 0,24/kg gehalten. In den letzten vier Wochen haben sich die Angebote nur marginal von etwa EUR 0,23/kg auf 0,24/kg bewegt, was einen seitwärts gerichteten Trend in den lokalen physischen Werten trotz des moderaten Anstiegs der Futures bestätigt.
Diese Stabilität deutet darauf hin, dass das regionale Angebot derzeit ausreicht, um die Futternachfrage zu decken, und dass Logistik- und Exportkanäle gut genug funktionieren, um keinen Mangelaufschlag zu erzeugen. Die relativ flache Basis im Vergleich zu den US-Futures deutet ebenfalls darauf hin, dass internationale Käufer derzeit nicht aggressiv auf die Schwarzmeer-Ursprünge bieten, was den Wettbewerb zwischen den Ursprüngen für den Moment moderat hält.
| Markt | Produkt/Vertrag | Letzter Preis (EUR) | Trend (4 Wochen) |
|---|---|---|---|
| CBOT | Hafer-Futures Mai 2026* | ≈ 1,25 EUR/bu | Leicht fester |
| Ukraine, Odesa | Futterhafer, FCA | 0,24 EUR/kg | Seitwärts bis leicht höher |
*Futures-Preis ungefähr von USc/bu nach EUR/bu zur Orientierung umgerechnet.
📊 Fundamentaldaten & Treiber
Fundamental deutet die sanft steigende Futures-Kurve auf Erwartungen an ein weitgehend ausgewogenes Angebot und Nachfrage in den nächsten beiden Vermarktungsjahren hin, ohne ausgeprägte Engpass-Signale, aber auch ohne klare Überhanganzeichen. Die kleinen täglichen Preiserhöhungen über alle gelisteten Kontrakte deuten auf eine gewisse frische Kaufinteresse hin, wahrscheinlich von gewerblichen Hedgern oder Short-Covering, anstatt von starken spekulativen Zuflüssen.
Im Schwarzmeerraum zeigen die festen, aber stabilen in EUR denominierten Preise für ukrainische Futterhafer, dass die lokalen Bestände und exportierbaren Überschüsse ausreichend sind. Die Nachfrage aus dem Futtersektor scheint stabil, ohne Anzeichen für scharfe Rationierung oder Substitutionsdruck. Da Hafer ein geringfügiges Getreide im Vergleich zu Weizen und Mais ist, bleiben Kreuzwaren-Einflüsse vorhanden, aber sekundär; derzeit wird die Preisgestaltung für Hafer hauptsächlich durch die eigene relativ ruhige Bilanz geprägt.
🌦️ Wetter & Ausblick auf die neue Ernte
Während die Nordhalbkugel von spätem Winter in den Frühling übergeht, wird das Wetter in wichtigen Haferregionen (Nordamerika, Nord- und Osteuropa) wichtiger für die Ertragserwartungen, aber dies hat sich bisher nicht in bedeutenden Preisrisikoprämien niedergeschlagen. Die aktuellen Forward-Preise bis 2027–2028 zeigen keine starke Besorgnis über die zukünftige Produktion, was darauf hindeutet, dass Märkte zumindest normale Bedingungen annehmen.
Dennoch könnte jeder nachhaltige Trockenheit oder übermäßige Feuchtigkeit während der Aussaat und frühen Entwicklung in den kommenden Wochen schnell die Stimmung in diesem dünn gehandelten Markt ändern. Angesichts der niedrigen Liquidität in den Futures können unerwartete wetterbedingte Nachrichten übergroße Preisschwankungen verursachen, auch wenn das zugrunde liegende physische Gleichgewicht komfortabel bleibt.
📆 Handelsausblick & Strategie
- Futterkäufer / Verbraucher: Nutzen Sie die aktuelle Kombination aus stabilen physischen Preisen im Schwarzmeerbereich und nur leicht höheren Futures, um einen Teil des Bedarfs für Q2–Q3 2026 abzusichern, während Sie etwas Flexibilität für mögliche wetterbedingte Rückgänge behalten.
- Produzenten / Verkäufer: Der leichte Carry bis 2027 bietet einen begrenzten, aber sichtbaren Anreiz, zukünftige Volumina bei Preisstärke abzusichern, insbesondere wenn die lokalen Margen auf aktuelle EUR-Niveaus akzeptabel sind.
- Händler: Überwachen Sie die Basisbewegungen zwischen CBOT-Futures und ukrainischen FOB/FCA-Angeboten; jede Verbreiterung des Spreads aufgrund regionaler Wetter- oder Logistikprobleme könnte kurzfristige Arbitragemöglichkeiten in diesem ansonsten ruhigen Markt schaffen.
📉 Kurzfristige Preisindikation (3-Tage-Ausblick)
- CBOT Hafer-Futures: Leicht fester bis seitwärts in den nächsten drei Handelstagen, sofern keine größeren Wetter- oder Makroschocks auftreten.
- Schwarzmeer (Ukraine, FCA Odesa): Angebote für Futterhafer dürften um EUR 0,24/kg bleiben, mit nur geringen Verhandlungsspielräumen zu erwarten.
- EUR-Perspektive: Wechselkursbewegungen gegenüber USD könnten geringe Schwankungen in den EUR-äquivalenten Futures-Werten verursachen, aber die zugrunde liegende Richtung der Haferpreise wird voraussichtlich im sehr kurzfristigen Bereich weitgehend stabil bleiben.



