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Indische Cashewpreise bleiben stabil, da der Monsun in den wichtigen Gürtel zurückkehrt

Indische Cashewpreise bleiben stabil, da der Monsun in den wichtigen Gürtel zurückkehrt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für indische Cashewkerne sind stabil bis leicht fester, da der Monsun in Kerala und Karnataka wieder einsetzt, während Vietnams starke Exporte weiteres Aufwärtspotenzial begrenzen.

Die Preise für indische Cashewkerne sind weitgehend stabil mit leicht fester Tendenz, da die lokalen Rohwareneingänge nachlassen und der Monsun über den wichtigsten Anbaustaaten endlich wieder aktiver wird. Starker Exportwettbewerb aus Vietnam und weiterhin fragile Nachfrage in einigen westlichen Märkten begrenzen das Aufwärtspotenzial und halten die aktuellen Bewegungen in einer engen Spanne. Indische Käufer beobachten kurzfristig das Wetter genauer als die internationale Nachfrageseite. Nach einem früh einsetzenden, aber dann stockenden Monsun und einem deutlichen landesweiten Niederschlagsdefizit Anfang Juni gelten nun Starkregenwarnungen für Kerala, die Küste von Karnataka sowie den Konkan–Goa‑Abschnitt in den kommenden Tagen, was die Bodenfeuchte verbessert, aber auch das kurzfristige Logistikrisiko für die Rohcashewbewegung erhöht. Gleichzeitig verhindern Vietnams jüngste Rekordexportmengen und feste Exportpreise eine scharfe Rallye bei indischen Kernen, was zu einem ausgewogenen, leicht unterstützenden Preisausblick statt einer Ausbruchsbewegung führt.

Preise

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Preise für indische Kerne in Neu-Delhi sind im Vergleich zum 20. Juni unverändert bis leicht höher, wobei die Hauptqualitäten in EUR‑Werten um etwa 0,3–0,7 % zulegen. Dies folgt auf einen festeren Trend Anfang Juni, aber das Tempo der Anstiege hat sich deutlich verlangsamt, was auf eine kurzfristige Konsolidierungsphase hindeutet. Die Großhandelspreise für Rohcashew in indischen Mandis sind ebenfalls weitgehend stabil auf Niveaus von Mitte Juni, wobei die neuesten landesweiten Mandi‑Daten nur eine geringe tägliche Volatilität und keinen erneuten Sprung der Rohwarenpreise anzeigen. 

Angebots- & Nachfragefaktoren

Indien: Wetter und Verfügbarkeit von Rohware

Indien startete in den Juni mit einem schwachen Südwestmonsun und einem landesweiten Niederschlagsdefizit von rund einem Drittel unter Normal, was Sorgen für Kharif‑Kulturen und die allgemeine Agrar-Stimmung auslöste.  Aktualisierte IMD‑Berichte zeigen jedoch, dass der Monsun wieder aktiv wird, mit Starkregenwarnungen für die Küste von Karnataka, Kerala, Konkan und Goa bis zum 23. Juni.  Für Cashew unterstützen diese Regenfälle Bodenfeuchte und Vegetationsbedingungen im Hauptgürtel (Kerala, Küste von Karnataka, Goa, Maharashtra), können aber den Transport und das Trocknen der Rohware vorübergehend verlangsamen. Kurzfristig verengt dies tendenziell die sofortige Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Rohware und stützt die Kernel‑Angebote, was mit der leichten Aufwärtstendenz der FCA‑Werte in Neu-Delhi übereinstimmt.

Vietnam: Wettbewerbsfähige Exporte

Vietnam bleibt ein aggressiver Exporteur: Jüngste Daten zeigen, dass die Ausfuhren von Cashewkernen im Mai 2026 das höchste monatliche Volumen des Jahres erreicht haben, mit einem neuen Jahreshoch beim Exportumsatz und weiter leicht steigenden durchschnittlichen Exportpreisen.  Bereits früher im Jahr deuteten Zolldaten auf einen starken monatlichen Anstieg der Ausfuhren im März hin.  Diese starke vietnamesische Präsenz sorgt dafür, dass globale Käufer gut versorgt bleiben, und wirkt als Deckel darauf, wie weit die indischen Kernelpreise kurzfristig steigen können, insbesondere für Standardqualitäten wie W320 und W240.

Fundamentaldaten & Wetterausblick (Indien)

  • Monsunmuster: Nach einer stockenden Phase und einem Niederschlagsdefizit von ca. 35–38 % Anfang Juni deuten Prognosen nun auf aktive bis lebhafte Monsunbedingungen an der Westküste und in angrenzenden Regionen in der kommenden Woche hin. 
  • Kurzfristiges Risiko: Starke Regenfälle verbessern die Wasserverfügbarkeit, können jedoch landwirtschaftliche Arbeitskräfte, Sonnentrocknung und Straßenlogistik in den Küstenbezirken mit Cashew-Anbau stören und die Versorgungsketten für Kerne vorübergehend verengen.
  • Makro‑Lebensmittelinflationsaspekt: Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein anhaltendes Niederschlagsdefizit die Lebensmittelpreise in Indien insgesamt stärker unter Druck setzen könnte.  Für Cashew ist die unmittelbare Auswirkung derzeit stärker auf Logistik und Qualität gerichtet als auf die Produktion 2026.
Insgesamt wirken die Fundamentaldaten ausgewogen: Indien sieht sich mit hohen Produktionskosten und starker Inlandsnachfrage konfrontiert, während Vietnam reichliche Exportverfügbarkeit bietet. Diese Kombination stützt die aktuellen indischen Preise, begrenzt jedoch deutliche Aufwärtsbewegungen, sofern der Monsun nicht erneut enttäuscht oder Logistikstörungen stärker ausfallen als derzeit erwartet.

3–5‑Tage‑Markt- & Handelsausblick

Handelsempfehlungen

  • Indische Käufer (Röster, Abpacker): Erwägen Sie, den kurzfristigen Bedarf zu aktuellen FCA/FOB‑Niveaus zu decken, statt auf niedrigere Preise zu warten, da aktive Monsunbedingungen und eine stabile Inlandsnachfrage in der nächsten Woche für eine leicht feste Tendenz sprechen.
  • Exporteure in Indien: Nutzen Sie die derzeit seitwärts bis feste Stimmung, um nach Möglichkeit Vorwärtsverkäufe bei Premiumqualitäten (W240/W320) abzusichern, vermeiden Sie jedoch Überengagement, bis mehr Klarheit über die Logistik im Küstengürtel besteht.
  • Internationale Käufer: Da Vietnam reichlich Angebot bereitstellt und Indien nur leicht fester ist, sollte eine gestaffelte Einkaufsstrategie beibehalten werden. Nutzen Sie etwaige kurzfristige, wetterbedingte Ausschläge bei indischen Angeboten als Signal, bei Standardqualitäten stärker auf vietnamesische Herkunft zu setzen.

3‑Tage‑Richtungstendenz der Preise (EUR, Fokus Indien)

  • Indien, Neu-Delhi FCA‑Kerne (alle Hauptqualitäten): Tendenz: seitwärts bis leicht fester in den nächsten 3 Tagen, was das Logistikrisiko durch den aktiven Monsun, aber auch den starken internationalen Wettbewerb widerspiegelt.
  • Indien FOB‑Kerne (Exportangebote): Tendenz: überwiegend stabil in EUR, wobei jedes Aufwärtspotenzial wahrscheinlich durch Vietnams weiterhin feste, aber wettbewerbsfähige Exportpreise begrenzt bleibt.
  • Vietnam FOB‑Kerne: Tendenz: stabil; die jüngsten hohen Exportmengen deuten darauf hin, dass Verkäufer komfortabel aufgestellt sind, was den weltweiten Preisauftrieb begrenzt. 
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