Indische Erdnusspreise bleiben stabil, während der Monsun naht und Exporte wettbewerbsfähig bleiben
Kompaktes Update zu Erdnusspreisen im Mai 2026: stabile Bold- und Java-Märkte in Indien, Exportwettbewerbsfähigkeit gegenüber Brasilien, Monsun-Prognose und Preisrichtung für 3 Tage.
Preise & Spreads
Alle untenstehenden Preise sind ungefähre Angaben und in EUR/kg ausgedrückt, umgerechnet aus den aktuellen INR Mandi- und Angebotsangaben sowie den aktuellen Wechselkursen.
Kürzliche indische FOB-Anzeichen bestätigen den anhaltenden Rabatt Indiens gegenüber Brasilien bei Lebensmittelqualitäten, wobei Bold 40–50 in Gondal etwa EUR 1.05/kg und Java 50–60 in Neu-Delhi nahe EUR 1.27/kg Anfang Mai liegen, leicht unter den Anfang des Monats gesehenen Niveaus. Dieser Unterschied untermauert die stabile Exportnachfrage in die EU und andere Märkte, insbesondere da Indien die Prüfungsinfrastruktur für Erdnusslieferungen stärkt.
Angebot, Nachfrage & Wetter
Die Großhandelspreise für Erdnüsse in Gondal, Bezirk Rajkot, liegen am 21. Mai bei etwa ₹7,205/quintal (≈EUR 0.79/kg), mit einem Bereich zwischen ₹5,880 und ₹8,655, was auf ein ausgewogenes lokales Angebot mit einigen qualitätsbedingten Prämien hinweist. Lagerhalter stehen nicht unter Druck, ihre Bestände abzubauen, aber aggressives Horten ist ebenfalls nicht vorhanden, sodass die Spotmärkte geordnet bleiben.
Auf der Nachfrageseite sind die globalen Gemüseproteinmärkte gut versorgt, verstärkt durch robuste Sojamehl-Exporte aus Brasilien im Mai, die das Aufwärtspotential für konkurrierende Proteinpflanzen wie Erdnüsse begrenzen. Dennoch profitiert Indiens Erdnusskomplex von der Nachfrage nach Lebensmittelqualitäten und Süßwaren, die weniger direkt von Preisschwankungen bei Sojamehl betroffen sind, insbesondere in Europa, das der größte Importeur von essbaren Kernen bleibt.
Das Wetter entwickelt sich zu einem entscheidenden Treiber für die Zukunft. Die aktuelle Prognose des IMD bestätigt, dass der südwestliche Monsun auf dem richtigen Weg ist, mit einem erwarteten Beginn über Kerala um den 26. Mai 2026 und einer kumulierten saisonalen Niederschlagsprognose nahe dem Normalwert. Für Gujarat und andere westliche Ölsaatengürtel würde ein pünktlicher und normaler Monsun die Anbauflächen für Kharif-Erdnüsse 2026/27 unterstützen, aber dieser Einfluss wird später sichtbar; die kurzfristige Preisrichtung bleibt durch alte -Ernteflüsse und Exportnachfrage geprägt.
Markttreiber & Risiken
- Exportwettbewerbsfähigkeit: Indische Bold-Qualitäten bleiben im Vergleich zu brasilianischen Roh-Erdnüssen auf FOB-Basis rabattiert, was Indiens Vorteil in preissensiblen Zielmärkten bewahrt und gleichzeitig die strenger werdenden EU-Qualitätsprotokolle erfüllt.
- Ölsaaten-Komplex Hintergrund: Rekord- oder nahezu Rekordlieferungen von Sojabohnen und Sojamehl aus Südamerika halten die globalen Proteinmärkte stabil, was scharfe Erdnussanstiege ohne Wetterüberraschungen dämpft.
- Unsicherheitsband des Monsuns: Während IMD einen weitgehend normalen Monsun projiziert, bleibt die Verteilung innerhalb der traditionell unberechenbaren Region Saurashtra in Gujarat ein wichtiger Punkt für die Beobachtung für Erdnüsse; ein frühzeitiger Defizit könnte die Erwartungen an das zukünftige Angebot schnell verschärfen.
Kurzfristige Prognose (3 Tage, Indien-Fokus)
In den nächsten drei Tagen (23.–25. Mai 2026) wird in Indien mit einer insgesamt stabilen Preisentwicklung gerechnet, mit einem leicht festen Trend bei hochwertigen Chargen, während die Nachrichten über den Monsun einige Vorpflanzungen fördern. Es sind keine größeren Wetterstörungen für die wichtigsten Erdnuss-Hubs vor dem voraussichtlichen Eintreffen des Monsuns über Kerala um den 26. Mai prognostiziert.
- Gondal (Gujarat, Bold 40–50 FCA): Seitwärts bis +0.5% in EUR, orientiert an stabilen Mandi-Angeboten und begrenztem Verkaufsdruck von Bauern.
- Neu-Delhi (Bold 50–60, 60–70 FCA): Largely flat; enge Spreads zwischen den Größen sollten bestehen bleiben, während Händler Inlandsmühlen und Kernexporteure ausbalancieren.
- Neu-Delhi (Java-Qualitäten FCA): Stabil mit leichtem Aufwärtstrend; qualitätsbewusste Exportanfragen unterstützen bestehende Prämien gegenüber Bold.
Handelsempfehlungen
- Importeure (EU, Naher Osten): Nutzen Sie die aktuelle Stabilität, um den Bedarf bis Q3 2026 an indischen Bold- und Java-Qualitäten zu verlängern, wobei Lieferanten mit nachgewiesener Einhaltung der strengeren EU-Rückstandsnormen und Aflatoxin-Standards priorisiert werden sollten.
- Indische Exporteure: Halten Sie Disziplin bei den Angeboten; da Brasilien eine sichtbare Prämie hat und der globale Proteinmarkt gut versorgt ist, konzentrieren Sie sich auf qualitative Unterschiede anstatt auf Preissenkungen, um langfristige Verträge abzusichern.
- Inlands-Mühlen und Lagerhalter: Vermeiden Sie schwere kurzfristige Positionen bis die Verteilung des Monsuns über Gujarat klarer wird; ein verzögerter oder ungleichmäßiger Start könnte die Stimmung schnell zugunsten höherer Kernpreise verschieben.