Indische Kichererbsen behaupten sich, während der Kabuli-Markt dem knappen Chana-Angebot folgt
Knappes Preisupdate für Kichererbsen in Indien im August 2026: Kabuli-Notierungen in Neu-Delhi stabil, Chana-Angebot knapp und 3‑Tage-EUR-Ausblick für FCA/FOB.
Preise
Export- und Lagerhausangebote in Indien liegen weiterhin nahe der nationalen Mandi-Benchmark für Kabuli-Chana, die bei etwa ₹6.699/qtl (≈€0,73/kg) mit minimalen Veränderungen im Monatsvergleich notiert. Breiter gefasste Chana-Preise um ₹6.200/qtl (≈€0,67/kg) bestätigen, dass Hülsenfrüchte weiterhin unterstützt sind, sich aber nicht mehr in einem ausgeprägten Aufwärtstrend befinden.
Aktuelle Handelskommentare aus Neu-Delhi berichten von fester Nachfrage nach hochwertigem Chana und begrenztem Interesse seitens Landwirten/Verkäufern, wobei Ware aus der Rajasthan-Linie im mittleren Bereich der ₹6.400er/qtl gehandelt wird. Diese Stärke bei Desi-Chana hilft, Kabuli-Angebote in einer relativ engen Spanne zu halten, auch wenn einige Qualitäten im Wochenvergleich leichte Abschwächungen von den vorherigen Höchstständen verzeichnen.
Hinweis: Rupien-notierte Mandi-Referenzen wurden zur Einordnung mit ≈₹90/EUR umgerechnet; alle aufgeführten Angebote sind bereits in EUR-Äquivalentwerten angegeben.
Angebot & Nachfrage
Nationale Mandi-Daten zeigen, dass Kabuli-Kichererbsen je nach Bundesstaat und Qualität in einer breiten Spanne von etwa ₹1.000–₹12.000/qtl gehandelt werden, mit einem Modalpreis von rund ₹6.699/qtl Ende August. Die Durchschnittspreise sind in den letzten 30 Tagen nur um 0,5 % gesunken, was darauf hindeutet, dass ein moderates Nachfragewachstum in etwa durch knappe Lagerbestände auf Erzeugerebene ausgeglichen wird.
Marktberichte aus Neu-Delhi betonen, dass die Anlieferungen von inländischem Chana derzeit rund 40 % unter dem Vorjahresniveau liegen, da die meisten Landwirte ihre Primärbestände bereits abgebaut haben und nur ungern verbleibende Restmengen verkaufen. Diese Knappheit, kombiniert mit höheren Transport- und Frachtkosten, hat die Desi-Chana-Preise in den letzten zwei Wochen um etwa ₹200/qtl angehoben und stützt indirekt die Kabuli-Notierungen, obwohl eine starke neue Exportnachfrage derzeit ausbleibt.
Fundamentaldaten & Wetter
Das Delhi Agricultural Marketing Board bestätigt die fortgesetzte Verfügbarkeit detaillierter Bazar- und Preisreihen für Hülsenfrüchte, doch die jüngsten Aktualisierungen belegen vor allem eine feste, aber nicht explodierende Preisstruktur auf den Großmärkten der Hauptstadt. Nationale Datensätze zu Grundnahrungsmitteln zeigen ebenfalls, dass Kichererbsen- und Gram-Preise am oberen Ende ihrer 12‑Monats-Spanne verharren, jedoch ohne plötzliche Ausbrüche Ende August.
Das Wetter in Neu-Delhi und der weiteren NCR befindet sich derzeit im Ausklang der Monsunperiode, gekennzeichnet durch warme, feuchte Bedingungen und zeitweise Schauer. Diese haben nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die Qualität gelagerter Kichererbsen, können jedoch Logistik und Mandi-Anlieferungen beeinflussen. In den letzten Tagen wurden keine gravierenden Wetterwarnungen oder Überschwemmungen gemeldet, die die kurzfristigen Versorgungswege nach Delhi wesentlich beeinträchtigen würden.
3–5-Tage-Ausblick & Handelssicht
Angesichts stabiler Mandi-Benchmarks und fester Desi-Chana-Unterstützung dürften Kabuli-Kichererbsen in Neu-Delhi im sehr kurzen Zeitraum innerhalb einer Spanne verharren. Geringe Intraday-Abschwächungen sind bei niedrigeren Qualitäten möglich, falls die Anlieferungen nach der jüngsten Preisstärke anziehen, doch die zugrunde liegende Angebotsknappheit sollte die Abwärtsbewegung begrenzen.
- Für Importeure / europäische Käufer: Die aktuelle Stabilität kann genutzt werden, um schrittweise eine kleinere Deckung für Q4 aufzubauen, insbesondere bei 10–11 mm, wo die FCA-Preise in Neu-Delhi ihre vorherige Aufwärtsbewegung pausiert haben. Zusätzliche Käufe bieten sich bei Rücksetzern von €0,02–0,03/kg gegenüber den heutigen FCA-Indikationen an.
- Für indische Exporteure: Die FOB-Prämien haben sich gegenüber FCA leicht ausgeweitet, gestützt durch das knappe inländische Chana-Angebot. Es ist ratsam, bei größeren Kalibern (12 mm) Angebotsdisziplin zu wahren und dabei jede Abschwächung der Mandi-Nachfrage nach der Festsaison im Blick zu behalten.
- Für inländische Händler: Da die nationalen Kabuli-Preise über 30 Tage nur um 0,5 % nachgegeben haben und Desi-Chana weiterhin fest ist, ist das Risiko von Short-Positionen erhöht. Bevorzugt wird eine selektive Long-Ausrichtung in qualitativ hochwertigem Kabuli auf oder unterhalb des nationalen Modalniveaus, abgesichert durch zeitnahe Verkäufe in Defizitregionen.
3-Tage-Preisindikation (Indien-fokussiert)
- Neu-Delhi FCA Kabuli-Kichererbsen (10–12 mm): seitwärts bis leicht fester; erwartete Spanne ≈€0.80–0.92/kg.
- Neu-Delhi FOB Kabuli-Kichererbsen (Exportqualitäten): stabil mit leichtem Aufwärtspotenzial; erwartete Spanne ≈€0.85–0.92/kg.
- All-India Mandi Kabuli (weiß) Modal: dürfte sich bei etwa ₹6.600–6.900/qtl (≈€0.73–0.77/kg) halten, sofern es nicht zu einem plötzlichen Anstieg der Anlieferungen kommt.