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Indische und brasilianische Erdnusspreise behaupten sich, während das Wetter überwiegend unterstützend bleibt

Indische und brasilianische Erdnusspreise behaupten sich, während das Wetter überwiegend unterstützend bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Erdnussmarkt-Update: feste indische Preise über MSP, stabile brasilianische FOB-Werte, unterstützender Ölsaatenkomplex und neutrales Kurzfristwetter in Indien und Brasilien.

Die Erdnusspreise in Indien und Brasilien zeigen sich Anfang Juli überwiegend stabil, mit leicht fester Tendenz in Indien und unveränderten Notierungen in Brasilien. Stabile Feldbedingungen und saisontypisch knappe Spotverfügbarkeiten stützen die Angebote, während der breitere Ölsaatenkomplex einen stärkeren Aufwärtsschub begrenzt. Exporteure sehen sich in den kommenden Tagen mit einem ruhigen, aber leicht unterstützten Markt konfrontiert. Spotpreise für Erdnüsse (Groundnuts) in ganz Indien liegen über dem landesweiten MSP und bestätigen damit einen moderat festen Ton im Ölsaatenkomplex sowie eine konstante Nachfrage seitens inländischer Ölmühlen und Snackhersteller. Aktuelle Mandi-Daten zeigen durchschnittliche indische Erdnusspreise bei rund €0,80–0,85/kg (Äquivalent), komfortabel über dem MSP-Niveau, wobei die saisonalen Muster typischerweise im Juli ihren Höhepunkt erreichen. Brasilien befindet sich derweil in einem warmen, überwiegend trockenen Wintermuster, das die Lagerhaltung und spätere Feldarbeiten begünstigt, ohne akuten Wetterstress in wichtigen Erdnussstaaten. In den nächsten drei Sitzungen erwarten wir bei indischen Angeboten eine seitwärts bis leicht feste Tendenz und unveränderte brasilianische Werte.

Preise

Indische Exportangebote für bold- und Java-Erdnüsse sind gegenüber Ende Juni stabil bis leicht höher, was die festen inländischen Mandi-Preise und eine robuste Nachfrage der Ölmühlen widerspiegelt. Behördliche Überwachung zeigt, dass die Einzelhandelspreise für Ölsaaten, einschließlich Erdnussöl, bis zum 9. Juli tendenziell stabil bis fest verlaufen und damit einen insgesamt unterstützten Ölsaatenkomplex bestätigen.  Auf Großhandelsebene liegen die aktuellen Daten für den gesamtindischen Durchschnittspreis von Erdnüssen bei rund ¬0,82/kg (Äquivalent), über dem für 2025‑26 festgelegten MSP, und der Mandi Bagalkot in Karnataka meldete am 9. Juli einen modalen Erdnusspreis von rund €0,83/kg. 【0search0】【0search3】【0search6】【0search7】

Die brasilianischen Exportwerte für Erdnüsse sind in der vergangenen Woche unverändert, wobei FOB-Notierungen für Roh-Erdnüsse bei ruhiger Spot-Exportnachfrage weitgehend stabil bleiben, während die Produktion strukturell stärker als in der Vorsaison ausfällt. Schätzungen der Branche (INC) deuten darauf hin, dass die brasilianische Erdnussproduktion 2025‑26 im Jahresvergleich deutlich steigt, das exportierbare Angebot ausweitet und damit das Aufwärtspotenzial der Inlandspreise trotz generell fester globaler Nussnachfrage begrenzt. 【0search14】

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Indien bleibt ein zentraler Treiber der globalen Erdnussbilanz, wobei die Weltproduktion 2025‑26 dank höherer Ernten in Indien, China, Argentinien und Brasilien voraussichtlich moderat zunimmt. Projektionen des INC zeigen ein weltweites Erdnussangebot, das gegenüber 2024‑25 um rund 3 % steigt, wobei die indische Ernte leicht zulegt und die brasilianische Produktion deutlich höher ausfällt, was das gesamte Angebot dort im Jahresvergleich um mehr als 60 % anhebt. Dieses ausgeweitete Angebot aus Südamerika wirkt als mittel- bis längerfristige Deckelung für globale Preisrallyes, selbst wenn der Verbrauch weiter wächst. 【0search14】

In Indien bleibt die Inlandsnachfrage aus der Speiseölverarbeitung und dem Snacksegment solide, wobei die Ölsaatenpreise durch den breiteren Pflanzenölkomplex gestützt werden. Die offizielle Preisüberwachung weist auf stabile bis feste Einzelhandelspreise für Erdnussöl neben anderen wichtigen Speiseölen hin, was eine ordentliche Konsumentennachfrage und zurückhaltende Verkäufe der Landwirte vor der Hauptkharif-Ernte widerspiegelt. 【0search0】【0search3】 In Brasilien stützen höhere Produktionsprognosen und komfortable Inlandsbestände, insbesondere in São Paulo und den südlichen Regionen, ein stetiges exportierbares Angebot, was mit den globalen Projektionen eines höheren brasilianischen Erdnussaufkommens übereinstimmt. 【0search14】

Wetter- & Feldbedingungen (BR, IN)

Im wichtigsten indischen Erdnussgürtel Gujarat ist es derzeit heiß, windig und überwiegend trocken, mit Höchsttemperaturen um 35–37 °C und begrenzten Niederschlägen in den kommenden drei Tagen. Die Prognosen für Gujarat deuten auf Sonnenschein und Dunst mit sehr warmen Temperaturen und vorerst wenig Regen hin – Bedingungen, die im Allgemeinen für stehende Erdnussbestände und Feldarbeiten günstig sind, sofern die Bodenfeuchte ausreichend ist. 【0forecast1】

Neu-Delhi und die umliegenden nördlichen Märkte bleiben bis zum 14. Juli ebenfalls sehr warm (Höchstwerte nahe 37–38 °C) und überwiegend sonnig, was den Transport und die Abwicklung der Anlieferungen unterstützt, aber die Feuchtedefizite in nicht bewässerten Gebieten aufrechterhält. Für den indischen Erdnussgürtel werden in diesem 3‑Tage-Fenster keine größeren störenden Wetterereignisse erwartet. 【0forecast2】 In Brasilien verzeichnen die zentralen Erdnussgebiete in Goiás ein warmes, trockenes Wintermuster mit Höchstwerten um 30–32 °C und einer gelben Warnung wegen niedriger relativer Luftfeuchtigkeit, jedoch ohne nennenswertes Niederschlags- oder Frostrisiko für Erdnüsse. 【0forecast3】【0forecast4】

Saisonale Ausblicke für Juli deuten auf überdurchschnittliche Niederschläge in Teilen Südbrasiliens hin, aber überwiegend normale Niederschläge in den wichtigen Produktionszonen im Südosten, kombiniert mit überdurchschnittlichen Temperaturen in weiten Teilen des Landes. Dies begünstigt die Bestandsentwicklung und Feldarbeiten in den wichtigsten Erdnussstaaten und unterstützt gleichzeitig gute Trocknungs- und Lagerbedingungen dort, wo die Ernte bereits fortgeschritten ist. 【0search2】【0search4】

Fundamentaldaten & Cross-Commodity-Kontext

Die Fundamentaldaten im Ölsaatensektor sind für Erdnüsse leicht unterstützend. Globale Analysen deuten auf festere Preise bei den wichtigsten Pflanzenölen im Jahr 2026 hin, da sich die Sojabohnen- und Palmölmärkte moderat verengen und damit indirekt die Nachfrage und Preisbildung für Nischenöle wie Erdnussöl stützen. 【0search17】 Indische Mandi-Daten bestätigen, dass Erdnusspreise über dem MSP gehandelt werden, was darauf hindeutet, dass Marktfundamentaldaten und nicht politische Untergrenzen den Ton vorgeben. 【0search3】【0search6】

In Indien ist auch die Saisonalität ein bullischer Faktor: Historische Reihen zeigen, dass Erdnusspreise tendenziell im Juli ihren Höchststand erreichen und im Mittel rund 6 % über dem Jahresdurchschnitt liegen, bevor sie zur Anlieferungssaison im Oktober wieder nachgeben. 【0search6】 Da es kurzfristig keine Wetterbedrohung gibt und der Speiseölkomplex unterstützend wirkt, schlägt sich diese saisonale Knappheit in festen Exportangeboten nieder, wobei ein aggressiver Aufwärtstrend jedoch durch die Erwartung größerer Ernten in Brasilien und Argentinien später im Jahr begrenzt wird. 【0search14】【0search17】

Kurzfristiger Ausblick & Trading-Hinweise

  • Preistendenz (3 Tage): Seitwärts bis leicht fest für indische bold-/Java-Qualitäten; stabil für brasilianische Roh-Erdnüsse, da das Exportinteresse solide, aber nicht stark ansteigend ist.
  • Indische Käufer: In Erwägung ziehen, den kurzfristigen Bedarf für Ölverarbeitung und Snacks bei aktuellen Rücksetzern zu decken, angesichts der saisonalen Stärke im Juli und des begrenzten Wetterriskos im unmittelbaren Ausblick.
  • Internationale Importeure: Kurzfristige Eindeckung bei indischen Herkünften erscheint sinnvoll, doch sprechen die erwarteten größeren brasilianischen und argentinischen Angebote später im Jahr 2026 gegen umfangreiche Forward-Käufe auf heutigem Preisniveau.
  • Brasilianische Verkäufer: Angebotsdisziplin wahren; komfortable Bestände und günstiges Wetter unterstützen stetige Verschiffungen, doch eine mögliche Schwäche im globalen Ölsaatenkomplex könnte die Margen begrenzen, falls Pflanzenölpreise nachgeben.

3‑Tage-Preistrend (EUR)

  • Indien – Gujarat bold 40–50 (FOB): ~€1.08/kg; Tendenz: seitwärts bis leicht fest aufgrund starker Inlands­preise und eines unterstützenden Ölsaatenkomplexes.
  • Indien – Neu-Delhi bold/Java-Mix (FOB): ~€1.03–1.28/kg; Tendenz: seitwärts, mit moderatem Aufwärtsrisiko, falls sich die lokalen Mandis weiter verengen.
  • Brasilien – zentral roh (FOB): ~€1.25/kg; Tendenz: seitwärts, da ein größeres Angebot die feste globale Nussnachfrage ausbalanciert.
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