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Indische und vietnamesische Reispreise unverändert, während sich Wetter und Exporte auseinanderentwickeln

Indische und vietnamesische Reispreise unverändert, während sich Wetter und Exporte auseinanderentwickeln

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Reismarkt-Update Ende August 2026: Indische und vietnamesische FOB-Preise, Exportströme, Wettereinflüsse und 3‑Tage‑Preisausblick in EUR.

Die FOB-Preise für indischen und vietnamesischen Reis bleiben insgesamt stabil, mit nur marginalen Bewegungen bei den wichtigsten Qualitäten, obwohl die Signale von Wetter- und Exportnachfrage gemischt sind. Straffe, aber geordnete Ausfuhren aus Vietnam und politisch stabile Exporte aus Indien halten die Volatilität in der sehr kurzen Frist begrenzt. In Indien und Vietnam liegen die Exportnotierungen weiterhin nahe ihren jüngsten Höchstständen, doch die aktuellen Daten zeigen nur geringe Bewegungen von Tag zu Tag. Die Preise für 5 % Bruchreis und Jasmine aus Vietnam gaben in dieser Woche nach einer kräftigen Rally im August leicht nach, während die Angebote für Basmati und Nicht‑Basmati aus Neu‑Delhi in den vergangenen Tagen unverändert blieben. Das Wetter ist moderat unterstützend: Teile des indischen Reisanbaugebiets sind von unterdurchschnittlichen Monsunregenfällen betroffen, während das Mekong‑Delta in Vietnam saisonal günstige Bedingungen verzeichnet. In den kommenden drei Tagen dürften die Preise in beiden Ursprungsländern in EUR weitgehend seitwärts tendieren, mit nur geringfügigen Basisanpassungen zur Abbildung von Fracht- und Wechselkursbewegungen.

Preise

Indikative aktuelle FOB-Exportangebote, umgerechnet in EUR (unter Verwendung von ~0,92 EUR/USD als Referenz):

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Laut Daten der Vietnam Food Association vom 26.–27. August wird 5 % Bruchreis weiß mit 438–442 USD/t und Jasmine mit 534–542 USD/t notiert, nachdem Anfang August ein 19‑Monats‑Hoch erreicht worden war. Diese Niveaus entsprechen einem festen, aber nicht überhitzten Markt.

Angebot, Nachfrage & Handelsströme

Die vietnamesischen Ausfuhren bleiben solide, haben sich im August nach kräftigen Lieferungen im ersten Halbjahr jedoch etwas abgekühlt. Zolldaten weisen bis Mitte August auf rund 5,7 Mio. Tonnen Exportvolumen hin, wobei die Exporterlöse durch frühere Preisschwächen unter Druck standen, während in den letzten Wochen insbesondere im Duft- und Jasmine‑Segment eine Erholung zu beobachten war. Die Nachfrage aus wichtigen asiatischen Abnehmerländern wie den Philippinen und China stützt die Angebote weiterhin.

In Indien wurde Anfang des Jahres offiziell bestätigt, dass die Exporte von gemahlenem Basmati‑ und Nicht‑Basmati‑Reis grundsätzlich zulässig sind, während Ausfuhren von Paddy eingeschränkt bleiben, jedoch in den vergangenen Tagen keine neuen Beschränkungen gemeldet wurden. Die Registrierung über APEDA bleibt der wichtigste administrative Filter, doch es gibt keinen neuen politischen Schock, der die Exportströme im August beeinträchtigen würde. In Kombination mit umfangreichen staatlichen Beständen und laufender Aufkaufpolitik hält dies die indischen FOB-Angebote – insbesondere im Nicht‑Basmati‑Segment – im Vergleich zu thailändischer und pakistanischer Ware wettbewerbsfähig.

Fundamentaldaten & Wetter

Die jüngste Preisfestigkeit in Vietnam spiegelt eine knappere inländische Versorgungslage wider, da die Erträge der frühen Sommer‑Herbst‑Ernte reduziert wurden und logistische Verzögerungen die Exportpreise für 5 % Bruchreis und Duftreis auf das höchste Niveau seit rund 19 Monaten trieben, bevor es zuletzt zu einer leichten Korrektur kam. Exporteure balancieren nun die starke Auslandsnachfrage mit vorsichtigen Verkäufen, um eine ausreichende Abdeckung bis zum nächsten Erntefenster sicherzustellen.

In Indien verläuft der Monsun uneinheitlich. Informelle meteorologische Analysen und Prognosediskussionen heben für Ende August unterdurchschnittliche Niederschläge in weiten Teilen des Landes hervor, mit einigen Überhanggebieten wie Odisha, wo es zu lokalen Überschwemmungen kommt, während ein Großteil des breiteren Getreidegürtels trockener als im Mittel bleibt. Kurzfristig stützt dies die Preise, da Bedenken hinsichtlich des Kharif‑Ertragspotenzials zunehmen, doch umfangreiche staatliche Lagerbestände federn etwaige unmittelbare Versorgungsschocks für die Exporte deutlich ab.

3‑Tage‑Wetterausblick (IN, VN)

Indien (nördlicher und östlicher Reisanbaugürtel, inkl. Raum Neu‑Delhi): Gemeinschaftliche Prognosediskussionen für den 25.–28. August deuten auf vereinzelte Monsunschauer mit großer räumlicher Variabilität und tendenziell unterdurchschnittlichen kumulativen Niederschlägen in weiten Teilen Nord- und Zentralindiens hin. Dies wirkt leicht preisstützend, beeinträchtigt die Feldarbeit jedoch noch nicht wesentlich.

Vietnam (Mekong- und Rotfluss‑Delta): In den vergangenen drei Tagen wurden keine größeren neuen Wetterstörungen gemeldet. Jüngste inländische Marktberichte beschreiben im Mekong‑Delta normale bis leicht feuchte Bedingungen, ausreichend für die späte Sommer‑Herbst‑Feldarbeit, ohne weitverbreitete Überschwemmungsschäden. In der sehr kurzen Frist ist das Wetter neutral bis leicht positiv für das Angebot.

Kurzfristiger Preisausblick & Handelsideen

  • Indien FOB (Neu‑Delhi): Bei stabiler Politik und moderaten, aber vorhandenen Monsunrisiken dürften sich die Basmati- und Nicht‑Basmati‑Preise in den nächsten drei Tagen in einer engen Spanne bewegen. EUR‑Notierungen sind seitwärts zu erwarten, mit vorwiegend wechselkursgetriebenen Intraday‑Bewegungen.
  • Vietnam FOB (Hanoi/Exporthäfen): Nach der jüngsten Abschwächung der Exportangebote für Jasmine und duftenden 5 % Bruchreis ist eine kurze Konsolidierungsphase wahrscheinlich. Käufer könnten etwas günstigere Niveaus als zu den Höchstständen Mitte August sehen, doch solange die internationale Nachfrage robust bleibt, ist kein scharfer Preisrückgang zu erwarten.
  • Spread‑Strategie: Importeure mit Bedarf an hochwertigem Duftreis können in der kommenden Woche taktisch zwischen indischem Basmati und vietnamesischem Jasmine diversifizieren, da sich der Abstand in EUR/kg nach der leichten Korrektur der vietnamesischen Preise etwas verringert hat.

3‑Tage‑Richtungseinschätzung (in EUR)

  • Neu‑Delhi Basmati & Nicht‑Basmati FOB: Seitwärts bis +0,5 % in EUR; Monsunmeldungen beobachten, aber kein unmittelbarer Ausbruch erwartet.
  • Hanoi Langkorn weiß 5 % FOB: Seitwärts; die jüngsten Anstiege sind ins Stocken geraten, Notierungen dürften sich um das aktuelle Niveau bewegen.
  • Hanoi Jasmine & andere Duftqualitäten: Leichter Abwärtsdruck (‑0,5 % bis ‑1 %) nach den jüngsten Rücknahmen in USD/t, doch die zugrunde liegende Nachfrage dürfte eine weitere Abschwächung in der Nahfrist begrenzen.
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