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Kardamommarkt bewegt sich im Juni seitwärts, Käufer bleiben vorsichtig

Kardamommarkt bewegt sich im Juni seitwärts, Käufer bleiben vorsichtig

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Preise für kleinen Kardamom in Neu-Delhi bleiben im Juni 2026 verhalten bei begrenzten Käufen und schwacher Exportnachfrage. Seitwärtsmarkt mit leicht abwärtsgerichteter Tendenz.

Kleiner Kardamom wird Mitte Juni 2026 in einem verhaltenen, seitwärtsgerichteten Handelsspektrum gehandelt, mit begrenzten Käufen und zögerlicher Nachfrage auf höheren Niveaus. Ohne eine sichtbare Erholung der Inlands- oder Exportnachfrage dürfte ein deutlicher Preisanstieg kurzfristig begrenzt bleiben. Der Kardamommarkt in Neu-Delhi spiegelt eine vorsichtige Stimmung unter Händlern und Endabnehmern wider. Großhandelspreise für kleinen Kardamom um 28,46 USD pro kg signalisieren einen Markt, der nicht mehr steigt, aber auch nicht einbricht. Jüngste Angebote für indischen grünen Kardamom ganz und Bio-Pulver in Neu-Delhi zeigen eine leichte Abschwächung gegenüber Ende Mai und bestätigen, dass Käufer sich höheren Preisforderungen widersetzen und bei größeren Mengen härter verhandeln. Auktionsanlieferungen, Qualitätsunterschiede und Exportinteresse aus dem Nahen Osten und anderen Schlüsselmärkten werden den nächsten Schritt maßgeblich bestimmen, doch vorerst treibt der Markt eher seitwärts als in einen klaren Trend.

Preise & kurzfristiger Trend

Im Großhandelsmarkt von Neu-Delhi wird kleiner Kardamom um 28,46 USD pro kg notiert, was nach der vorherigen Festigkeit ein gefestigtes Niveau signalisiert. Umgerechnet bei rund 1 USD = 0,92 EUR entspricht dies einem Großhandels-Referenzwert von etwa 26,20 EUR pro kg. Aktuelle, exportorientierte Angebote aus Neu-Delhi für grünen Kardamom ganz liegen leicht unter diesem Niveau, was auf einen moderaten Druck von der Käuferseite hinweist.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Jüngste Auktionsreferenzen aus südindischen Zentren bestätigen ein stabilisierendes, aber nicht bullisches Umfeld, wobei die Durchschnittspreise sich in einer mittleren Spanne halten, anstatt frühere Höchststände erneut zu testen.  Insgesamt zeigt das kurzfristige technische Bild eine leichte Abwärtstendenz innerhalb eines breiten Seitwärtskorridors.

Angebots- & Nachfragetreiber

Auf der Angebotsseite haben die Anlieferungen aus den Hauptanbaugebieten in Kerala und den Nachbarstaaten nach Abschluss des primären Erntefensters nachgelassen, doch die Bestände in den Handelskanälen sind für die aktuelle Nachfrage weiterhin ausreichend.  Der Markt richtet den Blick nun auf die nächste Pflückphase, die für Ende Juni bis Juli erwartet wird. Das begrenzt aggressiven Verkaufsdruck, verhindert aber ebenso panikartige Käufe.

Die Nachfrage ist das zentrale Schwächefeld. Händler in Neu-Delhi berichten, dass Käufer auf höheren Niveaus nicht aggressiv auftreten, was auf vorsichtige Beschaffungsstrategien bei inländischen Mischbetrieben, Verpackern und Großhändlern schließen lässt. Die Exportnachfrage, insbesondere aus preisempfindlichen Märkten im Nahen Osten und Teilen Asiens, hat im Vergleich zum Saisonbeginn nachgelassen, was teilweise auf gestiegene Frachtkosten und eine zurückhaltendere Konsumnachfrage zurückzuführen ist. Sofern keine inlandsbedingten Festtagskäufe oder stärkere Auslandsanfragen einsetzen, dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben.

Fundamentaldaten & Wetterausblick

Fundamental ist die Angebots-Nachfrage-Bilanz bei Kardamom recht komfortabel. Nach den festen Preisen der Vorsaison haben viele Erzeuger die Pflege der Bestände beibehalten, und die abgeschlossene Ernte hat ausreichende Vorräte in der Pipeline hinterlassen. Branchenberichte weisen darauf hin, dass die aktuellen Preise mehrere Prozent unter dem Niveau von Ende April und deutlich unter der erhöhten Spanne des Vorjahres liegen, was nach und nach wieder zu einer Substitution hin zu Kardamom gegenüber billigeren Gewürzen in veredelten Mischungen führt. 

Das Wetter in wichtigen Anbaugebieten wie dem Distrikt Idukki befindet sich im Übergang zur frühen Monsunphase, mit vereinzelten Schauern, die die Bodenfeuchte verbessern, den Ertrag der nächsten Ernteschübe jedoch noch nicht eindeutig bestimmen.  Bisher sind keine gravierenden Wetterschocks absehbar; der Markt richtet sein Augenmerk stärker auf Nachfragesignale und das Auktionsverhalten als auf unmittelbare Ernterisiken.

Handelsausblick & Strategie

  • Für Importeure und Abpacker: Die aktuelle weiche Grundtendenz und die leichten Preisrückgänge im Wochenvergleich sprechen für gestaffelte Käufe innerhalb der bestehenden Spanne statt für eine frühzeitige Eindeckung großer Positionen. Rücksetzer in Richtung der Untergrenze der jüngsten Spanne von 18–22 EUR/kg FOB können zur Absicherung des Grundbedarfs genutzt werden.
  • Für Exporteure: Da sich Auslandsabnehmer vorsichtig verhalten, hängt die Wettbewerbsfähigkeit von flexibler Sortierung und schärferen Angeboten für mittlere Qualitäten ab. Der Fokus sollte eher auf gleichbleibender Qualität und Just-in-time-Lieferungen liegen als auf volumengetriebenen Geschäften mit sehr niedrigen Margen.
  • Für Erzeuger und Lagerhalter: Angesichts fehlender klar bullischer Impulse ist das Halten übermäßiger Bestände allein zu Spekulationszwecken mit Risiken verbunden. Ziel sollten selektive Verkäufe in Kursanstiege hinein sein, während ausreichend Vorräte gehalten werden, um reagieren zu können, falls das Exportinteresse vor dem nächsten Nachfrageaufschwung wieder anzieht.

3-Tage-Preisindikation (Richtung)

  • Großhandel Neu-Delhi (kleiner Kardamom, gemischte Qualitäten): Leicht schwach bis seitwärts in EUR gerechnet, mit moderaten Abschlägen bei niedrigeren Qualitäten möglich.
  • Südindische Auktionen (Idukki/Kerala): Stabil innerhalb der jüngsten Durchschnittsbereiche, mit fortbestehenden, qualitätsbedingten Spannen, jedoch ohne klaren Ausbruch nach oben erwartet. 
  • Export FOB Neu-Delhi: Seitwärts; Angebote dürften nahe der aktuellen Spanne von 18–22 EUR/kg bleiben, mit kleineren taktischen Preisnachlässen zur Sicherung von Kontrakten.
BASIC
Live-Chart
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