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Kichererbsenpreise stabil, während Monsunrisiken über Indien schweben, Prämie für Mexiko hält an

Kichererbsenpreise stabil, während Monsunrisiken über Indien schweben, Prämie für Mexiko hält an

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kichererbsenpreise in Indien und Mexiko bleiben in EUR gerechnet stabil, während Monsundefizite 2026 mittel­fristiges Aufwärtspotenzial stützen; kurzfristiger Ausblick bleibt seitwärts.

Indische und mexikanische Kichererbsen-Exportpreise sind weitgehend stabil, wobei Indien mit Abschlag gegenüber mexikanischer Ware gehandelt wird und innerhalb jeder Herkunft eine deutliche, größenabhängige Prämienstruktur besteht. Witterungsbedingte Angebotsrisiken in Indien und erhöhte Kosten für große mexikanische Kabuli-Kaliber halten das Aufwärtspotenzial intakt, doch ein unmittelbarer Preis­ausbruch ist in den nächsten Tagen nicht absehbar. Die Kichererbsenmärkte bleiben ruhig, mit unveränderten FOB-Indikationen in Neu-Delhi und Mexiko-Stadt im Vergleich zur Mitte Juli. In Indien verlagert sich der Fokus von der Verfügbarkeit der Alt-Ernte darauf, wie ein weiterhin unterdurchschnittlicher Monsun 2026 die bevorstehende Hülsenfruchtbilanz beeinflussen könnte, insbesondere wenn das Niederschlagsdefizit bis in den August hinein anhält. Verbesserte, aber ungleich verteilte Niederschläge und anhaltende El‑Niño-Sorgen stützen einen leicht bullischen Unterton für Hülsenfrüchte insgesamt, auch wenn die kurzfristigen Kichererbsen-Exportofferten in einer Spanne verharren. In Mexiko behaupten großkalibrige Kabuli-Kichererbsen ihre Prämie, gestützt durch stetige Exportnachfrage und ein knappes Angebot sehr großer Kaliber.

Preise

Alle untenstehenden Preise wurden mit einem indikativem Kurs von 1 USD = 0,92 EUR von USD/t in EUR/t umgerechnet und gerundet.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Indien weist weiterhin eine klare Größenprämie auf: 12 mm Kabuli liegt rund 14 % über 60-62 (8 mm). Mexiko zeigt eine noch ausgeprägtere Prämie für 12 mm gegenüber kleineren Kalibern, im Einklang mit der globalen Präferenz für große mexikanische Kabuli-Bohnen. Aktuelle globale Kommentare zum Hülsenfruchtmarkt heben Mexiko zudem als wichtigen Anbieter sehr großer, aber relativ teurer Kabuli-Kichererbsen hervor, was den aktuellen Preisdifferenzen entspricht. 

Angebots- & Nachfragefaktoren

Indien

Die indische Kichererbsenbilanz wird weiterhin durch eine große Rabi-Ernte und von der Regierung gehaltene Pufferbestände gestützt, was hilft, die kurzfristige Preisvolatilität zu begrenzen. Der Südwestmonsun 2026 ist jedoch deutlich schwächer als normal verlaufen, mit kumulierten Niederschlägen vom 1. Juni bis Mitte Juli rund 23 % unter dem Durchschnitt und anfangs in mehr als der Hälfte der Distrikte im Defizit. 

Die Niederschläge im Juli haben das Monsundefizit im Vergleich zum Juni verringert, insgesamt bleiben die Regenmengen jedoch unter dem Normalniveau, und wichtige landwirtschaftliche Gürtel in Zentral- und Südindien leiden weiterhin unter Trockenstress.  Hülsenfrüchte gehören zu den Kulturen, die am stärksten von verspäteten oder unregelmäßigen Juli-Regenfällen betroffen sind, da typischerweise über 60 % der Kharif-Hülsenfruchtfläche in diesem Monat bestellt werden.  Dies sorgt für Aufwärtsrisiken bei den mittel­fristigen Preisen für Hülsenfrüchte, einschließlich Kichererbsen, auch wenn die Kassapreis-Exportofferten derzeit unverändert sind.

Mexiko

Für Mexiko wird der Kichererbsenausblick 2026 weniger durch die inländische Nachfrage als vielmehr durch Exportkanäle in den Mittelmeerraum, den Nahen Osten und Südasien geprägt. Frühere saisonale Hülsenfruchtberichte verwiesen auf eine knappe Verfügbarkeit sehr großer mexikanischer Kabuli-Kaliber und starken Wettbewerb anderer Herkünfte bei kleineren Größen.  Bei aktuell in EUR notierten FOB-Indikationen, die im Wochenvergleich stabil sind, bildet die heutige Preisstruktur weitgehend diese bestehende Knappheit ab, statt neue Wetter- oder Politiksprünge zu reflektieren.

Wetter & Feldbedingungen (IN, MX)

Indien – Monsunbeobachtung

Landesweit bleibt der Monsun 2026 im Defizit, verbessert sich jedoch: Aktuelle Berichte zeigen bis Ende Juli ein Niederschlagsminus von etwa 16–21 %, nach deutlich stärkeren Abweichungen im Juni.  Die Bodenfeuchte in Teilen Zentral- und Südindiens steht nach früheren Trockenphasen weiterhin unter Druck, was bei ausbleibenden Augustregen Bedenken hinsichtlich der Erträge regenabhängiger Hülsenfrüchte weckt. 

Für Neu-Delhi konkret zeigt die 3-Tage-Prognose (27.–29. Juli) wolkige, heiße und feuchte Bedingungen mit vereinzelten Schauern und gelegentlichem Regen, wobei die Höchstwerte von etwa 35 °C auf 32 °C sinken.  Dies dürfte vor Ort etwas Entlastung bringen und kurzfristig Logistik und Ankünfte moderat unterstützen, ist aber noch kein Wendepunkt für den gesamten Hülsenfruchtausblick.

Mexiko – Nördliche Anbaugebiete

Im Norden Mexikos (z. B. Sonora/Hermosillo), wo ein Großteil der Kabuli-Kichererbsen des Landes angebaut oder verschifft wird, wird das kurzfristige 3‑Tage-Muster von sehr warmem, überwiegend bewölktem Wetter mit vereinzelten Gewittern dominiert. Die Höchstwerte liegen weiter bei rund 39–41 °C, mit konvektiven Gewittern, die lokal kräftige Niederschläge bringen. Für bereits geerntete oder gelagerte Kichererbsen betreffen die wichtigsten Auswirkungen Logistik und Feuchtemanagement während Umschlag und Transport.

Fundamentaldaten & Handelsausblick

Bei unveränderten Exportindikationen aus Indien und Mexiko gegenüber der Vorwoche überdecken die aktuell flachen Preise zunehmende mittel­fristige Wetter- und Inflationsrisiken. Die indische Lebensmittelinflation hat sich bereits angesichts breiterer Nahrungsmittelpreis­steigerungen und weiterhin unterdurchschnittlicher Niederschläge beschleunigt, wodurch die Politik den Fokus auf Versorgung und Lagerbestände richtet.  Gleichzeitig stützen sich die globalen Hülsenfruchtbilanzen weiterhin auf Mexiko und einige wenige andere Schlüsselherkünfte für große Kabuli-Kaliber, was die strukturelle Prämie für 12 mm Kichererbsen verstärkt.

  • Für Importeure: Nutzen Sie die derzeitige Stabilität der in EUR notierten FOB-Offerten, um die Deckung für Q4 2026 zu sichern, insbesondere für große mexikanische Kabuli (12 mm), bei denen das Aufwärtspotenzial aufgrund knapper Versorgung und stabiler Nachfrage erheblich bleibt.
  • Für indische Exporteure: Erwägen Sie den Vorwärtsverkauf begrenzter Volumina bei EUR-Stärke oder nachgebenden Frachtraten, behalten Sie jedoch angesichts der Monsununsicherheit und des Potenzials staatlicher Eingriffe bei sprunghaft steigenden Lebensmittelpreisen eine gewisse Flexibilität mit Altware.
  • Für Endverbraucher in Europa/MENA: Diversifizieren Sie den Herkunftsmix zwischen Indien und Mexiko, um das Prämienrisiko bei sehr großen Kalibern zu steuern, und setzen Sie gleichzeitig indische mittelgroße Kichererbsen (10–11 mm) als kosteneffiziente Komponente in Mischungen ein.

3-Tage-Ausblick Preisrichtung (EUR)

Angesichts unveränderter FOB-Indikationen in der vergangenen Woche, fehlender größerer neuer Angebotsmeldungen und nur schrittweiser Wetterentwicklungen dürften die Kichererbsenpreise in beiden Herkünften in den nächsten drei Tagen (27.–29. Juli 2026) in einer Spanne bleiben.

  • Indien – Neu-Delhi FOB: Seitwärts; 42-44 (12 mm) voraussichtlich stabil bei rund ~870–890 EUR/t; kleinere Kaliber halten ihre aktuellen Abschläge.
  • Mexiko – Mexiko-Stadt FOB: Seitwärts mit leicht fester Tendenz; 42-44 (12 mm) erwartet bei rund ~1.110–1.140 EUR/t, da das Exportinteresse an großen Kabuli weiterhin stabil bleibt.
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