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Koriandermarkt in Neu-Delhi stabil mit leichtem Aufwärtspotenzial

Koriandermarkt in Neu-Delhi stabil mit leichtem Aufwärtspotenzial

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Korianderpreise in Neu-Delhi sind stabil mit leichtem Aufwärtstrend, da Verkäufer keine Rabatte gewähren und eine bessere Inlandsnachfrage der Verarbeiter erwartet wird.

Die Korianderpreise in Neu-Delhi sind stabil, zeigen jedoch eine leicht aufwärtsgerichtete Tendenz, da Verkäufer sich weigern, auf dem aktuellen Niveau Abschläge zu gewähren und von den Verarbeitern eine schrittweise Rückkehr mit frischen Käufen erwartet wird. Der Koriandermarkt in Neu-Delhi bewegt sich seitwärts bis leicht fester. Kassanotierungen von rund 146.94–149.04 USD je Doppelzentner (ca. 135–136 EUR/qtl) deuten darauf hin, dass die jüngste weiche Phase an Schwung verliert, da Verkäufer am unteren Ende der Spanne keine aggressiven Angebote machen. Die Inlandsnachfrage seitens Gewürzverarbeiter und Lagerhalter dürfte sich schrittweise verbessern, während Anlieferungen und Qualität in den kommenden Wochen die entscheidenden Richtungsfaktoren bleiben. Termindaten und Mandi-Notierungen aus indischen Märkten zeichnen ein überwiegend stabiles Bild auf nationaler Ebene, allerdings mit leichter Festigkeit in Regionen mit knapper lokaler Versorgung.

Preise & Markttendenz

In Neu-Delhi wurde Koriander zuletzt um 146.94–149.04 USD je Doppelzentner gehandelt, was bei den aktuellen Wechselkursen etwa 135–136 EUR/qtl entspricht. Dies steht im Einklang mit FOB-Exportangeboten aus Neu-Delhi, wo konventionelle Koriandersaat mit 99,9 % Reinheit bei rund 1,13 EUR/kg liegt und höherwertige Single- und Double-Parrot-Qualitäten zwischen etwa 1,33–1,47 EUR/kg, während Bio-Ganzsaat näher bei 2,09 EUR/kg notiert.

In den letzten drei Wochen sind diese genannten Exportpreise leicht gestiegen, was eine moderate Erholung gegenüber früheren Niveaus widerspiegelt, jedoch noch keinen voll ausgeprägten Aufwärtstrend darstellt. Landesweit liegen die Großhandelspreise in den Mandis im Durchschnitt bei rund 11.600 INR/qtl (etwa 128 EUR/qtl), womit Neu-Delhi etwas über dem gesamtindischen Mittelwert liegt – im Einklang mit seiner Rolle als wichtiger Handels- und Exportknotenpunkt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebots- & Nachfragetreiber

Vor Ort berichten Händler, dass Verkäufer derzeit nicht unter starkem Druck stehen, auf dem aktuellen Niveau zu liquidieren, was ein weiteres Nachgeben des Marktes verhindert. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage seitens Gewürzverarbeitern und Lagerhaltern allmählich anziehen, insbesondere wenn die Pipeline-Bestände nach vorangegangenen Kaufpausen wieder normalisiert werden.

In den wichtigsten Anbaustaaten zeigen Mandi-Daten überwiegend stabile bis leicht festere Koriandersaat-Notierungen, mit einigen Anstiegen in ausgewählten Märkten in Gujarat, wo die Modalpreise 11.800–12.000 INR/qtl erreicht haben. Terminkurse an indischen Börsen bestätigen dieses Gleichgewicht: Korianderkontrakte werden rege gehandelt, jedoch mit begrenzter täglicher Volatilität und nur geringen Nettorückgängen in der letzten Sitzung, was eher auf eine Konsolidierung als auf einen neuen Abwärtstrend hindeutet.

Fundamentaldaten & Wetterkontext

Fundamental befindet sich der Markt im Übergang von einem erntebedingten Überangebot hin zu einer stärker nachfragebalancierten Phase. Ein aktueller Branchenbericht zum Gewürzsektor stellte fest, dass die Korianderpreise in Indien im Monatsvergleich stabil blieben, jedoch deutlich über dem Vorjahresniveau, was auf strukturell feste Fundamentaldaten trotz des derzeitigen kurzfristigen Plateaus hinweist.

Aus Wettersicht erwartet der Indische Wetterdienst (IMD) kurzfristig Hitze über Teilen Nord- und Ostindiens, jedoch keine größeren störenden Anomalien im Kernanbaugebiet für Koriander in Rajasthan und Madhya Pradesh Anfang Juni. Mit dem bevorstehenden Beginn des Südwestmonsuns werden die Aussaatentscheidungen für den nächsten Zyklus vom Niederschlagsmuster abhängen; dies ist jedoch eher ein mittel- als ein kurzfristiger Faktor. Die kurzfristige Preisentwicklung wird hauptsächlich durch Anlieferungen, Qualitätsunterschiede und Trends im Inlandsverbrauch bestimmt.

Ausblick & Handelsideen

Angesichts stabiler Kassanotierungen um 147–149 USD/qtl und des Fehlens aggressiver Verkäufe ist die kurzfristige Tendenz für Koriander in Neu-Delhi leicht aufwärtsgerichtet, vorausgesetzt, das inländische Kaufinteresse belebt sich wie erwartet. Jede neue Nachfragewelle von Verarbeitern und Lagerhaltern könnte die verfügbaren Angebote am unteren Rand der aktuellen Spanne rasch absorbieren und eine moderate Preis­erholung auslösen.

  • Käufer (Verarbeiter, Abpacker): Erwägen Sie, den kurzfristigen Bedarf bei kleineren Rücksetzern in Richtung eines Gegenwerts von 130 EUR/qtl zu decken, da das Abwärtspotenzial begrenzt erscheint und die Versorgung nicht unter Druck steht.
  • Lagerhalter & Händler: Moderate Eindeckung bei Schwäche wird bevorzugt, mit einem Ziel von 2–4 % Aufwärtspotenzial gegenüber den aktuellen EUR/kg-Niveaus, falls sich die Anlieferungen verknappen.
  • Exporteure: Schließen Sie selektiv Termingeschäfte ab; FOB-Differentiale Neu-Delhi gegenüber inländischen Mandi-Preisen bleiben wettbewerbsfähig, lassen Sie jedoch ein gewisses Volumen offen, um von einer möglichen Festigung nach dem Monsun zu profitieren.

3‑Tage-Richtungseinschätzung (indikativ, in EUR)

  • Physischer Markt Neu-Delhi (Saat, 99,9 %): Seitwärts bis leicht fester; erwartete Spanne ≈ 1,12–1,16 EUR/kg.
  • Indische Mandis (gesamtindischer Durchschnitt): Weitgehend stabil nahe dem Gegenwert von 1,25–1,30 EUR/kg, mit fester Tendenz in knapper versorgten westlichen Märkten.
  • Börsennahe Werte (NCDEX-gebundene Parität): Enger Handel in Spanne mit leicht positiver Tendenz, falls sich die Inlandsnachfrage materialisiert.
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