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Mais-Futures geben nach, da sich das Wetter verbessert und die Schwarzmeer-Exporte stark bleiben

Mais-Futures geben nach, da sich das Wetter verbessert und die Schwarzmeer-Exporte stark bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompakter Blick auf den Maismarkt Juni 2026: stabile Euronext-Notierungen, weicher CBOT, feste Schwarzmeer-Exporte, starke brasilianische Safrinha-Ernte und gutes US/EU-Wetter. Handelsausblick inklusive.

Maispreise stehen unter leichtem Druck, da günstiges US-Wetter und ein großes Angebot aus Südamerika die Notierungen in Chicago belasten, während Euronext-Futures in einer engen Spanne verharren und physische Werte aus dem Schwarzmeerraum wettbewerbsfähig bleiben. Nach der jüngsten Schwäche konsolidiert der globale Maismarkt eher, als dass er einbricht. Euronext-Mais ist entlang der Kurve weitgehend stabil bei rund 210–220 EUR/t, bei begrenztem Neuumsatz. CBOT-Mais tendiert aufgrund verbesserter US-Ernteaussichten und des zügig fortschreitenden brasilianischen Safrinha‑Drusches etwas schwächer, während die ukrainischen Exporte stark bleiben und Schwarzmeer-FOB-Preise gegenüber EU-Herkünften attraktiv halten. Käufer sind für den Sommer gut eingedeckt, doch die auf Mehrmonatstiefs liegenden Kassapreise regen etwas Endverbrauchernachfrage und in begrenztem Umfang Herkunftswechsel an.

Preise & Terminstruktur

Euronext-Maisfutures notieren unverändert, mit Jun-26 bei etwa 210 EUR/t und Aug-26 nahe 219 EUR/t, während Nov-26 leicht tiefer um 207 EUR/t gehandelt wird, was auf eine moderate Terminstruktur mit Carry und keine akute Knappheit im Nahbereich hindeutet. Weiter vorne liegen Mar-27 bei rund 211 EUR/t und Nov-27 bei etwa 219 EUR/t, sodass die Kurve insgesamt seitwärts zwischen 206–221 EUR/t verläuft und eher ausgewogene mittelfristige Fundamentaldaten signalisiert als eine ausgeprägte Bullen- oder Bärenstruktur.

CBOT-Mais ist weicher, mit Jul-26 bei rund 417 USc/bu und Dec-26 nahe 446 USc/bu, beide etwa 0,1–0,2 % schwächer zum Vortag, was den Druck durch gutartiges US-Wetter und reichliches Weltangebot widerspiegelt. Umgerechnet bei ~1,10 USD/EUR entsprechen vordere CBOT-Werte grob 155–165 EUR/t FOB US-Golf und unterstreichen damit die Wettbewerbsfähigkeit außereuropäischer Herkünfte gegenüber Euronext. Der chinesische DCE-Mais ist mit rund 2.300–2.320 CNY/t etwas fester und zeigt einen stärker abgeschotteten Binnenmarkt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebots- & Nachfragefaktoren

Brasilien befindet sich mitten in einer sehr großen gesamten Maiskampagne. Die Sommerernte im Zentrum-Süd ist zu über 97 % eingebracht, über dem historischen Durchschnitt, und die zweite (Safrinha‑)Ernte macht rasche Fortschritte, auch wenn Trockenheitszonen in Teilen des Zentrums-Süd das Potenzial etwas begrenzt haben. Jüngste Schätzungen deuten dennoch auf eine üppige Safrinha‑Produktion hin, insbesondere in Mato Grosso, was in der zweiten Jahreshälfte 2026 für umfangreiche Exportverfügbarkeit sorgt.

Die Ukraine bleibt ein entscheidender Treiber des Exportwettbewerbs: Seit Beginn der Saison 2025/26 wurden rund 19,5 Mio. t Mais verschifft, nur geringfügig unter dem Vorjahrestempo, trotz anhaltender Logistikrisiken und Störungen in den Häfen. Dieser anhaltende Fluss stützt aggressive FOB- und Grenzgebote im Schwarzmeerraum, was sich in jüngsten DAF-Geboten Ukraine–Polen für Mais knapp über 210–220 USD/t widerspiegelt, je nach Wechselkurs etwa 190–200 EUR/t. Die EU-Binnennachfrage ist im Futter- und Ethanolssegment stabil, doch günstige Angebote aus dem Schwarzmeerraum und aus Brasilien begrenzen vorerst jede nennenswerte Preisrally.

Fundamentaldaten & Wetter

Fundamental wirkt die globale Bilanz weiterhin komfortabel. Die US-Aussaat ist weitgehend abgeschlossen, und jüngste Prognosen sehen in großen Teilen des Corn Belt vorteilhafte Niederschläge, was frühe Sorgen um Bodenfeuchte entschärft. Während eine prognostizierte Hitzewelle in Teilen des Mittleren Westens Mitte Juni zu beobachten ist, rechtfertigen die aktuellen Bodenfeuchte- und Bestandsdaten noch keine ausgeprägte Wetterprämie in den CBOT-Futures.

In Europa brachten Ende Mai und Anfang Juni gute Niederschläge vielen wichtigen Getreideregionen, darunter Frankreich sowie Teile Mittel- und Osteuropas, was die Ertragsperspektiven für die Maisernte 2026 verbessert. Die Kombination aus günstigem EU-Wetter, starken Exporten Brasiliens und der Ukraine sowie verhaltenem Nachfragewachstum macht den Markt anfälliger für technische Abwärtsausbrüche als für nachhaltige Rallys – es sei denn, das Wetter schlägt deutlich ins Negative um oder neue geopolitische Störungen beeinträchtigen die Logistik im Schwarzmeerraum.

Highlights im physischen Markt

Jüngste Offerten zeigen ukrainischen Mais FOB Odessa bei rund 180–190 EUR/t für Standardqualitäten, leicht über dem Niveau der Vorwoche, aber weiterhin unter den Preisen des Frühjahrs. Das deutet auf stabilisierende, aber wettbewerbsfähige Schwarzmeerwerte hin. Dies deckt sich mit dem Anstieg auf etwa 0,19 EUR/kg für generischen ukrainischen FOB-Mais und 0,26 EUR/kg (260 EUR/t) für höherwertigen gelben Futtermais FCA Odessa – eine Struktur, die die Ukraine für EU-Grenzmärkte und den Mittelmeerraum attraktiv hält.

Französischer FOB-Mais im Raum Paris wird bei etwa 0,26 EUR/kg (260 EUR/t) indiziert, deutlich über dem Schwarzmeer-Niveau, jedoch gestützt durch Frachtvorteile zu nahegelegenen EU-Verbrauchern und Währungseffekte. Spezialsegmente wie Bio-Stärkemais in Indien sowie Popcorn aus Argentinien und Brasilien bleiben in EUR gerechnet fest, was eher die Nischennachfrage und begrenzte Herkunftskonkurrenz widerspiegelt als die breiten Futtergetreide-Fundamentaldaten.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

  • Seitwärts bis leicht schwächere Futures: Mit Euronext in einer engen 205–220 EUR/t‑Spanne und CBOT unter Druck durch gutes Wetter bleibt die kurzfristige Tendenz leicht bärisch, sofern sich das US-Wetter nicht deutlich verschlechtert.
  • Endverbraucher: In Rücksetzern in Richtung des unteren Bereichs der Euronext-Kurve (≈205–210 EUR/t) eine Ausweitung der Deckung erwägen und opportunistisch aus der Ukraine beziehen, sofern das Logistikrisiko beherrschbar ist und die Qualitätsanforderungen erfüllt sind.
  • Erzeuger (EU): Moderate Anstiege in Richtung der oberen Euronext-Range (≈218–220 EUR/t) nutzen, um gestaffelt Absicherungen für 2026/27 aufzubauen, angesichts der starken Konkurrenz aus Brasilien und dem Schwarzmeerraum.
  • Trader: US-Wetter und Ertragsupdates zur brasilianischen Safrinha‑Ernte eng verfolgen; eine Umstellung auf heißere, trockenere Bedingungen im Juli könnte CBOT rasch neu bepreisen und Spreads zwischen US- und EU-Märkten eröffnen.

3‑Tage-Regionale Preisindikation (Richtung)

  • Euronext-Mais (EUR/t): Seitwärts bis leicht schwächer; Jun-26 dürfte um 208–212 EUR/t schwanken, Nov-26 um 205–208 EUR/t.
  • Schwarzmeer FOB Ukraine (EUR/t): Stabil bis leicht fester; indikativer Handelsbereich 180–195 EUR/t, da das Exporttempo hoch bleibt, Fracht- und Risikoprämien jedoch erhöht bleiben.
  • CBOT-Mais (EUR-Äquivalent, FOB US-Golf): Leichter Abwärtsdruck; Jul-26 dürfte ohne neuen US-Wetteraufschlag in der 155–165 EUR/t‑Spanne handeln.
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