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Mais unter Druck durch ideales US-Wetter und starke Ernteaussichten in Brasilien

Mais unter Druck durch ideales US-Wetter und starke Ernteaussichten in Brasilien

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

CBOT-Mais auf Mehrmonatstiefs, da Fonds Longs abbauen, das US-Wetter freundlich wird und Brasiliens zweite Ernte voranschreitet. Kurzer Ausblick und Preisindikationen in EUR.

Mais-Futures haben ihren Abwärtstrend fortgesetzt, wobei die Preise in Chicago auf das niedrigste Niveau seit fast acht Monaten gefallen sind – vor dem Hintergrund zunehmend vorteilhafter Witterungsbedingungen in den USA und einer rasch voranschreitenden zweiten Ernte in Brasilien. Spekulative Anleger bauen Long-Positionen aggressiv ab, was den bärischen Grundton verstärkt und das kurzfristige Erholungspotenzial begrenzt. Die Maismärkte werden derzeit von angebotsseitigem Optimismus dominiert. In den USA werden für die nächsten 15 Tage überdurchschnittliche Niederschläge in großen Teilen des Corn Belt erwartet, die Keimung und frühes Wachstum der kürzlich bestellten Flächen unterstützen dürften. In Brasilien hat die Ernte der großen zweiten Maisernte mit gutem Tempo begonnen und mit nach oben angepassten Ertragserwartungen, während die US-Exportverpflichtungen zwar solide bleiben, aber nicht mehr eng genug sind, um den sich verbessernden Produktionsausblick auszugleichen. Die Basismärkte in wichtigen Ursprüngen wie der Ukraine und Frankreich erscheinen in EUR betrachtet weitgehend stabil bis leicht weicher und spiegeln die Schwäche der globalen Futures wider.

Prices & Market Mood

CBOT-Maisfutures beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten in der sechsten Sitzung in Folge und fielen damit auf das niedrigste Niveau seit fast acht Monaten. Eine Kombination aus günstigen US-Wetterbedingungen für die Ernte und makroökonomischen Gegenwinden hat die Preise auf Mehrmonatstiefs gedrückt, wobei jüngste Marktkommentare Anfang Juni neue Kontrakttiefs hervorhoben.

Im physischen Markt zeigt sich ein moderater Druck, aber kein Einbruch. Jüngste Angebote deuten auf ukrainischen Mais FOB Odessa bei rund 0,19 EUR/kg hin, der bis Ende Mai auf etwa 0,18 EUR/kg fiel, bevor er sich Anfang Juni wieder nahe 0,19 EUR/kg stabilisierte, während gelber Futtermais aus der Ukraine FCA bei etwa 0,26 EUR/kg liegt. Französischer Mais FOB im Raum Paris wird nahe 0,26 EUR/kg gehandelt und ist in den letzten Wochen weitgehend unverändert. Diese Niveaus entsprechen einem schwachen, aber geordneten globalen Markt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand Drivers

In den USA erwarten Meteorologen nun überdurchschnittliche Niederschläge über große Teile des Corn Belt in den kommenden 15 Tagen. Dieses Muster dürfte die Bodenfeuchte verbessern, die Keimung und das frühe vegetative Wachstum der neu gesäten Bestände unterstützen und frühere Ertragssorgen entschärfen. Private Prognosedienste heben weit verbreitete Regenchancen hervor, und offizielle Ausblicke sprechen von nasser als normalen Bedingungen im oberen Mittleren Westen und angrenzenden Regionen.

Brasilien verstärkt den Druck auf die globale Bilanz zusätzlich. Die Ernte der großen zweiten Maisernte des Landes ist nun im Gange, wobei Mato Grosso – Brasiliens größter Produzentenstaat – bereits fast 6 % seiner Flächen geerntet hat, deutlich vor dem Vorjahr und nur geringfügig hinter dem historischen Tempo. IMEA hat seine Prognose für die Maisernte in Mato Grosso gerade um rund 1,3 % auf etwa 53,35 Millionen Tonnen angehoben und damit das starke Ertragspotenzial bestätigt.

Auf der Nachfrageseite zeigen die wöchentlichen US-Exportverkaufsdaten Maisexportverpflichtungen von 81,766 Millionen Tonnen, rund 26 % über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und entsprechend etwa 98 % der aktuellen USDA-Exportprognose. Ausfuhren von 62,58 Millionen Tonnen decken nun rund 75 % der Prognose ab und liegen damit in etwa im durchschnittlichen Tempo. Dieses starke Exportbuch stützt die Nachfrage, ist aber nicht ausreichend eng, um den zunehmend komfortablen Angebotsausblick auszugleichen.

Fundamentals & Investor Positioning

Die Fundamentaldaten haben sich aus spekulativer Sicht zunehmend bärisch entwickelt. Zum CFTC-Berichtszeitpunkt 2. Juni waren die Netto-Long-Positionen des Managed Money in CBOT-Mais bereits um 90.422 Kontrakte auf 115.082 reduziert worden. Der Rückgang resultierte vor allem aus Long-Liquidationen (minus 63.160 Kontrakte), bei nur moderatem Aufbau neuer Short-Positionen (plus 27.262 Kontrakte). In den folgenden drei Handelstagen deuten Marktschätzungen auf einen zusätzlichen Abbau von rund 75.000 Long-Kontrakten in Maisfutures und -optionen hin.

Diese schnelle Neupositionierung zeigt, dass viele Finanzanleger das Vertrauen in eine kurzfristige Preisrallye verloren haben und zu einer neutraleren oder sogar leicht bärischen Haltung übergehen. In Verbindung mit Rekord- oder nahezu Rekordprognosen der globalen Produktion für 2025/26 und erhöhten Ernten in wichtigen Exportländern wie Brasilien leisten spekulative Marktteilnehmer den Preisen derzeit nur wenig Unterstützung und könnten weitere Abwärtsbewegungen verstärken, sofern das Wetter günstig bleibt.

Weather Outlook for Key Regions

US Corn Belt: Der 10–15-Tage-Ausblick signalisiert überdurchschnittliche Niederschläge in weiten Teilen des Gürtels, insbesondere im oberen Mittleren Westen und im Bereich der Großen Seen. Dies dürfte Feuchtigkeitsdefizite verringern, die Bestandsentwicklung verbessern und frühe Ertragsrisiken begrenzen, wenngleich übermäßige lokal begrenzte Niederschläge später Bedenken hinsichtlich Vernässung in schlecht drainierten Schlägen hervorrufen könnten.

Brasilien (Mato Grosso): Das Wetter während der frühen Erntephase ist im Allgemeinen günstig, ohne größere flächendeckende Störungen. Das Hauptthema für Brasilien scheint nun logistischer Natur zu sein – rasch steigende Bestände sowie Druck auf Lager- und Transportkapazitäten –, was tendenziell auf die Inlandspreise drückt und Exportangebote in EUR gerechnet wettbewerbsfähig hält.

Trading & Risk Outlook

  • Producers: Erwägen Sie, bei Erholungen zusätzliche Absicherungen oder Forward-Verkäufe schrittweise aufzubauen, da das aktuelle Wetter und das brasilianische Angebot kurzfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial signalisieren. Konzentrieren Sie sich auf Basis-Chancen, wo die lokale Nachfrage trotz schwächerer Futures robust bleibt.
  • Consumers/feed buyers: Die derzeitige Preisschwäche bietet attraktive Eindeckungsmöglichkeiten. Staffeln Sie Käufe für Q3–Q4 auf dem aktuellen EUR-Niveau, vermeiden Sie jedoch Überdeckung für den Fall weiterer wetterbedingter Rückgänge.
  • Traders/speculators: Marktstruktur und Fondsströme begünstigen eine moderat bärische Grundhaltung, solange das US-Wetter freundlich bleibt und die brasilianische Ernte Fahrt aufnimmt. Seien Sie auf kräftige Short-Eindeckungsrallyes vorbereitet, falls die US-Prognosen heißer/trockener werden oder die Exportnachfrage positiv überrascht.

3‑Day Price Indications (Directional, in EUR)

  • CBOT-linked EUR flat price: Tendenz leicht schwächer bis seitwärts, da die Prognosen weiterhin erntefreundlich bleiben und Long-Positionen der Investoren weiter schrumpfen.
  • Ukraine (Odesa, FOB/FCA): Seitwärts bis leicht weich um 0,19–0,26 EUR/kg, im Einklang mit den Futures, mit etwas regionalem Risikoaufschlag.
  • France (Paris, FOB): Weitgehend seitwärts nahe 0,26 EUR/kg, wobei die EU-Preise durch die globale Schwäche und komfortable Angebotserwartungen für 2025/26 gedeckelt werden.
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