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Maisfutures legen Pause ein, während EU-Kassapreise stabil bleiben

Maisfutures legen Pause ein, während EU-Kassapreise stabil bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knappe Analyse des Maismarkts: Euronext-Futures flach nahe 250 EUR/t, deutsche Kassapreise stabil, ukrainische Exporte bleiben preislich wettbewerbsfähig, Ausblick bleibt wetterabhängig.

Die Maispreise konsolidieren sich nach einem moderaten Rückgang an der CBOT, während Euronext-Futures und EU-Kassamärkte insgesamt stabil bis leicht fester tendieren, gestützt durch eine robuste Futtermittelnachfrage und relativ begrenzte kurzfristige Verkäufe der Landwirte. Der internationale Maiskomplex handelt derzeit seitwärts, mit Euronext-Mais um 245–250 EUR/t und leicht nachgebenden CBOT-Kontrakten in den letzten Sitzungen. In Europa zeigen Offerten für Futtermais in Deutschland und der Ukraine nur marginale Tagesbewegungen, was auf einen ausgeglichenen kurzfristigen physischen Markt hindeutet. Die Liquidität in den nahen Euronext-Kontrakten ist dünn, aber das Open Interest konzentriert sich weiterhin auf November 2026, was dessen Rolle als zentrale Referenz unterstreicht. Witterung und Ertragserwartungen auf der Nordhalbkugel sowie die Exportwettbewerbsfähigkeit aus dem Schwarzmeerraum werden den Ton für die kommenden Wochen vorgeben.

Preise

Euronext-Mais handelt weitgehend unverändert, mit dem August-2026-Kontrakt zuletzt bei rund 245 EUR/t und November 2026 nahe 250 EUR/t, ohne Veränderung am 29. Juli 2026. Die Forwardkurve bis August 2027 ist nahezu flach bei etwa 249–251 EUR/t, bevor sie für Ende 2027–2028 auf rund 222 EUR/t nachgibt und damit Erwartungen einer komfortableren Versorgung im mittelfristigen Horizont signalisiert.

An der CBOT handelt Frontmonat September 2026 Mais um 447,5 USc/bu, rund 0,3 % Tagesminus, während Dezember 2026 bei etwa 470 USc/bu ebenfalls etwas schwächer notiert. In Euro umgerechnet impliziert dies eine indikative US-Gulf/CBOT-Parität von knapp 105 EUR/t vor Fracht und Basis, womit EU-Mais im Flat-Price-Vergleich weiterhin mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber US-Futures gehandelt wird.

Am physischen EU-Markt zeigen jüngste Offerten deutschen Futtermais frei Werk (EXW) Drentwede bei rund 266 EUR/t am 28. Juli, im Wochenvergleich weitgehend unverändert nach einem kurzen Rücksetzer zur Monatsmitte. Ukrainischer Mais aus Odessa notiert deutlich günstiger, bei rund 179–190 EUR/t CPT/FCA/FOB je nach Konditionen, was die anhaltende Rolle der Ukraine als preisaggressive Herkunft für die EU und den Mittelmeerraum unterstreicht.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Die flache Euronext-Kurve bis Mitte 2027 zeigt, dass der Markt derzeit weder einen akuten kurzfristigen Engpass noch einen ausgeprägten Überschuss erwartet. Preise um 250 EUR/t deuten darauf hin, dass die Futtermittelnachfrage, insbesondere aus der Viehhaltung, die verfügbaren Mengen weiterhin aufnimmt, obwohl in einigen Rationen Konkurrenz durch Weizen und Gerste besteht.

Die Ukraine bleibt ein entscheidender Anbieter von preislich wettbewerbsfähigem Mais in die EU, wobei CPT- und FOB-Werte in Odessa rund 70–90 EUR/t unter den deutschen Inlandspreisen liegen. Dieser Abschlag stützt attraktive Importströme in die EU und begrenzt das Aufwärtspotenzial lokaler Preise, insbesondere in küstennahen Zielmärkten. Binnenregionen der EU bepreisen jedoch weiterhin Logistik- und Risikoaufschläge, wodurch ein Abstand zu seeseitigen Herkünften bestehen bleibt.

In China notieren Dalian-Maisfutures am Tag nur geringfügig schwächer, was auf eine weitgehend stabile inländische Bilanz hindeutet. Dies, zusammen mit weiterhin komfortablen Erwartungen an die globalen Bestände, erklärt die verhaltene Reaktion an der CBOT trotz saisonaler Wetterunsicherheiten in wichtigen Anbauregionen.

Fundamentaldaten & Wetter

Das Open Interest an der Euronext konzentriert sich auf den November-2026-Kontrakt, was dessen Benchmark-Status für die neue EU-Erntebilanz unterstreicht. Das Ausbleiben von Kursbewegungen über die Kurve hinweg am 29. Juli legt nahe, dass in den vergangenen Tagen kein wesentlicher fundamentaler Impuls auf den Markt eingewirkt hat und die Marktteilnehmer weitgehend in einer Abwartehaltung sind, bis klarere Erntehinweise vorliegen.

Physische Preisdaten im Juli zeigen, dass deutscher Futtermais überwiegend in einer Spanne von 244–268 EUR/t EXW gehandelt wurde, mit einem leichten Aufwärtstrend in der zweiten Monatshälfte. Ukrainischer Mais bewegte sich in einer engeren Bandbreite um 176–190 EUR/t, was auf eine stabile Exportkonkurrenz hindeutet. Die relativ enge Spanne über die Zeit signalisiert eine stetige Nachfrage und das Ausbleiben eines starken Verkaufsdrucks seitens der Landwirte auf tieferen Preisniveaus.

Das Wetter auf der Nordhalbkugel bleibt der wichtigste kurzfristige Risikofaktor. Der Marktfokus liegt auf Temperatur- und Niederschlagsmustern während der kritischen Blüte- und Kornfüllungsphase in den großen Anbauregionen; jede anhaltende Hitzewelle oder ein ausgeprägtes Niederschlagsdefizit könnte die Perspektive rasch verknappen und eine Risikoprämie in den Preisen an CBOT und Euronext unterstützen.

Ausblick & Handelsideen

  • Seitwärts bis leicht fester Bias in der EU: Mit Euronext um 245–250 EUR/t und deutschen Kassapreisen nahe 260–270 EUR/t ist der kurzfristige EU-Maismarkt breit durch Futtermittelnachfrage unterstützt, bleibt aber durch günstige Schwarzmeerware nach oben begrenzt.
  • Importmöglichkeiten aus der Ukraine: Der anhaltende Preisabschlag von ukrainischem Mais gegenüber EU-Herkünften bietet attraktive Beschaffungsoptionen für Küstenkäufer; Importeure könnten erwägen, einen Teil des Bedarfs für Q4 2026 zu fixieren, solange die Logistik reibungslos funktioniert.
  • Risikomanagement für Erzeuger: EU-Landwirte mit guten Ernteaussichten könnten die relativ hohe und flache Forwardkurve bis Mitte 2027 nutzen, um einen Teil der erwarteten Produktion abzusichern, während sie einen Restanteil offenlassen für den Fall wetterbedingter Preisspitzen.
  • CBOT-Wetterprämie im Blick behalten: Die leichte Schwäche an der CBOT deutet auf eine begrenzte eingepreiste Wetterprämie hin; jede negative Veränderung in den Prognosen könnte die globalen Benchmarks nach oben treiben und auf die Euronext ausstrahlen, was für flexible Absicherungsstrategien spricht.

3-Tage-Preisindikation (EUR)

  • Euronext Mais (nahe Kontrakte): Seitwärts mit leichtem Aufwärtspotenzial, erwartete Spanne etwa 240–255 EUR/t.
  • Deutscher Futtermais EXW: Stabil um 260–270 EUR/t, nur geringe intraday-Anpassungen.
  • Ukrainischer Exportmais (Odessa, FOB/CPT): Weitgehend stabil im oberen 170er- bis unteren 190er-EUR/t-Bereich, mit klarem Abschlag gegenüber EU-Inlandspreisen.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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