Die Maismärkte tendieren leicht nach unten, da die geplanten Pflanzungen des USDA hohe US-Maisflächen bestätigen, während die US-Bestände im Jahresvergleich steigen und die EU-Maisimporte unter dem Vorjahresniveau bleiben. Der Druck vor Ort wird durch die Kosteninflation für Kraftstoff und Düngemittel gemildert, was weiterhin zu einem Flächenwechsel zu Sojabohnen führen könnte.
Die Maisfutures an der Euronext Paris sind allgemein stabil knapp über 210 EUR/t bis Mitte 2027, während die CBOT-Maiskontrakte entlang der Kurve leicht gesunken sind. Die neueste USDA-Umfrage weist auf 95,338 Millionen Acres geplanter Maisanbauflächen in den USA hin, was im Vergleich zum Vorjahr sinkend, aber über den Handelsprognosen vor dem Bericht liegt, was einen komfortablen Versorgungsausblick vermittelt, sofern das Wetter mitspielt. Gleichzeitig stiegen die US-Maisbestände am 1. März im Jahresvergleich um fast 0,9 Milliarden Scheffel, obwohl sie etwas unter den Erwartungen lagen, und die EU-Maisimporte bleiben deutlich unter dem Vorjahr, was auf eine bessere Verfügbarkeit im Inland und wettbewerbsfähige Gerstenexporte hinweist.
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📈 Preise & Spreads
Die Euronext-Maisfutures befinden sich in einem flachen Contango, wobei die Frontkontrakte nahe bei 210 EUR/t bleiben, was ein gut versorgtes Gleichgewicht signalisiert, jedoch eine begrenzte Überzeugung für sinkende Preise.
| Vertrag | Börse | Letzter Preis (umgerechnet) | Bewegung gegenüber vorher |
|---|---|---|---|
| Jun 2026 | Euronext | 209,50 EUR/t | 0,0% |
| Aug 2026 | Euronext | 212,00 EUR/t | 0,0% |
| Nov 2026 | Euronext | 209,25 EUR/t | 0,0% |
| Dez 2026 | CBOT | ≈170 EUR/t | -0,77% |
Physische Angebote unterstreichen das schwache Basisumfeld: Französischer gelber Mais FOB Paris liegt stabil bei etwa 0,22 EUR/kg (220 EUR/t), während ukrainischer Futtermais ex-Odesa nahe 0,18–0,24 EUR/kg FCA/FOB (180–240 EUR/t) gehandelt wird, was den reichlichen Wettbewerb im Schwarzen Meer nach Europa verdeutlicht.
🌍 Angebot & Nachfrage Treiber
Die USDA-Umfrage zu den geplanten Pflanzungen zeigt, dass die US-Bauern beabsichtigen, in diesem Frühling 95,338 Millionen Acres Mais zu säen, etwa 3,45 Millionen Acres weniger als im Vorjahr, aber über der durchschnittlichen Marktschätzung von 94,37 Millionen Acres. Dieser moderate Rückgang der Anbaufläche, zusammen mit den Trenderträgen, impliziert immer noch ein robustes Produktionspotential für 2026/27, insbesondere angesichts der kürzlichen Ertragsverbesserungen.
Die US-Maisbestände am 1. März werden auf 9,024 Milliarden Scheffel gemeldet, 89 Millionen unter den Handelsprognosen, jedoch um 887 Millionen Scheffel im Jahresvergleich gestiegen, was auf lockerere inländische Fundamentaldaten hinweist, trotz starker Nutzung. Die Bestände vom 1. Dezember wurden nach oben korrigiert auf 13,306 Milliarden Scheffel, was das Bild einer ausreichenden Versorgung verstärkt.
In Europa liegen die Maisimporte bei 13,24 Millionen Tonnen im Vergleich zu 16,21 Millionen Tonnen im Vorjahr, während die Gerstenexporte auf 7,52 Millionen Tonnen im Vergleich zu 3,99 Millionen Tonnen in 2024/25 angestiegen sind. Niedrigere Maisimporte deuten auf eine verbesserte Verfügbarkeit von EU-Grobkörnern hin – teilweise dank der Herkunft aus dem Schwarzen Meer – und stärkeren Wettbewerb im Futtergetreidekomplex, da Gerste aggressiver abfließt.
📊 Fundamentaldaten & Wetter
Zuletzt haben Kostensteigerungen bei Kraftstoff und Düngemittel – verstärkt durch den Iran-Konflikt und die breitere Volatilität auf dem Energiemarkt – einige US-Bauern dazu gebracht, das sehr inputintensive Profil von Mais zugunsten von Sojabohnen zu überdenken. Während die Umfrage im März nur die frühe Phase dieses Kostenanstiegs erfasste, besteht das reale Risiko, dass die endgültige Maisanbaufläche weiter sinken könnte, wenn sich die Margen vor Abschluss der Pflanzung verschlechtern.
Das Wetter für Anfang April im US-Maisgürtel tendiert zu wärmeren Temperaturen als normal mit einigen Bereichen übernormalen Niederschlags, Bedingungen, die in der Regel rechtzeitige Feldarbeiten begünstigen, sobald die Böden ausreichend trocknen. Auch die Frühlingsprognose der NOAA deutet auf Risiken einer Dürreausweitung in Teilen der Plains hin, die das Ertragspotential später begrenzen könnte, wenn Feuchtigkeitsdefizite während der kritischen Bestäubungsphasen auftreten.
In Südamerika bleibt die Aufmerksamkeit auf dem safrinha-Mais Brasiliens, wo saisonale Regenfälle zur Erhaltung des Ertragspotentials bis Mai–Juni entscheidend sein werden für die Verfügbarkeit von globalen Futtergetreide und den Exportwettbewerb in der zweiten Jahreshälfte 2026. Jeglicher wetterbedingte Rückgang der safrinha-Erträge würde das ansonsten komfortable Lagergleichgewicht straffen und könnte die Risikoprämie in den CBOT- und Euronext-Kurven wieder anheben.
📉 Marktentiment & Positionierung
Die Daten zu Anbauflächen und Beständen waren moderat bärisch für Mais und bullisch für Sojabohnen, was zu relativem Druck auf die Mais-Spreads führte. Die Maisfutures entlang der CBOT-Kurve für 2026–2027 sanken nach dem Bericht um etwa 0,7–0,8%, während die Euronext-Werte im Wesentlichen unverändert blieben, was darauf hinweist, dass ein erheblicher Teil der bärischen Überraschung bei den Anbauflächen bereits eingepreist war.
Ein großes offenes Interesse sowohl an der Euronext (z.B. über 17.000 Kontrakte im Juni 2026) als auch an der CBOT zeigt, dass die spekulative und kommerzielle Teilnahme auf den aktuellen Niveaus stark bleibt. Mit höheren Beständen im Jahresvergleich und einer gedämpften Importnachfrage in der EU dürften Preisanstiege wahrscheinlich Produzentenverkäufe anziehen, insbesondere aus dem Schwarzen Meer, wo die Exportpreise in Euro sehr wettbewerbsfähig bleiben.
📆 Handelsausblick (Nächste 2–4 Wochen)
- Importeure/Futterkäufer: Nutzen Sie die aktuelle flache Euronext-Struktur nahe 210 EUR/t und schwache physische Angebote (Frankreich/Ukraine), um die Deckung bis Q3–Q4 2026 bei Preisdips zu erweitern, behalten Sie jedoch etwas Flexibilität für den Fall von späten Pflanzungen oder Wetterproblemen zu Beginn der Saison.
- Produzenten (EU & Schwarzes Meer): Ziehen Sie in Erwägung, schrittweise Absicherung bei Anstiegen über etwa 215–218 EUR/t Euronext Nov 2026 vorzunehmen, angesichts der komfortablen US-Bestandslage und der hohen beabsichtigten Anbauflächen.
- Spekulanten: Der Mais/Sojabohnenspread begünstigt noch immer grundsätzlich Sojabohnen nach dem Bericht; relative Wertstrategien (lange Sojabohnen/kürzere Maispositionen) bleiben attraktiv, solange keine zusätzlichen US-Maisanbauflächenkürzungen bestätigt werden.
🧭 3-Tage Preisrichtungsprognose
- Euronext-Mais (Frontkontrakte): Leicht bärisch bis seitwärts, mit Preisen, die voraussichtlich um 208–212 EUR/t schwanken, während die Märkte die Anbauflächen- und Bestandsdaten verdauen.
- CBOT-Mais (Dez 2026): Leicht bärische Tendenz, mit weiterem Druck möglich, wenn das Wetter im US-Maisgürtel günstig bleibt für frühe Pflanzungen.
- EU physische Basis (Frankreich/Schwarzes Meer): Stabil bis leicht schwächer, da der Exportwettbewerb intensiver wird und die EU-Maisimporte unter dem Vorjahr bleiben.



