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Reismarkt bleibt fest, da CBOT‑Terminkurve seitwärts tendiert und asiatische FOB‑Werte leicht zulegen

Reismarkt bleibt fest, da CBOT‑Terminkurve seitwärts tendiert und asiatische FOB‑Werte leicht zulegen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Update zum Reismarkt: CBOT‑Futures auf Rohreis seitwärts, während indische und vietnamesische FOB‑Exportpreise in EUR leicht anziehen. Zentrale Treiber, Ausblick und Handelsideen.

Die CBOT‑Terminkontrakte für Rohreis handeln seitwärts mit einer leicht festeren Forwardkurve, während die indischen und vietnamesischen FOB‑Exportpreise in EUR moderate Wochenzuwächse verzeichnen und damit auf einen vorsichtig konstruktiven globalen Reismarkt hindeuten. Der Reismarkt ist derzeit durch stabile US‑Terminkurse, leicht steigende asiatische Exportofferten und weiterhin robuste Importnachfrage gekennzeichnet. Der nächstfällige CBOT‑Rohreistermin (Sep 2026) notiert unverändert bei rund 14,20 USD/cwt, während die späteren Kontrakte für 2027 mit einem kleinen Aufschlag gehandelt werden. Im physischen Handel deuten jüngste FOB‑Offerten aus Indien (Neu‑Delhi) und Vietnam (Hanoi), in EUR umgerechnet, seit Mitte Juli auf eine allmähliche Aufwertung über die meisten Qualitäten hinweg. Hohe Exportkapazitäten in Indien und solide Ausfuhren Vietnams, zusammen mit saisonal wichtigen Monsunbedingungen, halten Käufer aufmerksam, führen aber bislang noch nicht zu einem deutlichen Preisausbruch.

Preise

Die CBOT‑Futures auf Rohreis zeigen eine flache bis leicht aufwärtsgerichtete Struktur. Der Sep‑2026‑Kontrakt wurde zuletzt bei 14,20 USD/cwt gehandelt, am Tag unverändert, während Nov 2026 und Jan 2027 mit leichten Aufschlägen bei etwa 14,60 bzw. 14,98 USD/cwt notieren, was auf einen moderaten Carry in Richtung 2027 hindeutet.

Unter Verwendung eines indikativ angenommenen Wechselkurses von 1 USD = 0,90 EUR entsprechen die CBOT‑Niveaus für Sep 2026 rund 28,4 EUR/100 kg und liefern damit einen Referenzwert, mit dem asiatische Ursprungsangebote verglichen werden können. Der bescheidene Termincarry signalisiert eine komfortable kurzfristige Verfügbarkeit, aber keinen aggressiven Verkaufsdruck.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Die offene Position (Open Interest) an der CBOT, mit rund 9.470 Kontrakten im Sep 2026, deutet auf einen ordentlich liquiden Markt hin, jedoch ohne Anzeichen spekulativer Extreme. Die leicht ansteigende Kurve von Sep 2026 bis Sep 2027 (rund +1,0 USD/cwt über den gesamten Streifen) weist auf die Erwartung eines stabilen bis leicht engeren Marktgleichgewichts in der weiteren Zukunft hin, allerdings weiterhin in einem komfortablen Rahmen für Endverbraucher.

Auf der Exportseite bleibt Indien ein zentraler Lieferant. Politische Dokumente bestätigen ein insgesamt „freies“ Exportregime für geschälten Reis, mit Ausnahme von Paddy mit Spelzen, was die weltweite Verfügbarkeit stützt und starke Preissprünge begrenzt. Vietnam nutzt weiterhin gute Ernten und wettbewerbsfähige Preise, insbesondere für weißen und duftenden Reis, und unterstützt damit stabile Lieferströme nach Asien und Afrika.

Fundamentaldaten & regionale Preissignale

Indische FOB‑Offerten Anfang August zeigen im Vergleich zu Mitte Juli einen klaren, wenn auch moderaten Aufwärtstrend. So sind nicht‑biologische „steam“-Typen wie PR11 und 1509 sowie 1121 steam und golden sella in den letzten zwei bis drei Wochen um etwa 0,01 EUR/kg gestiegen, während hochwertige biologische Basmati- und Nicht‑Basmati‑Sorten um rund 0,01–0,02 EUR/kg zugelegt haben. Dies deutet auf eine robuste Nachfrage und eine begrenzte Bereitschaft der Verkäufer hin, Preisnachlässe zu gewähren.

Vietnamesische FOB‑Preise ab Hanoi spiegeln diesen festen Ton wider. Long white 5% broken, Jasmine, Japonica und Spezialitäten wie Homali und Calrose sind zwischen Ende Juli und Anfang August allesamt um rund 0,01 EUR/kg gestiegen. Die Aufwertung insbesondere der duftenden Sorten steht im Einklang mit Berichten über solide Kaufinteressen wichtiger Importeure wie China und die Philippinen.

Insgesamt deuten die Fundamentaldaten auf einen Markt hin, der in der Summe gut versorgt ist, aber von aktiven Importprogrammen und teilweise auch vom Aufbau staatlicher Reserven – insbesondere in Teilen Asiens – unterstützt wird.

Witterung & Ernteaussichten

Die Reisproduktion in den wichtigsten asiatischen Ursprungsländern hängt derzeit maßgeblich von der Monsun- und Saisonniederschlagsentwicklung ab. In Indien befindet sich die Kharif‑Reisernte, die von den Monsunregen im Zeitraum Juni–November abhängt, in kritischen vegetativen und frühen generativen Stadien. In den letzten Tagen wurden keine größeren Wetterschocks gemeldet, doch ungleich verteilte Niederschläge bleiben mit Blick auf das spätere Ertragspotenzial ein Risiko.

Die wichtigsten Reisanbaugebiete Vietnams profitieren weiterhin von überwiegend günstigen Bedingungen, gestützt durch einen guten Fortschritt bei Aussaat und Ernte bis zur Jahresmitte. In der aktuellen Phase wirkt das Wetter eher unterstützend als störend für das Angebot, was die kontrollierte Natur der jüngsten Preissteigerungen erklärt – anstelle einer ausgeprägten, wettergetriebenen Rally.

Handelsausblick

  • Importeure: Erwägen Sie, einen Teil der Bedarfsdeckung für Q4 2026 und Anfang 2027 vorzuziehen, solange die CBOT‑Futures flach bleiben und die asiatischen FOB‑Preise nur moderat höher sind. Der leichte Carry in der Terminkurve ermöglicht Absicherung, ohne einen nennenswerten Laufzeitaufschlag zahlen zu müssen.
  • Exporteure (Indien & Vietnam): Die schrittweise Festigung der in EUR denominierten FOB‑Werte stützt leicht höhere Angebotspreisvorstellungen, insbesondere in den Segmenten für duftenden und Premiumreis, doch der Wettbewerb bleibt intensiv. Nutzen Sie die aktuelle Stabilität, um Vorwärtsverkäufe zu fixieren, wo die Basisniveaus attraktiv sind.
  • Spekulative Marktteilnehmer: Ohne klaren Wetterschock und bei solider Exportverfügbarkeit erscheint das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt. Strategien, die auf Range‑Trading oder Kalender‑Spreads (Kauf kurzfristiger/Verkauf späterer Fälligkeiten bei sich ausweitenden Carries) setzen, könnten derzeit sinnvoller sein als reine Richtungswetten.

3‑Tage‑Richtungsausblick (in EUR)

  • CBOT‑Rohreis (EUR‑Äquivalent): Seitwärts bis leicht fester, innerhalb einer engen Spanne um 28–29 EUR/100 kg.
  • Indien FOB Neu‑Delhi: Leichte Aufwärtstendenz von etwa +0,5–1% für wichtige steam‑ und Basmati‑Qualitäten, unter der Annahme stabiler FX‑ und Frachtraten.
  • Vietnam FOB Hanoi: Etwas festerer Ton, insbesondere bei duftendem und Spezialreis, wobei Aufschläge voraussichtlich durch das wettbewerbsfähige Angebot und vorsichtiges Kaufverhalten begrenzt bleiben.
BASIC
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