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Reismarkt gibt nach, da CBOT schwächer tendiert und FOB-Angebote leicht zurückgehen

Reismarkt gibt nach, da CBOT schwächer tendiert und FOB-Angebote leicht zurückgehen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knappe Reismarktanalyse Juli 2026: CBOT-Futures geben nach, indische und vietnamesische FOB-Angebote schwächen sich leicht ab, während die Monsunbelebung weiteres Abwärtsrisiko begrenzt.

Die CBOT-Terminkontrakte für Rohreis haben sich von ihren jüngsten Höchstständen zurückgezogen, während indische und vietnamesische FOB-Angebote eine moderate, breit angelegte Abschwächung zeigen. Dies weist kurzfristig auf eine etwas weniger angespannte globale Reisbilanz hin. Die physischen Exportpreise aus Indien und Vietnam sind in den vergangenen drei bis vier Wochen um rund 1–3 % gefallen, obwohl die Monsunregen nun endlich ganz Indien abdecken und die vietnamesischen Notierungen sich von ihren Tiefständen Anfang Juni erholen. Damit bleibt der Markt fein austariert zwischen Wetterrisi ken und weiterhin robuster Importnachfrage.

Preise

CBOT-Rohreis handelt in einer engen, aber leicht weicheren Spanne. Der nahe Juli‑2026‑Kontrakt schloss zuletzt bei etwa 13,43 USD/cwt, ein Plus von 2,3 % gegenüber dem Vortag, doch die Terminstruktur von September 2026 bis Januar 2027 liegt taggleich niedriger, mit Sep bei 13,74 USD/cwt (−1,4 %), Nov bei 14,14 USD/cwt (−1,1 %) und Jan 2027 bei 14,40 USD/cwt (−1,6 %). Die Kurve bleibt von Jul 2026 bis Jul 2027 leicht ansteigend, was auf moderaten Carry und komfortable Lagerbestände hindeutet.

Im physischen Markt zeigen indische indikative FOB-Angebote (Neu-Delhi) seit Mitte Juni eine allmähliche Entspannung. Für den 3. Juli liegt All-golden Sella bei rund 0,82 EUR/kg (zuvor etwa 0,84), Sharbati Steam bei etwa 0,47 EUR/kg (0,49 Mitte Juni) und 1121 Steam nahe 0,70 EUR/kg (0,72). Premium Bio-Weiß-Basmati wird bei rund 1,60 EUR/kg indiziert (1,63 Mitte Juni). Vietnamesische FOB-Preise (Hanoi) spiegeln diesen Trend wider, mit Long White 5 % bei etwa 0,34 EUR/kg (0,36 Mitte Juni) und duftendem Jasmine bei rund 0,35 EUR/kg (0,38). Dies reflektiert eine leicht schwächere Basis trotz weiterhin erhöhter globaler Benchmarks.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Auf der Angebotsseite hat der Südwestmonsun 2026 in Indien mittlerweile faktisch das gesamte Land erfasst, wobei die Niederschläge im Juli bislang etwa 42 % über dem Normalwert liegen, nach einem sehr trockenen Juni. Diese Belebung hat die unmittelbaren Sorgen um die Kharif-Paddy-Aussaat gemildert, obwohl die kumulierten saisonalen Niederschläge weiterhin unter dem langjährigen Mittel liegen und für große Teile des Landes im Juli unterdurchschnittliche Regenmengen prognostiziert werden.

Das Angebot aus Vietnam bleibt robust: Die Reisexporte in den ersten Monaten 2026 übertreffen das Vorjahresvolumen, doch die Werte stehen durch niedrigere durchschnittliche Exportpreise unter Druck. Knappes regionales Angebot und El‑Niño-Sorgen haben die Exportnotierungen für vietnamesischen Reis mit 5 % Bruchanteil zuletzt wieder auf etwa 410–415 USD/t nach oben getrieben, doch Konkurrenz aus Indien, Thailand und Pakistan begrenzt weitere Aufschläge und hat bereits zu gewissen Abschlägen von früheren Höchstständen geführt.

Auf der Nachfrageseite sichern sich wichtige asiatische Importeure (Philippinen, China, afrikanische Käufer) weiter vorausschauend ab, um Wetter- und Politikrisiken zu begegnen, während die Basmati-Nachfrage im Nahen Osten vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen uneinheitlich bleibt. Insgesamt hält diese Kombination die globalen Handelsströme solide, ermöglicht jedoch leichte Preiskorrekturen, wenn sich die Wetterlage verbessert – wie an der jüngsten CBOT-Schwäche und den moderaten FOB-Rückgängen zu sehen.

Fundamentaldaten & Wetter

Terminstruktur und Basis signalisieren einen Markt, der nicht mehr extrem angespannt, aber weiterhin weit von einem Überangebot entfernt ist. Der leichte Carry an der CBOT und die kleinen Rückgänge der indischen/vietnamesischen FOBs deuten auf eine komfortable Angebotslage auf kurze Sicht hin, gleichzeitig bleibt die Prämie für duftende und Bio-Segmente deutlich und unterstreicht eine robuste Nachfrage im Premiumbereich.

Wetter ist in den kommenden Wochen der wichtigste fundamentale Schlüsselfaktor. Nach einem Juni mit nur 60 % der normalen Niederschlagsmenge in Indien, ist die Erholung des Monsuns im Juli entscheidend für das Ertragspotenzial in den Reisgürteln im Osten und Zentrum. Einschätzungen des IMD und anderer Forschungsstellen weisen weiterhin auf das Risiko unterdurchschnittlicher Niederschläge für den Juli insgesamt hin, insbesondere im Zusammenhang mit einem sich entwickelnden El Niño, was einen stärkeren Preisrückgang begrenzen könnte, falls Aussaat oder vegetatives Wachstum beeinträchtigt werden.

In Südostasien stützen Sorgen über El‑Niño-bedingte Trockenheit im weiteren Jahresverlauf die Exportwerte für Vietnam und Thailand, auch wenn das aktuelle Spotangebot ausreichend ist. Jüngste vietnamesische Berichte heben hervor, dass die Exportpreise seit Mitte Mai aufgrund der Erwartung eines knapperen regionalen Angebots wieder gestiegen sind, was mit den weiterhin festen, wenn auch leicht nachgebenden FOB-Indikationen in unserem Datensatz übereinstimmt.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Markttendenz (nächste 1–3 Wochen): Leicht bärisch bis seitwärts für Standardqualitäten; stabil mit begrenztem Abwärtsrisiko für Premium-, Duft- und Biosegmente.

  • Käufer (Importeure, Lebensmittelindustrie): Nutzen Sie die aktuelle Korrektur an der CBOT (Sep 2026 um 13,7 USD/cwt) und die um 1–3 % weicheren FOB-Angebote aus Indien und Vietnam, um die Deckung bis ins 4. Quartal 2026 zu verlängern, insbesondere für 1121/1509 Steam und nicht‑Basmati Langkorn. Priorisieren Sie gestaffelte Käufe, um sich gegen monsunbedingte Volatilität abzusichern.
  • Verkäufer (Exporteure, Mühlen): Erwägen Sie, einen höheren Anteil der nahfristigen Exportmengen zu den aktuellen Niveaus zu preisen, da weiteres Abwärtspotenzial bei FOB durch Wetter- und Politikrisiken begrenzt ist. Halten Sie einen gewissen offenen Anteil bei Premium-Basmati und Spezialitäten, wo Nachfrage und Qualitätsdifferenziale weiterhin stark sind.
  • Terminmarktteilnehmer: Kurzfristige Händler können auf der CBOT Range-Trading-Chancen zwischen etwa 13,3–14,3 USD/cwt in den nächstfälligen Kontrakten suchen – mit engen Stopps und engem Monitoring der indischen Niederschlagsentwicklung sowie etwaiger neuer handelspolitischer Schlagzeilen.

3‑Tage-Richtungsausblick (EUR-basiert)

  • CBOT Rohreis (Frontmonate, EUR-äquivalent): Leicht abwärts bis seitwärts, da die Wettermeldungen günstig bleiben und spekulative Long-Positionen reduziert werden.
  • Indien FOB (Neu-Delhi – Standard Steam und Sella): Weitgehend stabil mit leicht weichem Ton; zusätzliche Rückgänge über 1–2 % hinaus erscheinen ohne erneuten Rückgang der globalen Benchmarks unwahrscheinlich.
  • Vietnam FOB (Hanoi – 5 % White, Jasmine): Seitwärts; Wettbewerbsdruck aus anderen Ursprungsländern kompensiert regionale Wettersupports und hält die EUR-Preise in einer engen Spanne um die aktuellen Niveaus.
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Live-Chart
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