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Schwarzgram-Preise geben mit neuer Ernte nach, aber Festtagsnachfrage begrenzt Abwärtsrisiko

Schwarzgram-Preise geben mit neuer Ernte nach, aber Festtagsnachfrage begrenzt Abwärtsrisiko

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für Schwarzgram (Urad) geben wegen höherer Anlieferungen und weicherer Myanmar-Angebote nach, während die Festtagsnachfrage in Indien den Markt nach unten absichert. Kurzfristiger Ausblick im Überblick.

Die Preise für Urad (Schwarzgram) lassen nach, da das Angebot aus der neuen Ernte in Indien zunimmt und Exportangebote aus Myanmar weicher werden, doch die bevorstehende Festsaison dürfte eine tiefere Korrektur verhindern. Aus den physischen Märkten in Indien werden schwächere Einkäufe der Dal-Mühlen gemeldet, während die Volumina der neuen Ernte aus wichtigen Anbaugebieten wie Lalitpur und Bijapur steigen. Gleichzeitig sind die CNF-Angebote aus Myanmar für September–Oktober-Lieferungen zurückgegangen, was auf ein entspannteres Angebot in der Nahfrist hindeutet. Dennoch deuten eine aktive Festtagsnachfrage und weiterhin robuste Importinteressen eher auf einen Übergang zu einem weicheren, aber gestützten Markt hin, als auf einen anhaltenden Abwärtstrend.

Preise

Die inländischen Urad-Preise in Indien sind Mitte September unter Druck geraten, da der Markt die steigenden Anlieferungen und die nachlassende Nachfrage der Mühlen verdaut. Aus Neu-Delhi wird von einer schwächeren Handelsstimmung berichtet, da sich Dal-Mühlen nach zuvor bedarfsorientierten Käufen erst einmal zurückhalten.

Auf der Importseite ist Myanmar-FAQ-Urad für September–Oktober-Verschiffung auf etwa 885 $ pro Tonne CNF gefallen, während SQ-Qualität auf rund 965 $ pro Tonne CNF nachgegeben hat. Bei einem indikativem Wechselkurs von 1 EUR = 0,90 USD entspricht dies ungefähr 885 USD ≈ 797 EUR/t und 965 USD ≈ 869 EUR/t und unterstreicht eine moderate, aber klar erkennbare Abschwächung der Offshore-Notierungen.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Großhandelspreise für Urad Dal liegen in Indien zum 15. September im Schnitt bei rund ₹11.343 pro Quintal und damit niedriger als im Vormonat, was bei Umrechnung von INR in EUR etwa 101 EUR je 100 kg impliziert. Dies steht im Einklang mit auf Agmarknet basierenden Mandi-Daten, die einen Rückgang um 6–7 % in der letzten Woche und fast 19 % über 30 Tage zeigen und damit bestätigen, dass sich Termin- und Kassamarkt eher auf niedrigerem Niveau einpendeln als steigen.

Angebot & Nachfrage

Das Angebot der neuen Ernte ist der dominierende Treiber. Die Anlieferungen von frischem Urad nehmen zu; Märkte wie Lalitpur melden etwa 129 Quintal Neueingänge, wenn auch mit rund 20 % Feuchtigkeit, und Ware aus Bijapur wird nach Gulbarga geliefert. Diese ersten Flüsse dürften mit dem Erntefortschritt zunehmen und so den Kassapreisen kontinuierlichen Druck verleihen.

Parallel dazu hat eine größere inländische Anbaufläche für Hülsenfrüchte – insbesondere Urad – die Basis für eine bessere Produktion in dieser Saison gelegt. Jüngste offizielle Zahlen zeigen, dass die mit Urad bestellte Fläche deutlich über dem Vorjahresniveau liegt, und Marktbeobachter erwarten ab dem kommenden Monat höhere Anlieferungen kurzreifender Kharif-Hülsenfrüchte (einschließlich Urad). Dieser strukturelle Anstieg des Angebots, kombiniert mit Indiens weiterhin freier Importpolitik für Schwarzgram aus Myanmar, verringert die Wahrscheinlichkeit eines starken Preisaufschwungs.

Auf der Nachfrageseite haben Dal-Mühlen ihre Käufe in den letzten Sitzungen zurückgefahren, da sie bestehende Bestände abbauen und auf klarere Signale zur Qualität und zum Feuchtigkeitsgehalt der neuen Ernte warten. Gleichzeitig tritt Indien in sein Zeitfenster der höchsten Festtagsnachfrage ein, das typischerweise den Verbrauch von Urad Dal und verwandten veredelten Produkten stützt. Diese saisonale Nachfrage, zusammen mit weiterhin festen Verbraucherpreisen für konkurrierende Hülsenfrüchte wie Tur und Chana, dürfte den Endverbrauch von Urad trotz wachsender Versorgung robust halten.

Fundamentaldaten & Wetter

Die Fundamentaldaten verschieben sich von knapp zu ausgeglichener. Die Kombination aus größerer Kharif-Fläche, zunehmenden Neueingängen und wettbewerbsfähigen CNF-Angeboten aus Myanmar deutet auf eine komfortablere Versorgungslage für die kommenden Monate hin. Regierungsdaten heben zudem hervor, dass die gesamte Hülsenfruchtfläche über dem Vorjahresniveau liegt, was ein breiteres Produktionspolster signalisiert.

Das Wetter ist ein gemischter, aber zunehmend weniger kritischer Faktor. Der Südwestmonsun 2026 verläuft in vielen Teilen Indiens unterdurchschnittlich, dennoch ist die Urad-Ernte – überwiegend eine kurzreifende Kharif-Hülse – in den wichtigsten Anbaugebieten bereits weit fortgeschritten. Lokal begrenzte Starkniederschläge können einige Anlieferungen verzögern und die Qualität in Teilregionen beeinträchtigen, doch das Risiko weitverbreiteter Ertragsverluste erscheint derzeit moderat. Infolgedessen bleiben die Produktionserwartungen für Urad insgesamt stabil, was die Einschätzung eines begrenzten Aufwärtsrisikos untermauert.

Ausblick & Handelsempfehlungen

Eine kräftige Rallye der Schwarzgram-Preise gilt in der Nahfrist als unwahrscheinlich. Steigende inländische Anlieferungen, größere Aussaatflächen und leichtere Angebote aus Myanmar begrenzen das Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig dürfte die aktive Festtagsnachfrage nach Urad Dal in den nächsten zwei Monaten, zusammen mit der Importnachfrage auf dem aktuellen CNF-Niveau, einen soliden Boden gegen einen starken Preisrückgang bilden.

Die Marktstimmung ist daher eher auf ein leicht weicheres, aber seitwärts gerichtetes Bild ausgerichtet: Die Preise könnten nachgeben, wenn feuchtigkeitsbereinigte Neueingänge an Umfang gewinnen, doch jeder stärkere Ausverkauf dürfte neue Käufe von Mühlen und Lagerhaltern anziehen. Volatilität könnte sich aus Qualitätsunterschieden (Feuchtigkeit, Sortierung) und politischen Maßnahmen der Regierung zu Beständen oder Abgaben ergeben, doch die aktuellen Fundamentaldaten sprechen eher für eine Konsolidierung als für eine Trendwende.

Praktische Handelsimplikationen

  • Dal-Mühlen: Staffelkäufe bei Rücksetzern in der Nähe der aktuellen Niveaus erwägen, mit Fokus auf höherwertige Partien der neuen Ernte, sobald sich der Feuchtigkeitsgehalt normalisiert; angesichts steigender Anlieferungen keine aggressive Vorwärtsdeckung eingehen.
  • Importeure: Myanmar-FAQ um ~800 EUR/t CNF und SQ nahe ~870 EUR/t bleiben kalkulierbar, bieten aber begrenztes Aufwärtspotenzial; nur bedarfsorientierte Käufe bis nach den Festtagen tätigen, wenn Lagerbestände und Ernteumfang in Indien klarer sind.
  • Lagerhalter & Händler: Kurzfristige, durch Festtagsnachfrage getriebene Rallyes nutzen, um ältere, minderwertigere Bestände abzubauen; selektiv wieder einsteigen, falls die Inlandspreise neue Saisontiefs testen, die durch Mühlennachfrage unterstützt sind.

3-Tage-Richtungsausblick (EUR)

  • Importierter Myanmar-FAQ, CNF Indien: Stabil bis leicht weicher, in einer groben Spanne um 780–810 EUR/t, da Käufer auf höheres Angebot reagieren und verhandeln.
  • Importierter Myanmar-SQ, CNF Indien: Weitgehend stabil, um 850–880 EUR/t, mit intakten Qualitätsspreads, die jedoch durch das insgesamt komfortable Angebot begrenzt werden.
  • Indischer Großhandel mit Urad Dal (gesamtindischer Durchschnitt): Leichte Abwärtstendenz von etwa 95–105 EUR/100 kg mit zunehmenden Neueingängen, doch die Festtagsnachfrage dürfte stärkere Rückgänge begrenzen.
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