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Schwarzmeer-Weizen gibt nach, da Aussichten für neue Ernte in der Ukraine und Deutschland sich verbessern

Schwarzmeer-Weizen gibt nach, da Aussichten für neue Ernte in der Ukraine und Deutschland sich verbessern

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Ukrainische CPT-Odesa-Weizenpreise bleiben stabil bis leicht weicher, während deutscher Futterweizen angesichts Hitzewellenrisiken und komfortablem globalem Angebot einen Aufschlag hält.

Ukrainische Weizenpreise auf CPT-Odesa-Basis sind stabil bis leicht weicher, während deutscher Futterweizen einen kleinen Aufschlag hält. Verbesserte Ernteaussichten in der Ukraine und eine sich entwickelnde Hitzewelle in Norddeutschland sind die wichtigsten kurzfristigen Treiber, die die Schwarzmeer-Herkunft wettbewerbsfähig halten, aber das Aufwärtspotenzial begrenzen. Die physischen Weizenmärkte im Schwarzmeerraum und in der EU treten in das Neuschnitt-Fenster ein, bei insgesamt komfortablen globalen Angebotserwartungen und Druck durch niedrigere internationale Benchmarks. Alt-Ernte-Exportpreise aus der Ukraine sind weitgehend stabil, aber Gebote für die neue Ernte tendieren nach unten, da günstiges Wetter das Ertragspotenzial stützt. In Deutschland schaffen sehr warme bis heiße Bedingungen im Nordwesten ein gewisses Wetterrisiko, stützen derzeit jedoch vor allem die Basis- statt die Flat-Price-Niveaus. Vor diesem Hintergrund sehen Endverbraucher gute kurzfristige Deckungsmöglichkeiten, während die Erzeuger zunehmendem Druck ausgesetzt sind, Alt-Ernte-Verkäufe abzuschließen.

Preise & Spreads

Alle Preise zur Vergleichbarkeit in EUR pro kg umgerechnet.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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*Indikativ, basierend auf jüngsten internen Angeboten; Terminbenchmarks tendieren zur neuen Ernte schwächer und üben leichten Abwärtsdruck auf die physischen Märkte aus.

International haben die globalen Weizenpreise diese Woche vor der Ernte auf der Nordhalbkugel nachgegeben. Russische und Schwarzmeer-Angebote bleiben aggressiv, und globale Benchmarks werden weicher, da der Handel trotz lokaler Witterungsprobleme in den USA und Teilen Russlands mit einem reichlichen Angebot 2026 rechnet.

Angebot, Nachfrage & Handelsströme

Die ukrainische Weizenernte 2026 wird derzeit auf rund 22,8–23 Mio. t geschätzt, leicht über dem Vorjahresniveau und über dem jüngsten Durchschnitt nach Beginn der Invasion, gestützt durch relativ günstige Bedingungen in den zentralen, südlichen und östlichen Regionen. Das Exportpotenzial ist solide: Die gesamten Getreide- und Körnerexporte in der Saison 2025/26 erreichten bis 12. Juni etwa 34,9 Mio. t, was zeigt, dass die Ukraine trotz Logistik- und Sicherheitsrisiken ein bedeutender Lieferant im Schwarzmeerraum bleibt.

Berichte vom ukrainischen Inlandsmarkt beschreiben die Weizenexportpreise diese Woche als insgesamt stabil, mit etwas nachgebenden Angeboten für neue Ernte dank verbesserter Ernteerwartungen und solider Nachfrage. Der Wettbewerb mit Russland in wichtigen Importmärkten begrenzt weiterhin jede Rallye bei ukrainischen FOB-/Odesa-Notierungen und zwingt ukrainische Exporteure, einen Abschlag beizubehalten, um in Nordafrika und dem Nahen Osten wettbewerbsfähig zu bleiben.

Auf der Nachfrageseite haben in den letzten Tagen keine größeren neuen Ausschreibungen die kurzfristige Versorgungslage angespannt, und Käufer scheinen größere Deckungen in die Ernteperiode hinein zu verschieben, in der Erwartung anhaltender Verfügbarkeit und Frachtoptionen über den Schwarzmeer-Korridor und EU-Häfen.

Wetterausblick (UA & DE)

Ukraine (Regionen Odesa & Kiew, 18.–20. Juni 2026): Für Odesa werden überwiegend sonnige, warme Bedingungen mit Höchstwerten um 24–26 °C und nur vereinzelten Schauern vorhergesagt. Kiew dürfte teils sonniges Wetter mit vereinzelten Schauern und Tageshöchstwerten im mittleren 20er-Bereich °C erleben, zum Wochenende hin zunehmend bewölkt mit etwas Regen. Diese Bedingungen sind im Großen und Ganzen günstig für die Kornfüllung des Winterweizens und die abschließende Bestandsentwicklung und stützen den derzeit überdurchschnittlichen Ertragsausblick in weiten Teilen des Zentrums und Südens der Ukraine.

Deutschland (Nordwesten, inkl. Region Drentwede/Bremen, 18.–20. Juni 2026): Eine Hitzewelle baut sich auf, mit in den nächsten zwei Tagen erwarteten Temperaturen im Raum Bremen von etwa 28–34 °C, begleitet von sonnigen Abschnitten, Schwüle und einem Risiko lokaler Gewitter. Kurze, intensive Hitze während der Kornfüllung kann das Ertragspotenzial dort beschneiden, wo die Bodenfeuchte begrenzt ist, doch die aktuellen Prognosen deuten nur auf eine kurze Extremphase hin; in diesem Stadium stützt dies vor allem festere lokale Basiskurse, ohne das gesamte EU-Angebot deutlich zu verknappen.

Markttreiber & Fundamentaldaten

  • Globales Gleichgewicht: Der jüngste USDA-Ausblick deutet auf einen moderaten Rückgang der globalen Weizenproduktion gegenüber dem Rekord des Vorjahres hin, bleibt aber über dem 10-Jahres-Durchschnitt, sodass die Endbestände historisch komfortabel bleiben. Dies untermauert die jüngste Abschwächung bei Terminkursen und Exportwerten.
  • Erntebedingungen in der Ukraine: Das Joint Research Centre und lokale Analysten berichten, dass trotz Trockenheitsproblemen in westlichen Oblasten die meisten zentralen, südlichen und östlichen Regionen gute bis sehr gute Winterweizenbestände aufweisen, mit Erträgen über dem Fünfjahresdurchschnitt.
  • Preistrend in der Ukraine: Daten lokaler Beratungsunternehmen zeigen diese Woche einen Rückgang der Gebotsniveaus für neue Ernte im Vergleich zur Alt-Ernte, was die verbesserten Ernteaussichten und eine stabile Exportnachfrage widerspiegelt.
  • Logistik & Kriegsrisiko: Während anhaltende Angriffe auf Infrastruktur die Fracht- und Versicherungskosten hoch halten, bestätigen aktuelle Exportzahlen, dass die Ukraine weiterhin große Mengen über das Schwarze Meer und alternative EU-Korridore ausführen kann, wodurch ein abrupter Angebotsengpass verhindert wird.

3‑Tage-Preisausblick (UA & DE)

Angesichts des günstigen Wetters in der Ukraine, des starken Wettbewerbs im Schwarzmeerraum und nachgebender globaler Benchmarks dürften Flat Prices in der sehr kurzen Frist eher seitwärts bis leicht schwächer tendieren.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Trading-Ausblick

  • Importeure (MENA/EU-Futterkäufer): Erwägen Sie, kurzfristige und frühe Neuschnitt-Deckung aus der Ukraine zu staffeln, solange CPT-/FOB-Abschläge gegenüber EU-Herkünften attraktiv bleiben und das Wetter weiterhin günstig ist.
  • Ukrainische Landwirte: Nutzen Sie die derzeit relativ stabilen CPT- und FCA-Niveaus, um Alt-Ernte-Verkäufe voranzutreiben und einen Teil der neuen Ernte zu bepreisen, da verbesserte Ernteerwartungen und globale Bestände kurzfristig für begrenztes Aufwärtspotenzial sprechen.
  • Deutsche Viehhalter/Futterverbraucher: Angesichts möglicher lokaler hitzebedingter Ertragsrisiken sollten Sie eine flexible Deckung über eine Mischung aus inländischer und importierter Schwarzmeer-Herkunft aufrechterhalten, um sich gegen einen späteren Basis-Spike in der Saison abzusichern.

In den nächsten drei Tagen dürften ukrainische CPT-Weizenpreise in Odesa insgesamt weitgehend stabil mit leicht weicher Tendenz bleiben, während deutscher EXW-Futterweizen im Nordwesten aufgrund wetterbedingter Basisunterstützung fest bis leicht fester tendieren sollte – vor dem Hintergrund insgesamt weicher globaler Benchmarks.

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