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Störungen im Schwarzen Meer halten ukrainische Gerste unter Druck, während Deutschland stabil bleibt

Störungen im Schwarzen Meer halten ukrainische Gerste unter Druck, während Deutschland stabil bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knappe Aktualisierung zum Gerstenmarkt: Ukrainische FCA/FOB-Preise bleiben wegen der Schwarzmeer-Blockade unter Druck, während deutsche EXW-Futtergerste Ende August stabil bleibt.

Die Preise für ukrainische Futtergerste stehen sowohl in FCA-Inlandsbasis als auch in FOB-Schwarzmeer-Basis weiter unter leichtem Abwärtsdruck, da die Blockade des Großraums Odessa die Exportströme begrenzt und mehr Getreide in den Inlands- und Überlandkanal drängt. Die deutschen EXW-Futtergerstenpreise sind weitgehend stabil bis leicht fester, gestützt durch eine solide Binnennachfrage und strukturell geringeren Exportwettbewerb. Der Handel mit Gerste gegen Ende August wird stärker von Logistik und Politik als von Ernteängsten bestimmt. Der Tiefseeverkehr nach Odessa/Tschornomorsk/Jushny ist nach intensivierten russischen Angriffen weitgehend zum Erliegen gekommen, was die Fähigkeit der Ukraine, Getreide per Schiff zu exportieren, stark einschränkt und die Lagerkapazitäten vor der Maisaufnahme bedroht. Die Exportmengen dürften 2026/27 um mehr als die Hälfte zurückgehen, wobei sich die staatliche Unterstützung nun darauf konzentriert, kleinere Betriebe liquide zu halten, statt aggressiven Verkauf zu forcieren. In Deutschland zeigen regionale Berichte stabile bis leicht steigende Futtergetreidepreise, gestützt durch unterschiedliche Ertragsergebnisse und eine feste Mischfutter-Nachfrage.

Preise

Umgerechnete Kassapreise für Gerste in EUR zeigen einen klaren Abschlag für ukrainische Ware gegenüber den deutschen Inlandspreisen. Unter Verwendung eines indikativem Wechselkurses von 1 EUR = 1,10 USD, wo erforderlich, liegen die ukrainischen Angebote FOB Odessa und FCA Inland deutlich unter den EU-Benchmarks für Futtergerste, im Einklang mit Marktkommentaren, wonach ukrainische Gerste preislich wettbewerbsfähig ist, jedoch durch Logistik begrenzt wird.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Regionale deutsche Preisberichte in Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW zeigen feste Futtergetreidekomplexe Ende August, im Großen und Ganzen im Einklang mit EXW-Gerstenindikationen im unteren bis mittleren 200er-EUR/t-Bereich.

Angebot & Nachfrage

Die Ukraine steht vor einem klassischen Nachfrage-Logistik-Engpass. Russische Angriffe haben die Aktivitäten in den Häfen des Großraums Odessa, über die zuvor rund 90% der ukrainischen Getreide- und Ölsaatenexporte liefen, faktisch zum Erliegen gebracht oder stark eingeschränkt. Infolgedessen erwarten Analysten, dass die landwirtschaftlichen Exporte 2026/27 im Vergleich zu früheren Prognosen um mehr als 50% fallen werden, wobei Gerste zu den Kulturen gehört, die um begrenzte alternative Routen über die Donau und die EU-Landgrenzen konkurrieren.

Die Reaktionen der Regierung umfassen die Senkung der Mindestexportpreise für ausgewählte Getreidearten und die Ausweitung von getreidebesicherten Darlehensprogrammen, damit Landwirte einlagern können, anstatt in einen gedrückten Kassamarkt zu verkaufen. Dies verzögert Notverkäufe, birgt jedoch das Risiko großer Vorräte auf den Betrieben, falls der Zugang zum Schwarzen Meer bis zum Winter nicht verbessert wird. Für Gerste ist die Exportnachfrage verhalten, da sich EU-Käufer ebenfalls mit Importquoten und einem starken inländischen Angebot konfrontiert sehen, was den Spielraum für steigende ukrainische Angebote weiter begrenzt.

In Deutschland deuten offizielle regionale Berichte nach früherer Trockenheit auf unterschiedliche Ertragsverläufe hin, insbesondere in Teilen der westlichen und nordwestlichen Regionen, jedoch ohne akuten Gerstenmangel. Die inländische Futter-Nachfrage bleibt stabil, und da ukrainische Importe durch Quoten und Logistik eingeschränkt sind, hält deutsche Futtergerste einen Aufschlag gegenüber der Schwarzmeer-Herkunft.

Wetter- & Erntebedingungen (DE, UA)

Wetter in wichtigen Gerstenanbaugebieten ist saisonal weniger kritisch, da die Ernte weitgehend abgeschlossen ist, kurzfristige Prognosen sind jedoch weiterhin relevant für Nachernte-Logistik und Lagerqualität. Kurzfristprognosen für die Oblast Kiew und die Region Odessa deuten auf spätsommerliche Wärme mit nur vereinzelten leichten Schauern hin – Bedingungen, die laufende Feldarbeiten und den Getreidetransport unterstützen, aber auch die Austrocknung ohnehin gestresster Böden fortsetzen.

In Norddeutschland (einschließlich Niedersachsen und umliegender Gebiete) nennen regionale Marktberichte Trockenheit früher in der Saison als Faktor für geringere durchschnittliche Getreideerträge 2026, wenngleich die Qualität überwiegend akzeptabel ist. Der aktuelle Ausblick mit moderaten Temperaturen und begrenzten Starkregenereignissen ist insgesamt neutral für die Fundamentaldaten von Gerste: Der Erntedruck hat weitgehend nachgelassen, und kurzfristig werden keine größeren witterungsbedingten Angebotsschocks erwartet.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Logistikgetriebener Abschlag auf ukrainische Gerste: Jüngste Einschätzungen betonen, dass ukrainische Futtergerste weiter „preislich auf Bewegung“ gestellt ist, jedoch die eingeschränkten Tiefseeexporte dazu führen, dass ein Großteil der Ernte auf Schiene, Straße und Donau ausweichen muss – Kanäle, die die Kapazität des Schwarzen Meeres nicht vollständig ersetzen können.
  • EU-Nachfrage durch Importmaßnahmen und eigenes Angebot begrenzt: EU-Getreidepreis-Übersichten zeigen im August festere Futtergerstenpreise, doch Importquoten für ukrainisches Getreide und ausreichende lokale Ernten begrenzen die zusätzliche Nachfrage nach Schwarzmeer-Gerste.
  • Wachsende Lagerbestandsrisiken in der Ukraine: Offizielle Stellen warnen, dass die Getreidelager bis November voll sein könnten, falls die Exportblockaden anhalten. Dies würde insbesondere niedrigmargige Futtergetreide wie Gerste unter Druck setzen und könnte später in der Saison zu stärkeren Preisabschlägen führen.
  • Deutschland durch diversifizierte Absatzkanäle abgefedert: Deutsche Gerste profitiert von inländischen Mälzerei- und Futterkanälen sowie vom Zugang zum EU-Binnenmarkt, wodurch verhindert wird, dass sich die Preise den gedrückten ukrainischen Niveaus annähern, trotz regionaler Ertragsprobleme.

Handelsausblick & 3‑Tage-Preisindikation

  • Für Käufer (Mischfutterhersteller, Händler): Ukrainische Gerste bleibt in EUR gerechnet attraktiv bepreist, doch das Ausführungsrisiko über Odessa und das weitere Schwarze Meer ist hoch. In den nächsten Tagen sollten FCA-Inlands- oder Donau-gebundene Optionen mit gesicherter Logistik FOB-Tiefsee-Positionen vorgezogen werden.
  • Für ukrainische Verkäufer: Mit staatlicher Kreditunterstützung und begrenzter kurzfristiger Exportkapazität bietet es sich an, Verkäufe zu staffeln statt aggressiv zu rabattieren, und die Priorität auf Qualitätserhalt sowie Flexibilität zwischen Inlands- und Überlandexportkanälen zu legen.
  • Für deutsche Landwirte und Genossenschaften: Die moderate Prämie von deutschen EXW-Preisen gegenüber EU-Benchmarks spricht dafür, einen Teil der Gerste auf mögliche Winter-Futternachfrage hin zu halten, während die aktuelle Festigkeit genutzt werden kann, um einen Teil der Ernte 2026/27 abzusichern.
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
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