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Update zu chinesischen Linsenpreisen: FOB Beijing leicht fester bei komfortabler globaler Versorgungslage

Update zu chinesischen Linsenpreisen: FOB Beijing leicht fester bei komfortabler globaler Versorgungslage

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Chinesische FOB-Preise für Linsen ziehen leicht an, während das Angebot aus Kanada und Australien komfortabel bleibt. Wichtige Preisniveaus, Treiber und 3‑Tage-Ausblick im Überblick.

Die chinesischen FOB-Preise für kleine grüne Linsen in Peking sind in dieser Woche leicht gestiegen, doch das breitere globale Linsensegment bleibt weiterhin komfortabel versorgt, was deutliche Aufwärtspotenziale begrenzt. Chinesische Bio- und konventionelle kleine grüne Linsen (FOB Beijing) haben sich in den vergangenen zwei Wochen leicht nach oben bewegt, gestützt durch stabile Inlandsnachfrage sowie feste Container- und Logistikkosten. Im Gegensatz dazu deuten internationale Indikatoren auf ein reichliches Angebot hin: Kanadische Exportpreis-Benchmarks für kleine rote Linsen stehen weiter unter Druck, da Käufer höhere Offerten ablehnen, und die australische Produktion wird auf Rekordniveau geschätzt, wobei unverkaufte Ware der Ernte 2025 weiterhin auf die Stimmung drückt.

Preise & Spreads

Verwendung eines indikativen Wechselkurses von 1 USD = 0,92 EUR für die Umrechnung.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Kanadische kleine rote Linsen Nr. 2 werden bei rund 1,25–1,30 CAD/bu Äquivalent (≈ 0,85 EUR/kg) notiert, mit jüngsten Kommentaren, dass Käufer „nicht bereit sind, Linsenpreise nach oben zu treiben, solange das Angebot reichlich ist“.

Angebots- & Nachfragetreiber

Auf der Angebotsseite bewegt Westkanada weiterhin sehr hohe Getreidemengen, was auf eine gute Exportlogistik auch für Körnerleguminosen hindeutet. Der Bahnbetreiber CN meldete im Mai einen Rekord von 2,96 Mio. Tonnen bewegt aus Westkanada, was die Fähigkeit unterstreicht, Linsen effizient zu verladen, sobald Exportnachfrage aufkommt. Parallel dazu wird die australische Linsenproduktion auf rekordhohe 2,2 Mio. Tonnen prognostiziert, und lokale Kommentare verweisen darauf, dass ein signifikanter Teil der letztjährigen Ernte noch unverkauft ist, was zu sinkenden Exportpreisen beiträgt.

Auf der Nachfrageseite liegen die indischen Großhandelspreise für Linsen Mitte Juni in der Nähe des staatlichen Mindeststützungspreises (MSP). Das signalisiert, dass das inländische Angebot und die Importe vorerst ausreichen, was die aggressive Importnachfrage dämpft. Übergeordnete Makroindikatoren aus China zeigen, dass der Index für neue Industrieaufträge im Mai unter 50 liegt, was auf eine schwächere industrielle Nachfrage hindeutet, obwohl die Nahrungsmittelnachfrage nach Hülsenfrüchten deutlich weniger zyklisch verläuft als bei Futter- oder Industriekulturen. Diese Mischung hält die globalen Handelsströme bei Linsen in Bewegung, aber nicht angespannt genug, um kurzzeitig kräftige Preisrallyes zu rechtfertigen.

Fundamentaldaten & Wetter

Das Wetter in Westkanada, dem Kernanbaugebiet für grüne und rote Linsen, war zuletzt eher kühl mit nordwestlicher Strömung und vereinzelten Schauern. Prognosen für die Präriegebiete bis Ende Juni deuten auf eine allmähliche Rückkehr zu typisch sommerlichen Temperaturen hin, bei in vielen Regionen ausreichender Bodenfeuchte – insgesamt ein eher neutral- bis bärisch zu wertendes Umfeld in Bezug auf Ertragsrisiken zu diesem Zeitpunkt. In Indien wird der Fortschritt des Monsuns genau beobachtet, doch Stand Mitte Juni deuten Linsenniveaus und die MSP-Unterstützung darauf hin, dass derzeit noch kein akuter Angebotsengpass besteht.

In China ist das kurzfristige Wetter in wichtigen Handels- und Verbrauchszentren wie Peking in den kommenden drei Tagen warm und saisonal feucht, mit Höchstwerten um 30–33 °C und täglich möglichen Schauern oder Gewittern. Dieses Muster ist für den Juni normal und sollte die Linsenströme nicht direkt beeinträchtigen, auch wenn starke lokale Schauer zeitweise Lkw- und Hafenlogistik beeinflussen können. Insgesamt konzentriert sich das Produktionsrisiko derzeit eher auf Feldregionen der Nordhalbkugel außerhalb Chinas als auf China selbst.

Handelsausblick

  • Chinesische Käufer: Da die FOB-Preise für Linsen in Peking leicht nach oben driften, aber weiterhin stark von schwachen globalen Benchmarks begrenzt werden, kann die kurzfristige Beschaffung weiterhin „auf Sicht“ erfolgen. Es bietet sich an, kanadische rote Linsen als Preisreferenz bei Verhandlungen zu nutzen.
  • Exporteure nach China: Rekordangebot aus Australien und stabile Verfügbarkeit aus Kanada sprechen gegen aggressive Preiserhöhungen. Wettbewerbsfähige Offerten in EUR, insbesondere für Containerverladungen, werden in den kommenden Wochen entscheidend sein, um chinesische Nachfrage zu gewinnen.
  • Hedger & Trader: Solange es keinen klaren Wetterschock in Kanada oder eine Nachfragespitze großer Importeure wie Indien gibt, sind Rallyes bei internationalen Linsenpreisen eher Gelegenheiten, in Stärke hinein zu verkaufen, als höheren Niveaus hinterherzulaufen.

3‑Tage-Richtung der Regionalpreise (Fokus CN)

  • China – FOB Beijing kleine grüne Linsen (bio & konventionell): In EUR gerechnet in den nächsten drei Tagen stabil bis leicht fester, gestützt durch Logistikkosten und Währung, aber begrenzt durch schwache globale Benchmarks.
  • Importparität nach China (kanadische/australische Herkunft): Seitwärts bis leicht schwächer, da Exportursprünge aufgrund reichlichen Angebots und erwarteter Rekordproduktion in Australien unter Druck stehen.
  • Inländische Großhandelsmärkte in China: Enger Handelsspanne erwartet; in den nächsten 72 Stunden ist kein Wetter- oder Politikimpuls erkennbar, der eine starke Bewegung rechtfertigen würde.
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