CMB Emblem
Bohnenmarkt China: Leichte Entspannung bei Importen, aber Handel bleibt vorsichtig

Bohnenmarkt China: Leichte Entspannung bei Importen, aber Handel bleibt vorsichtig

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Bohnenmarkt China: moderater Anstieg der Importankünfte bei Mungbohnen, knappe mittlere Sprossenware, stabile, aber vorsichtige Nachfrage und gemischte Kidneybohnenpreise.

Die inländischen Bohnenpreise bleiben in China weitgehend stabil, da ein leichter Anstieg der Importankünfte von Mungbohnen das Angebot etwas entspannt, während die verfügbare Spotmenge insgesamt weiterhin hinter normalen Jahren zurückbleibt. Die Nachfrage wird von Just‑in‑Time‑Käufen dominiert, und das Vertrauen unter Großhändlern und Exporteuren bleibt verhalten, was ausgeprägte Kursbewegungen begrenzt. Der Bohnenhandel in China wird derzeit von einem fragilen Gleichgewicht geprägt: Importe aus Australien, Indien und Myanmar verbessern die Zirkulation von Handelsware bei Mungbohnen, doch die Bestände aus inländischer Erzeugung und usbekischer Herkunft bleiben hinsichtlich Größe und Qualität uneinheitlich. Da die meisten nachgelagerten Exporteure geringere Lagerbestände halten als in den Vorjahren und nur teilweise auffüllen, bevorzugt der Markt weiterhin konservative Beschaffungsstrategien und selektive Verkäufe.

Preise & Markttendenz

FOB-Preise in Peking in EUR zeigen bei den wichtigsten chinesischen Bohnensorten ein weitgehend stabiles bis leicht festeres Bild. Mungbohnen (ab 3,8 mm) liegen bei rund 1,45 EUR/kg und damit geringfügig höher als Anfang Juni, während Bio-Mungbohnen nahe 1,52 EUR/kg gehandelt werden. Konventionelle schwarze Kidneybohnen halten sich um 1,05 EUR/kg, dunkle rote Kidneybohnen notieren bei etwa 1,30 EUR/kg und große weiße Kidneybohnen bei rund 2,05 EUR/kg. Adzukibohnen (rot, ab 5,0 mm) bewegen sich um 1,31–1,37 EUR/kg, mit kaum Veränderungen im Wochenvergleich.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
Charts öffnen →

Angebots- & Nachfrageentwicklung

Marktberichte deuten darauf hin, dass die Ankünfte von Mungbohnen aus Australien, Indien und Myanmar in den vergangenen Tagen leicht zugenommen haben und damit das Volumen handelbarer Mungbohnen für den kommerziellen Einsatz erhöht wurde. Dennoch liegt das insgesamt verfügbare Angebot weiterhin unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums, was die Preise trotz des Importanstiegs stützt. Die Inlandsbestände an Mungbohnen usbekischer Herkunft werden auf rund 300.000–400.000 Tonnen geschätzt, doch der Anteil an mittelgroßen Sprossenbohnen ist begrenzt, während Kleinpartien stärker vertreten sind.

Auf der Nachfrageseite richten die meisten Importeure und Händler ihr Verkaufstempo eng an der tatsächlichen Marktaufnahme aus und konzentrieren sich auf starre, unmittelbare Nachfrage statt auf spekulative Lagerhaltung. Vor allem nachgelagerte Exporteure berichten von geringeren Beständen als in früheren Saisons, was zu selektiven Wiederauffüllungen führt, jedoch keine breit angelegte Kaufwelle auslöst. Einige Großhändler haben wenig Vertrauen in eine anhaltend starke Nachfrage und halten daher nur moderate Beschaffungsvolumina, was in der Summe zu einem aktiven, aber kontrollierten Spotgeschäft führt.

Fundamentaldaten & Witterungsbild

Fundamental bleibt das Mungbohnensegment durch die Kombination aus strukturell engerem Angebot im Jahresvergleich und einem Qualitätsungleichgewicht zwischen mittleren und kleinen Partikelgrößen gestützt. Dies begünstigt feste Preise für begehrte Sprossenware in mittlerer Größe, während die reichlicher verfügbaren Kleinpartien einem stärkeren Verhandlungsdruck ausgesetzt sind. Kidneybohnen und Adzukibohnen zeigen ein ausgeglicheneres fundamentales Umfeld, mit ausreichender Inlandverfügbarkeit und nur moderaten Veränderungen bei den externen Zuflüssen.

Die Witterung in den wichtigsten chinesischen Bohnenanbaugebieten ist Ende Juni saisonal warm mit vereinzelten Schauern und insgesamt günstig für die Feldentwicklung und die frühen Ertragsperspektiven. In den kommenden Tagen werden keine größeren kurzfristigen Wetterrisiken erwartet, sodass der unmittelbare Marktfokus eher auf Logistik, Importankünften und Nachfragestabilisierung liegt als auf witterungsbedingten Angebotsschocks.

Handelsausblick & Strategie

  • Importeure/Händler: Eine vorsichtig long ausgerichtete Position in qualitativ hochwertigen, mittelgroßen Mungbohnen beibehalten, wo strukturelle Knappheit fortbesteht, und die aktuellen Importankünfte aus Australien, Indien und Myanmar zur Feinabstimmung der Deckung nutzen.
  • Großhändler: Auf umfangreiche Lagerabbauten zu den aktuellen Niveaus verzichten; stattdessen Bestände in kleinen Tranchen im Einklang mit der tatsächlichen Abnahme drehen, da das Gesamtangebot weiterhin unter dem Normalniveau liegt und das Abwärtspotenzial begrenzt erscheint.
  • Exporteure: Bei Beständen unter dem Vorjahresniveau eine schrittweise Wiederauffüllung bei Preisschwächen erwägen und stabile Qualitäten (schwarze und dunkelrote Kidneybohnen, Standard-Mungbohnen) priorisieren, um die Ausführungskapazität für Verträge in der zweiten Jahreshälfte zu sichern.

3‑Tage-Preis- & Richtungsausblick (CN)

  • Peking – Mungbohnen (ab 3,8 mm): Rund 1,45 EUR/kg, Tendenz stabil bis leicht fester aufgrund knapper Versorgung im mittleren Größenbereich.
  • Peking – Kidneybohnen (schwarz, dunkelrot): Rund 1,05–1,30 EUR/kg, voraussichtlich weitgehend stabil mit leichtem Rückenwind durch vorsichtige Verkaufsbereitschaft.
  • Peking – Adzukibohnen: Rund 1,31–1,37 EUR/kg, voraussichtlich Seitwärtsbewegung angesichts ausgeglichener Fundamentaldaten.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
Charts öffnen →
PREMIUM
KI-Agent
Was treibt aktuell die Chilli-Prämie?
Knappe Guntur-Bestände, feste EU-Exportnachfrage und geringere Andhra-Anlieferungen — volle Analyse in deinem Dashboard.
Frag die CMB-KI zu Preisen, Marktreibern und Handelsströmen — trainiert auf den Daten unserer Redaktion.
KI-Agent öffnen →