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Britischer Erbsenmarkt bleibt stabil, während ukrainische Angebote wegen Schwarzem-Meer-Risiko nachgeben

Britischer Erbsenmarkt bleibt stabil, während ukrainische Angebote wegen Schwarzem-Meer-Risiko nachgeben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update zu britischen und ukrainischen Erbsenpreisen, Störungen der Exporte über das Schwarze Meer, Witterungsstress in Großbritannien und kurzfristigem Handelsausblick für Trockenerbsen im August 2026.

Die britischen FOB-Erbsenpreise sind diese Woche unverändert, während die ukrainischen FCA-Werte in Odessa unter dem Druck von Exportstörungen weiter nachgeben und den Abschlag der Schwarzmeer-Herkünfte gegenüber britischer Ware ausweiten. Die Erbsenmärkte im Vereinigten Königreich bleiben bemerkenswert stabil, trotz einer weiteren wettersensiblen Saison und zunehmender Unsicherheit in den Getreidelogistikketten am Schwarzen Meer. Marrowfat- und grüne Trockenerbsen in Großbritannien sind im Wochenvergleich unverändert, gestützt durch knappe Qualitäten und eine feste Nachfrage der Lebensmittelindustrie. Ukrainische Angebote für grüne und gelbe Erbsen ab Odessa haben erneut nachgegeben, da Russlands erneute Angriffe auf die Schifffahrt im Schwarzen Meer die Exportkapazität stark einschränken und Verkäufer zu Abschlägen zwingen, um Volumen zu bewegen. Angesichts hitzebedingter Ertragsrisiken für britische Erzeuger und möglicher Anbauverschiebungen weg von Erbsen wirken inländische Prämien gegenüber ukrainischen Herkünften kurzfristig zunehmend widerstandsfähig.

Preise

Alle Preise umgerechnet und gerundet in EUR/Tonne (nur indikativ):

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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  • Britische Marrowfat- und grüne Erbsen sind seit dem 14. August unverändert und festigen einen moderaten Rückgang Ende Juli, was eine ausgeglichene Nachfrage im Nahtermin widerspiegelt.
  • Die ukrainischen Erbsenpreise in Odessa sind in der vergangenen Woche erneut gefallen, da Exporteure nach erneuten russischen Angriffen und dem Rückzug von Reedereien mit zunehmenden Logistik- und Versicherungseinschränkungen in Schwarzmeerhäfen konfrontiert sind.
  • Die Preisdifferenz zwischen britischen Speiseerbsen und ukrainischen Futter-/Verarbeitungserbsen bleibt historisch groß, gestützt durch Qualitätspreise und Logistikrisiken im Schwarzen Meer.

Angebot & Nachfrage

Das Angebot im Vereinigten Königreich verengt sich strukturell, da wiederholte Hitzewellen und dürreähnliche Bedingungen die Erträge senken und einige Erzeuger dazu bewegen, Kichererbsen und andere Alternativen in Betracht zu ziehen. Aktuelle Kommentare von Landwirten aus wichtigen Markerbsen-Regionen in Lincolnshire und Ostengland deuten auf eine zweite schwache Ernte in Folge hin, mit Berichten über einen Rückgang der geernteten Erbsen um fast ein Drittel in den letzten Saisons und anhaltender Sorge um die langfristige Wirtschaftlichkeit von Erbsen unter den aktuellen Wetterbedingungen.

Gleichzeitig stützt die gesamte Erbsenfläche im Vereinigten Königreich weiterhin eine solide Produktionsbasis, und qualitativ hochwertige Marrowfat-Volumina erzielen starke Prämien für Speiseerbsenverträge, insbesondere in Exportkanälen nach Asien. Britische Agronomie-Leitfäden heben Erbsen weiterhin als rentable Zwischenfrucht hervor, sofern Erzeuger die Spezifikationen erreichen, was die strukturelle Nachfrage der Lebensmittelhersteller untermauert.

Das ukrainische Erbsenangebot ist mengenmäßig nach der neuen Ernte reichlich, seine Fähigkeit, die Weltmärkte zu erreichen, ist jedoch stark eingeschränkt. Russische Angriffe haben de facto erneut eine Blockade der Häfen im Großraum Odessa verhängt; Agrarverlader berichten, dass viele Reeder Anläufe ausgesetzt haben und die Getreideexporte über Schwarzmeerhäfen eingebrochen sind – jüngste Kommentare verweisen Anfang August auf Exportströme, die im Jahresvergleich um rund drei Viertel zurückgegangen sind.

Die Ukraine arbeitet daran, alternative Exportrouten über die Donau und die Landkorridore in die EU auszubauen, doch Beamte und Branchenquellen erwarten, dass diese Kanäle nur etwa die Hälfte der zuvor über Schwarzmeerhäfen verschifften Volumina abdecken können – und das bei deutlich höheren Frachtkosten. Dieses Nadelöhr zwingt Verkäufer von geringerwertigen Kulturen wie Futtererbsen zu aggressiver Preisgestaltung, um Inlandsüberschüsse abzubauen, was zum aktuellen Abschlag gegenüber Erbsen britischer Herkunft beiträgt.

Wetter & Bestandsentwicklung (Fokus GB)

Das Wetter in den wichtigsten Ackerbauregionen des Vereinigten Königreichs wurde in diesem Sommer von Hitze und längeren Trockenperioden dominiert; viele Erzeuger berichten von verkümmertem Wachstum und schwachem Hülsenansatz bei Erbsen und Ackerbohnen auf leichten Böden. Berichte von Kleingartenbesitzern und Betrieben in ganz England heben geringen Niederschlag in den letzten sechs Wochen, eine reduzierte Erbsenentwicklung und allgemein große Sorgen über ein weiteres sehr schwieriges Anbaujahr hervor.

Mit Blick auf die nächsten Tage in Großbritannien (einschließlich der wichtigsten Erbsenregionen in Ostengland) deuten Prognosen auf weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen mit nur vereinzelten, leichten Schauern hin. Dieses Muster unterstützt Feldarbeiten und den fortschreitenden Späterntetermin, bringt aber kaum Feuchtigkeitsentlastung für die Böden und verstärkt damit die Sorge um die Widerstandsfähigkeit der Erbsenbestände und die Attraktivität von Erbsen in den Fruchtfolgen für die Aussaat 2027.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Britische Qualitätspreise: Marrowfat-Erbsen für den menschlichen Verzehr bleiben ein Nischensegment mit hohem Wert, wobei Prämien gegenüber Futtererbsen durch den britischen Ruf für Farbhaltung und Korngröße gerechtfertigt sind. Dies stützt die Preise selbst in einem insgesamt schwachen Körnerleguminosenkomplex.
  • Hitzebedingtes Ertragsrisiko: Aufeinanderfolgende heiße, trockene Sommer unterminieren die Erträge von Markerbsen und Drusenerbsen in Ostengland und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer engeren Verfügbarkeit in der Vorausschau, insbesondere bei Spitzensorten.
  • Logistikschock im Schwarzen Meer: Russische Angriffe und Drohungen im Schwarzen Meer haben zu einem starken Rückgang der Schiffsanläufe in den Häfen im Raum Odessa geführt; Branchenquellen berichten von einem Kollaps der landwirtschaftlichen Exporte und erwarten, dass alternative Routen die verlorene Kapazität vor Ende August nicht vollständig ersetzen können.
  • Politischer und finanzieller Stress in der Ukraine: Kiew sucht umfangreiche finanzielle Unterstützung der EU, um die Einkommen der Landwirte nach den jüngsten Hafenstörungen zu stabilisieren – ein Zeichen dafür, dass niedrige Erzeugerpreise und eingeschränkte Exporte kurzfristig anhalten könnten und ukrainische Erbsen weiter unter Druck halten.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

  • Britische Käufer: Angesichts stabiler, aber durch Wetter- und Qualitätsrisiken unterlegter Marrowfat- und Grün-Erbsenpreise in Großbritannien sollten Endabnehmer mit Deckungslücken bis Q4–Q1 in Erwägung ziehen, zusätzliche Tonnagen bei Rücksetzern schrittweise zu sichern, mit Fokus auf Verträge mit klar definierten Qualitätskonditionen.
  • Britische Erzeuger: Haltestrategien für erstklassige Marrowfats erscheinen angesichts des knappen Angebots hochwertiger Ware und der strukturellen Prämie gegenüber Schwarzmeerherkünften gerechtfertigt. Futterpartien könnten jedoch Gegenwind durch rabattierte ukrainische Angebote erhalten.
  • Importeure in EU/MENA: Die aktuellen ukrainischen FCA-Werte in Odessa bieten attraktive Preise für nicht-premiumgebundene Anwendungen, doch Käufer müssen Logistik, Versicherung und mögliche Mehrkosten durch Umleitung über alternative Korridore sorgfältig prüfen.
  • Risikofaktoren im Blick (nächste 1–2 Wochen): Jede Eskalation oder Deeskalation der Kampfhandlungen und der Hafenverfügbarkeit im Schwarzen Meer, eine mögliche Umstellung auf feuchteres Wetter im Vereinigten Königreich, das die verbleibende Erntequalität beeinflussen könnte, sowie neue politische Signale zur EU-Unterstützung für ukrainische Landwirte.

3-tägige richtungsweisende Preisindikation (EUR)

  • GB London FOB Marrowfat-Erbsen: 1,250 EUR/t – Tendenz: seitwärts/fest (knappes Qualitätsangebot, kein unmittelbarer Nachfrageschock).
  • GB London FOB grüne Erbsen: 960 EUR/t – Tendenz: seitwärts (ausgeglichene Inlandsnachfrage, stabile Konkurrenzprodukte im Leguminosensektor).
  • UA Odessa FCA grüne Erbsen 98%: 230 EUR/t – Tendenz: leicht schwächer (Exportengpässe und Verkaufsdruck zur Bestandsräumung).
  • UA Odessa FCA gelbe Erbsen 98%: 180 EUR/t – Tendenz: seitwärts bis leicht schwächer (reichliches Angebot, eingeschränkte Exportkanäle).
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