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Cashewkerne behaupten sich, während Europa anzieht und Indien sowie Vietnam seitwärts handeln
Price-UpdateIN,NL,VN

Cashewkerne behaupten sich, während Europa anzieht und Indien sowie Vietnam seitwärts handeln

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompakter Cashew-Marktbericht: stabile Kernpreise in Indien und Vietnam, leichte Festigkeit bei niederländischen FCA-Notierungen, normale Erntebedingungen und ein seitwärts gerichteter 3-Tage-Ausblick.

Die Preise für Cashewkerne in Indien, Vietnam und den Niederlanden zeigen sich in dieser Woche weitgehend stabil, mit nur leichten Aufwärtstendenzen bei einigen europäischen Qualitäten und minimalen Bewegungen bei indischen FCA-Notierungen. Die Knappheit bei Premium-Ganzkernen steht einem komfortablen Angebot an Bruchware gegenüber und hält den Gesamtmarkt in einer engen Spanne. Die Nachfrage aus wichtigen Verbrauchsregionen bleibt stabil, aber unspektakulär. In Indien begrenzen verhaltene Inlandsnachfrage und vorsichtiges Exportinteresse jeden nennenswerten Preisausbruch, trotz fester Rohwaren- und Verarbeitungskosten. Vietnam konzentriert sich weiterhin auf veredelte Kerne für die USA, die EU und den Nahen Osten, obwohl die Exporte Anfang 2026 in einigen Zielmärkten Schwächephasen verzeichneten. Die europäische Importnachfrage bleibt konstant, wobei die FCA-Indikationen in den Niederlanden bei ausgewählten Qualitäten etwas fester sind – ein Zeichen für Auffüllkäufe, nicht für eine strukturelle Trendwende.

Preise

Alle unten aufgeführten Preisindikationen wurden zum Vergleich aus USD in EUR umgerechnet, auf Basis eines ungefähren Kurses von 1 USD = 0,92 EUR. Sie spiegeln Spot-Indikationen per 17. Juli 2026 wider.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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  • Indische Inlandspreise für Cashews bewegen sich in einer engen Spanne und spiegeln eine schwache Spot-Nachfrage trotz gestiegener Inputkosten wider.
  • Die vietnamesischen Benchmarks WW320 und WW240 sind im ersten Halbjahr 2026 weitgehend stabil geblieben, mit nur leichter Festigkeit aufgrund begrenzter Verfügbarkeit großer Ganzkerne.
  • In den Niederlanden deuten moderate Wochenzuwächse bei FS und WW320 FCA auf selektive europäische Auffüllkäufe hin, nicht auf aggressives Buying.

Angebot & Nachfrage

In Indien berichten Marktkommentare von verhaltenen Handelsaktivitäten; sowohl inländische Verbraucher als auch Exporteure kaufen zurückhaltend. Höhere Importkosten für Rohcashewnüsse (RCN) und gestiegene Verarbeitungskosten stützen das aktuelle Preisniveau, doch die Nachfrageschwäche verhindert eine deutliche Rally. Daten der Großhandelsmärkte (mandis) zeigen, dass die durchschnittlichen Cashewpreise in den indischen Märkten eher behauptet als beschleunigt sind, was zu diesem insgesamt ausbalancierten Bild passt.

Vietnam bleibt ein führender Exporteur von Kernen und peilt 2026 rund 800.000 Tonnen und 5 Milliarden USD Exportwert an, auch wenn die Lieferungen zu Jahresbeginn aufgrund schwächerer Ströme in einige Länder des Nahen Ostens leicht unter dem Vorjahresniveau lagen. Jüngere Analysen der WW320- und WW240-Indizes bestätigen tendenziell stabile bis feste Notierungen für große Kerne bei ausreichendem Angebot an niedrigeren Qualitäten.

In Europa fungieren die Niederlande als wichtiges Logistik- und Umschlagzentrum für Cashewkerne. Die EU-Nachfrage zeigt sich widerstandsfähig, angetrieben durch den Einsatz von Cashews in gesunden Snackmischungen und pflanzenbasierten Produkten. Die aktuellen FCA-Indikationen in Dordrecht bestätigen, dass downstream-Abnehmer ihre Bestände auffüllen, allerdings diszipliniert; bislang gibt es keine Hinweise auf einen Nachfrageschub, der die Preise kurzfristig deutlich nach oben treiben würde.

Wetter- & Erntebedingungen (IN, VN, NL)

Indien (IN) – Cashew-Gürtel Kerala & Karnataka: Der Südwestmonsun hat Anfang Juli in Teilen der Küstenregionen von Karnataka und Kerala kräftige bis sehr starke Regenfälle gebracht, mit hohen Warnstufen in einigen Küstenzonen. Beratungshinweise für Cashew-Anbauer in Kerala im Juli betonen das Management von Überschussfeuchte, Schnittmaßnahmen und Krankheitsmonitoring statt Dürrebekämpfung – ein Indikator für insgesamt ausreichende Wasserversorgung der Bäume. Für die kommenden Tage deuten lokale Wetterkommentare auf eine Abschwächung der extremen Regenintensität hin, hin zu eher typischen Monsunschauern statt anhaltender Starkregen.

Vietnam (VN): In den vergangenen Tagen wurden aus den wichtigsten südöstlichen Cashew-Anbauprovinzen keine gravierenden Wetterstörungen gemeldet. Marktmeldungen konzentrieren sich stärker auf Handels- und Exportherausforderungen als auf unmittelbare Ernteschäden, was darauf hindeutet, dass das kurzfristige Angebot aus bestehenden Beständen und jüngsten Ernten normal bleibt.

Niederlande (NL): Die Niederlande fungieren eher als Import-, Verarbeitungs- und Distributionsdrehscheibe denn als Produzent. Das lokale Wetter hat daher nur geringen direkten Einfluss auf die weltweite Cashewverfügbarkeit oder -qualität, auch wenn Logistikströme durch breitere europäische Störungen beeinträchtigt werden können; in jüngsten cashewbezogenen Handelsberichten wurden jedoch keine derartigen Probleme hervorgehoben.

Fundamentaldaten & Handelsströme

Marktinformationen aus Indien deuten auf eine Struktur hin, in der der Großteil des Cashewangebots im Inland aufgenommen wird und Exporte nur einen relativ kleinen Anteil am Gesamtvolumen ausmachen. Dies stützt die interne Preisstabilität, selbst wenn externe Märkte nachgeben, erhöht aber zugleich die Preissensitivität gegenüber Veränderungen der lokalen Einzelhandelsnachfrage oder der Einkaufszyklen rund um Festtage.

Die vietnamesische Industrie bewegt sich weiter die Wertschöpfungskette hinauf und verfolgt das Ziel, Provinzen wie Đồng Nai bis 2030 zu internationalen Cashew-Handelszentren auszubauen sowie Automatisierung und Zertifizierungsabdeckung in der Verarbeitung zu erweitern. Während ein früherer Exportboom in die USA und nach China die Abnahme der Kerne weiterhin unterstützt, haben jüngste Gegenwinde im Nahen Osten zu einer leichten Abwärtskorrektur der Exportziele für 2026 geführt.

Für Europa betonen jüngste Handelskommentare zu Agrar-Exporten verschärfte Nachhaltigkeitsanforderungen und eine mögliche Ausweitung CO₂-bezogener Maßnahmen für Importgüter, die mit der Zeit die Beschaffungsentscheidungen sowie Prämien für zertifizierte oder emissionsarme Cashew-Lieferketten beeinflussen könnten. Derzeit bleiben diese Faktoren jedoch eher langfristig und verursachen noch keine sichtbaren kurzfristigen Preisverwerfungen bei niederländischen FCA-Indikationen.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

  • Preisrichtung (nächste 3–5 Tage): Seitwärts bis leicht fester in IN, VN und NL. Stabile Nachfrage und stetiges Angebot sprechen gegen starke Bewegungen, wenngleich die begrenzte Verfügbarkeit von Premium-Ganzkernen eine leichte Aufwärtstendenz bei W240/W320 bewirken könnte.
  • Verkäufer in Vietnam (VN): Erwägen Sie, Forward-Verkäufe für WW320/WW240 auf heutigem EUR-Äquivalenzniveau zu fixieren, wenn Käufer eine Absicherung bis in das späte 3. Quartal suchen, da sich die Knappheit bei großen Kernen nach und nach in höheren Aufgeldern niederschlagen könnte.
  • Einkäufer und Verpacker in Indien (IN): Bei weiterhin gedämpfter Inlandsnachfrage und in der Spanne verharrenden Mandi-Preisen scheint die kurzfristige Spot-Deckung ausreichend. Vermeiden Sie Überbestände bei Premium-Kernen, bis klarere Signale für eine erneute Belebung der Festtags- oder Exportnachfrage erkennbar sind.
  • Importeure in Europa (NL/EU): Nutzen Sie die aktuell moderat festeren, im historischen Vergleich aber noch vernünftigen FCA-Niveaus, um den kurzfristigen Bedarf zu decken – insbesondere bei zertifizierten und Bio-Partien, deren Verfügbarkeit sich schnell verengen kann.

3-Tage-Regionale Preisindikation (Richtung, in EUR)

  • Indien (IN, New Delhi FOB): W320 bei etwa 6,4–6,6 EUR/kg, W240 bei etwa 6,9–7,1 EUR/kg, LWP nahe 5,3–5,5 EUR/kg; über die nächsten 3 Tage voraussichtlich seitwärts.
  • Vietnam (VN, Hanoi FOB): WW320 bei etwa 6,0–6,3 EUR/kg (in Anlehnung an jüngste Angebote), SP/LP/LWP auf den aktuell indizierten Niveaus; Tendenz seitwärts bis leicht fester bei großen Ganzkernen.
  • Niederlande (NL, Dordrecht FCA): WW320 nahe 4,5–4,7 EUR/kg, FS bei etwa 3,3–3,5 EUR/kg, LWP bei etwa 3,2–3,4 EUR/kg; Trend leicht fester, da Importeure ihre Auffüllkäufe abschließen.
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