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Cashewkerne steigen leicht, da der Monsun in Indien beginnt und Vietnams Exporte stabil bleiben

Cashewkerne steigen leicht, da der Monsun in Indien beginnt und Vietnams Exporte stabil bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompakter Cashewbericht Juni 2026: Kernelpreise in Indien und Vietnam bleiben fest, gestützt durch knappe RCN-Versorgung, Monsunprognose und starke Exportnachfrage.

Die Preise für Cashewkerne in wichtigen Ursprungs­ländern ziehen weiter an, mit moderaten Wochen‑zu‑Woche‑Zuwächsen für Hauptsorten in Indien und stabilen, aber festen Notierungen in Vietnam. Eine knappe Versorgung mit Rohcashewnüssen (RCN), Währungseffekte und Frachtkosten stützen die Angebote, während die Nachfrage der großen Käufer in den USA, der EU und China solide bleibt. Kurzfristig ist die Markttendenz leicht bullish, insbesondere für weiße Ganzkerne W240/W320 aus Indien und Vietnam. Der Cashewhandel navigiert durch ein komplexes Umfeld im Jahr 2026 mit schwankenden Währungen, Logistikkosten und Qualitätsfragen, doch die Fundamentaldaten für Kerne bleiben konstruktiv. Indien sieht sich mit höheren RCN‑Importkosten konfrontiert, da die Rupie schwach bleibt, was sich in den Kernelangeboten niederschlägt, während Vietnam seine Rolle als führender Exporteur mit bislang robusten Ausfuhren in diesem Jahr festigt. Jüngste vietnamesische Zolldaten zeigen Cashewexporte im Mai 2026 von über 74.000 Tonnen, nur geringfügig unter dem Vorjahr, was auf eine widerstandsfähige globale Nachfrage trotz makroökonomischer Unsicherheit hinweist. Der Südwestmonsun ist soeben über Kerala und Teile von Karnataka und Tamil Nadu vorangekommen, was das Wettrisiko für die neue indische Ernte vorerst reduziert, auch wenn eine leicht unterdurchschnittliche Niederschlagsprognose eine Risikoprämie am Markt aufrechterhält.

Prices & Differentials

Alle nachstehenden Preise sind indikativ und zur Vergleichbarkeit in EUR/t umgerechnet (1 USD ≈ 0,92 EUR).

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Indische inländische Großhandelspreise für W320 liegen Berichten zufolge in einer Spanne von rund 750–900 INR/kg (≈ 8,25–9,90 EUR/kg), was eine feste Inlandsnachfrage und begrenzte Rabatte bestätigt. Aktuelle globale SW320‑Benchmarks platzieren Indien und Vietnam ebenfalls unter den teuersten Ursprüngen, was ihre Preissetzungsmacht im Kernelmarkt unterstreicht.

Supply, Demand & Trade Flows

Vietnam bleibt der dominante globale Exporteur von Cashewkernen. Frische Zolldaten zeigen Cashewnuss‑Exporte im Mai 2026 von rund 74.100 Tonnen im Wert von fast 529 Mio. USD, ein Plus von 7,7 % beim Volumen und 8,2 % beim Wert gegenüber April. Die Exporte im bisherigen Jahresverlauf bis Mai summieren sich auf etwa 268.000 Tonnen, nur 3 % unter dem Vorjahr beim Volumen und nahezu unverändert beim Wert, was auf eine robuste internationale Nachfrage trotz schwächerer Lieferungen zu Jahresbeginn 2026 hinweist.

Auf der Rohnuss‑Seite versorgen afrikanische Ursprünge weiterhin Indien und Vietnam. Aktualisierte Handelsstatistiken bestätigen die starken Lieferungen von Cashew und anderen Nüssen aus Côte d’Ivoire nach Vietnam und unterstreichen die strukturelle Abhängigkeit asiatischer Verarbeiter von afrikanischen RCN. In Indien sehen sich Verarbeiter Berichten zufolge mit höheren RCN‑Importkosten aufgrund einer weicheren Rupie konfrontiert, was den Margendruck erhöht und die Kernelangebote stützt.

Die Nachfrage der wichtigsten Kernelimporteure (USA, EU, China) bleibt insgesamt konstruktiv. Vietnams frühere Exportdaten für 2026 zeigten im März eine kräftige Erholung der Lieferungen in die USA und nach China nach einem langsameren Januar, was darauf hindeutet, dass Käufer bei Preisdellen wieder in den Markt zurückkehren. Großhandelsführer in Indien heben zudem eine robuste inländische Snack‑ und Süßwaren­nachfrage hervor, wobei Cashew preislich mit anderen Premium­nüssen Schritt hält. Insgesamt ist das aktuelle Gleichgewicht leicht angespannt, insbesondere bei höherwertigen Graden.

Weather Outlook: India & Vietnam (Near Term)

Der Südwestmonsun wurde nun über Kerala ausgerufen und hat sich über weite Teile des Bundesstaates, Teile von Karnataka und Tamil Nadu ausgebreitet; ein weiteres Vordringen ins Landesinnere wird erwartet. Für die Cashew‑Anbaugebiete an den Küsten von Kerala und Karnataka verringert diese Ankunft kurzfristig das Risiko von Trockenstress der Bäume nach der Ernte und unterstützt Blüte und Vegetationsbedingungen für den nächsten Zyklus.

Allerdings deuten saisonale Prognosen auf leicht unterdurchschnittliche Niederschläge in ganz Indien hin (rund 90 % des langjährigen Mittels) unter anhaltenden El‑Niño‑ähnlichen Einflüssen, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen in mehreren westlichen und zentralen Bundesstaaten. Obwohl Cashew relativ trockenheitsresistent ist, könnte ein unterdurchschnittlicher Monsun in Maharashtra, Goa und Teilen von Andhra Pradesh die Erholung der Erträge 2027 begrenzen und längere Kernelpositionen um eine moderate Risikoprämie verteuern.

In Vietnam wurden in den letzten Tagen keine extremen Wetterereignisse in wichtigen Cashew‑Anbauprovinzen gemeldet. Indikatoren für die Industrieproduktion deuten auf eine weitgehend normale industrielle Aktivität und Exporttätigkeit hin, ohne nennenswerte Störungen in den Agrarverarbeitungszentren. Dies stützt eine stabile kurzfristige Angebotslage für Kerne aus Vietnam.

Market Fundamentals & Drivers

  • Currency & Costs: Die schwächere indische Rupie erhöht die RCN‑Importkosten und schiebt Kernelangebote nach oben, um die Margen der Verarbeiter zu schützen. Fracht‑ und Finanzierungskosten liegen weiterhin über dem Niveau vor 2020 und begrenzen das Abwärtspotenzial.
  • Export Momentum: Vietnams Exporterholung im Mai 2026 und die nahezu stabilen Volumina im bisherigen Jahresverlauf zeigen, dass Käufer weiterhin hochpreisige Kerne absorbieren, insbesondere Premiumqualitäten.
  • Competing Nuts: In Indien zeigen Großhandelsführer Cashewpreise im oberen Band der Speisenuss‑Skala, jedoch nicht so hoch, dass es zu einer ausgeprägten Substitution weg von Cashew käme. Dies untermauert eine stetige Nachfrage.
  • Structural Supply Chain: Afrikanische RCN‑Ströme nach Indien und Vietnam bleiben entscheidend; die derzeitige Konfiguration aus starken afrikanischen Exporten und asiatischen Verarbeitungskapazitäten bestimmt weiterhin die globale Kernelverfügbarkeit.
  • Policy & Trade: In den letzten Tagen sind keine neuen, speziell cashewbezogenen Handelsmaßnahmen aufgetaucht, doch die anhaltende Volatilität bei Schifffahrt und Containerverfügbarkeit hält eine moderate Risikoprämie auf kurzfristigen Kontrakten aufrecht.

Trading Outlook (Next 1–2 Weeks)

  • For buyers (roasters, packers, retailers):
    • Erwägen Sie, mindestens 4–6 Wochen Bedarf an W320/W240 aus Vietnam zu decken, wo die Angebote etwas wettbewerbsfähiger sind als in Indien und die Exportströme stark bleiben.
    • Nutzen Sie kleinere Rückgänge aufgrund von Währungsschwankungen, um die Deckung auszubauen, statt auf eine breitere Korrektur zu warten; die Fundamentaldaten sprechen kurzfristig nicht für einen starken Preisrückgang.
    • Für preisbewusste Mischungen bieten sich LWP/LP aus Vietnam und Indien an, die weiterhin mit deutlichem Abschlag zu ganzen weißen Kernen gehandelt werden, während sie ähnlichen Fundamentaldaten folgen.
  • For sellers (processors, exporters in IN/VN):
    • Halten Sie feste Angebotsniveaus für W240/W320; aktuelle Exportdaten und Kostendruck rechtfertigen eine leichte Prämie, insbesondere für zertifizierte und höherwertige Lose.
    • Bleiben Sie flexibel bei Vorwärtsliefermonaten, um Nachfrage von EU/US‑Käufern zu bedienen, die sich angesichts unsicherer Monsun­ergebnisse Positionen für Q3–Q4 sichern wollen.
  • For traders:
    • Beobachten Sie den Monsunverlauf in Westindien und etwaige Veränderungen der afrikanischen RCN‑Exportströme; negative Wetterschocks oder Logistikprobleme könnten nahe Fälligkeiten rasch verknappen.

3‑Day Regional Price Indication (Directional)

  • India (FOB New Delhi – kernels): Angesichts fester Inlandsnachfrage und höherer RCN‑Importkosten dürften die Kernelpreise für W320 und W240 in den nächsten drei Tagen stabil bis leicht fester tendieren, mit Aufwärtsrisiko bei weiterer Rupien­schwäche.
  • Vietnam (FOB Hanoi – kernels): Angesichts der starken Exportentwicklung im Mai und normaler Abläufe in den Verarbeitungszentren dürften die vietnamesischen Kernelpreise (WW320/WW240 und Hauptbruchsorten) im sehr kurzen Zeitraum stabil bis leicht fester bleiben, insbesondere bei Top‑Graden, wo die Verfügbarkeit etwas knapper ist.
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