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China-Bohnen-FOB-Preise ziehen leicht an, da Frachtkosten springen

China-Bohnen-FOB-Preise ziehen leicht an, da Frachtkosten springen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes China-Bohnenmarkt-Update: FOB-Preise für Mung-, Kidney- und Adzukibohnen, Treiber, Logistik, Wetterrisiko und 3‑Tage-Preisausblick in EUR.

Der chinesische Exportbohnenmarkt ist leicht fester, angeführt von kleinen Aufschlägen bei Mung- und Kidneybohnen, während Adzukibohnen und einige Bioqualitäten nachgeben. Steigende Seefrachten und neue Exportkontrollen verteuern die gelieferten CNF-Werte, obwohl sich die FOB-Notierungen nur moderat bewegen. Die chinesischen Bohnenpreise folgen einem allgemein festeren Umfeld mit hohen Exportkosten und robuster Inlandsnachfrage, jedoch ohne klaren Angebotsstress. Reedereien von und nach China haben die Containerraten Anfang Juni deutlich angehoben, bedingt durch vorgezogene Exporte und Hormus-bedingte Umleitungen, was auch die Logistikkosten für Hülsenfrüchte nach oben treibt. Gleichzeitig unterstreicht das stärkere Importwachstum gegenüber den Exporten Chinas eine solide inländische Lebensmittelnachfrage, die Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte im Hintergrund stützt. Vor diesem Hintergrund zeigen FOB-Bohnen aus Peking eine leicht aufwärtsgerichtete Tendenz, insbesondere bei konventionellen Mung- und weißen Kidneybohnen, während Bio-Mung und Adzuki angesichts ausreichender Spotverfügbarkeit nachgeben.

Preise & Differentials (FOB China, indikativ in EUR)

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Hinweis: In USD notierte Angebote wurden mit einem ungefähren Marktkurs in EUR umgerechnet; die Werte sind gerundet und indikativ.

Angebot, Nachfrage & Logistik

Die übergeordneten Handelsdaten Chinas zeigen, dass die Importe im bisherigen Verlauf von 2026 schneller wachsen als die Exporte. Das signalisiert eine feste Binnennachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln, was die Nachfrage nach Hülsenfrüchten indirekt stützt. Die Exportpreise insgesamt ziehen leicht an; nationale Exportpreisindizes werden bis ins 3. Quartal 2026 leicht über dem Aprilniveau erwartet, was eine sanft aufwärtsgerichtete Tendenz für FOB-Hülsenfrüchte verstärkt.

Auf der Logistikseite sind die Containerfrachten aus China stark gestiegen: Der Drewry World Container Index sprang Anfang Juni um über 20 %, angetrieben von vorgezogenen Exporten und Störungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus. Zudem erhöhen neue, seit dem 1. Juni geltende stichprobenartige GACC-Exportkontrollen die Zeit- und Compliance-Kosten für Agrargüter. Diese Faktoren weiten die CNF-Basis aus, selbst wenn sich die zugrunde liegenden FOB-Bohnenpreise nur moderat bewegen.

Wetter & Ernteausblick (wichtige chinesische Bohnenregionen)

Aktuelle nationale Hinweise deuten 2026 auf einen heißeren Sommer als üblich in vielen chinesischen Städten hin, wobei die Behörden vor längeren Hitzeperioden warnen. Für die wichtigsten Bohnenanbaugebiete in Nordost- und Nordchina bedeutet dies eine stärkere Verdunstungsnachfrage und höheren Bewässerungsbedarf während der kritischen vegetativen und Blütephasen im Juni bis August.

Derzeit werden für die Mung-, Kidney- oder Adzuki-Anbaugebiete in den letzten Tagen keine großflächigen extremen Dürre- oder Hochwasserereignisse gemeldet, sodass die Angebotserwartungen für die neue Ernte im Wesentlichen normal bleiben. Sollten sich die Hitzeepisoden jedoch verstärken oder mit der Schotenfüllung zusammenfallen, würden die Ertragsrisiken steigen und könnten später in der Saison für zusätzlichen Preisauftrieb sorgen.

Wichtige Einflussfaktoren im Blick

  • Exportlogistik: Erhöhte Containerraten und Kriegsrisiko-Zuschläge sind derzeit der stärkste kostensteigernde Faktor für gelieferte Bohnenwerte ab China.
  • Makronachfrage in China: Schnelleres Import- als Exportwachstum unterstreicht eine solide Inlandsnachfrage und könnte die Binnenpreise stützen, insbesondere wenn die Proteinnachfrage robust bleibt.
  • Wetter bis Juli: Die Bestätigung eines heißen Sommermusters würde die Ertragsrisiken für spät gesäte Bohnen erhöhen und könnte Verkäufer zu einer früheren Preisfixierung im Export ermutigen.

Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Käufer (Importeure, Abpacker): Erwägen Sie, die Deckung für konventionelle Mung- und weiße Kidneybohnen bei kleineren Rücksetzern vorzuziehen, angesichts knapper Frachtraumkapazitäten und des Potenzials weiterer GRIs (General Rate Increases) bis Ende Juni und im Juli.
  • Verkäufer (chinesische Exporteure): Bei Bio-Mung und Adzuki, wo die FOB-Preise leicht weicher sind, kann Angebotsdisziplin in Kombination mit einem Fokus auf Premiumqualität helfen, Margen gegen steigende Fracht- und Inspektionskosten zu schützen.
  • Risikomanagement: Für Langstreckenrouten nach Europa und in den Nahen Osten sollten höhere Fracht- und Verzögerungsrisiken in die Vertragsstrukturen eingepreist werden (kürzere Gültigkeiten, anpassbare Frachtklauseln oder Teillieferungsoptionen).

3‑Tage-Richtungsausblick für Preise (CN FOB)

  • Mungbohnen (alle Spezifikationen, FOB Peking): Leicht festerer Bias, da Fracht und moderate Exportnachfrage die Angebote stützen; in EUR denominierte CNF-Werte dürften leicht zulegen.
  • Kidneybohnen (weiß, rot, schwarz): Überwiegend stabil bis leicht fester; weiße Sorten relativ stärker bei knapperem Angebot hochwertiger Ware.
  • Adzukibohnen (rot, Bio & konventionell): Im Großen und Ganzen stabil mit leicht weicher Tendenz bei Bio; kurzfristig kein starker Impuls in die eine oder andere Richtung.
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Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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