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Deutsche Futtergerste legt zu, da Hitzewelle auf reichliches Schwarzmeer-Angebot trifft

Deutsche Futtergerste legt zu, da Hitzewelle auf reichliches Schwarzmeer-Angebot trifft

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Deutsche Futtergerstenpreise fester im Umfeld einer Hitzewelle und robuster Schwarzmeer-Angebote. Kurzfristiger Ausblick, Wettereffekte und 3-Tages-Preisindikation in EUR/t.

Die Preise für Futtergerste in Norddeutschland ziehen an, bleiben jedoch durch wettbewerbsfähige Offerten aus dem Schwarzmeerraum und die Erwartung einer komfortablen EU-Gerstebilanz gedeckelt. Ausgeprägte Frühsommerhitze und örtliche Gewitter erhöhen das kurzfristige Wetterrisiko, doch die aktuellen Märkte preisen weiterhin ausreichende Versorgung 2026/27 sowohl aus der EU als auch aus der Ukraine ein. Deutsche Futtergerste wird bis Mitte Juni etwas fester gehandelt, gestützt durch steigende EU-Getreideindizes und eine lokal begrenzte Nachfrage seitens der Viehhalter. Eine Hitzewelle über Norddeutschland verschärft in einigen Regionen den Ausblick für die Kornfüllung, jedoch begrenzen jüngste Schauer und insgesamt gute Bodenfeuchte die unmittelbaren Ernte- bzw. Ertragsbedenken. Gleichzeitig haben ukrainische Exporteure bereits umfangreiche Neusaison-Mengen an Gerste für 2026/27 kontrahiert, was unterstreicht, dass Deutschland weiterhin mit starker Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum statt mit Versorgungsengpässen rechnen muss.

Prices & Spreads

Alle Preise in EUR umgerechnet.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Kassapreise für EU-Futtergerste im Raum Bremen werden für Juni nahe 176 EUR/t notiert, leicht schwächer zur Vorwoche, aber immer noch rund 6–7 % über dem Vorjahresniveau. Das spiegelt ein insgesamt festes Umfeld im Getreidesektor wider.

Supply & Demand Drivers

Innerhalb der EU deuten die jüngsten offiziellen Prognosen weiterhin auf eine umfangreiche Gerstenernte 2025/26 von rund 55–56 Mio. t hin, bei steigenden Exporten auf über 7 Mio. t und gleichzeitig leicht zunehmenden Endbeständen – ein Hinweis auf eine komfortable regionale Versorgungslage. Dies begrenzt das mittelfristige Aufwärtspotenzial für deutsche Futtergerste trotz der jüngsten lokalen Preisfestigkeit.

Auf der Schwarzmeer-Seite haben ukrainische Händler bereits bis zu 700.000 t Gerste für den Export in der Saison 2026/27 kontrahiert – ein Signal für eine robuste Exportverfügbarkeit und starke Konkurrenz in den mediterranen und nahöstlichen Futtergetreidemärkten. Bereits früher im laufenden Jahr hat die Ukraine zudem bedeutende Getreideexportströme über Seehäfen und alternative Routen aufrechterhalten, was unterstreicht, dass die Logistik – trotz Fragilität – weiterhin funktioniert.

Die globalen Futtergetreidemärkte werden weiterhin von ausreichender Verfügbarkeit und einer jüngsten Entspannung des Wetterrisikos im Schwarzmeerraum geprägt, was den Druck auf Gersten- und Weizenpreise international verringert hat. Für deutsche Käufer bedeutet dies einen guten Zugang zu importierter Gerste und Ersatzprodukten (Mais, Futterweizen), was starke Preissprünge bei Futtergerste begrenzt, solange keine nennenswerten lokalen Ernteschäden auftreten.

Weather & Crop Conditions (Germany / DE)

In Drentwede (Niedersachsen) und dem weiteren norddeutschen Raum werden die nächsten drei Tage (19.–21. Juni) als sehr warm bis heiß prognostiziert, mit Höchstwerten um 32–34 °C am Freitag und niedrigen 30ern am Samstag, gefolgt von einem kühleren, wolkigeren Sonntag bei etwa 27 °C. Gewitterwarnungen und Hitzebelastung unterstreichen kurzfristige Stressrisiken für flach wurzelnde Kulturen und kürzlich gedüngte Flächen.

Saisonale Regionalprognosen zeigen, dass der Juni von einem ausgeprägten Sommerhoch mit Hitzeepisoden, sehr warmen Nächten und konvektiven Gewittern über weiten Teilen Deutschlands geprägt ist. Für Wintergerste in der Kornfüllung und kurz vor der Ernte ist dieses Muster moderat positiv für die Qualität (gute Sonneneinstrahlung), könnte jedoch das Ertragspotenzial schmälern, wenn Hitzewellen mit kritischen Entwicklungsphasen zusammenfallen oder wenn Stürme zu Lager führen. Derzeit deuten die Signale nicht auf ein weitreichendes Ernteversagen hin, allerdings beginnen Marktteilnehmer, eine gewisse Wetterprämie einzupreisen.

Market Sentiment & Fundamentals

Jüngste Kommentare zum deutschen Getreidemarkt heben die Spannbreite zwischen günstigen Ernteerwartungen und zunehmenden Wetterrisiken hervor und betonen, dass die Getreidemärkte zwischen positiven Ernteprognosen und der Möglichkeit hitze- oder sturmbedingter Verluste pendeln. In diesem Umfeld folgt Futtergerste dem breiteren Getreidekomplex, tendiert fester, wenn Wettermodelle heißer werden, und gibt nach, wenn Regen Episoden von Stress entschärft.

Auf Makroebene halten Sorgen um die globale Ernährungssicherheit und extreme Wetterereignisse das spekulative Interesse an Getreidemärkten hoch, doch die tatsächliche Preisbildung wird weiterhin von konkreten Angebotssignalen aus der EU und dem Schwarzmeerraum bestimmt. Nachdem die ukrainischen Gerstenexportpreise und FOB-Angebote im früheren Jahresverlauf nachgegeben hatten, bewegen sich die deutschen Notierungen nun in einer vergleichsweise engen Spanne, in der Logistik, Qualität und Frachtdifferenzen die Handelsströme stärker bestimmen als reine Preisabstände.

Short-Term Outlook & Trading Ideas

  • Preis-Tendenz (1–2 Wochen): Leicht fester bis seitwärts für deutsche Futtergerste, da Hitzewellen-Schlagzeilen und die nahende Ernte die Basis stützen, während reichliches EU-/Ukraine-Angebot Aufwärtsbewegungen begrenzt.
  • Für Viehhalter: In Erwägung ziehen, den kurzfristigen Bedarf bei Rücksetzern in Richtung 180 EUR/t EXW-Äquivalent abzusichern, jedoch umfangreiche Vorwärtsdeckung vermeiden, solange die EU-Ernteerwartungen komfortabel bleiben.
  • Für Erzeuger: Die aktuelle Stärke oberhalb von ~185 EUR/t nutzen, um schrittweise einen Teil der erwarteten Neusaisonmengen abzusichern, insbesondere in Regionen mit höherem Risiko für Hitze- und Sturmschäden.
  • Für Händler: Frachtkosten und Haftrisiken im Schwarzmeerraum aufmerksam verfolgen; jede erneute Störung könnte die Spreads EU–Ukraine rasch ausweiten und die Inlandspreise in Deutschland unterstützen.

3‑Day Price Indication (Germany & Reference)

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Insgesamt tendiert deutsche Futtergerste im Zuge der Hitzewelle etwas fester, doch die breitere europäische und Schwarzmeer-Bilanz deutet nur auf begrenztes Aufwärtspotenzial in der nahen Zukunft hin – es sei denn, Wetterschäden nehmen deutlich zu oder es kommt zu Störungen in der Logistik.

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