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Deutsche Futterhaferpreise steigen leicht, bleiben aber in Spanne um 0,20 €/kg

Deutsche Futterhaferpreise steigen leicht, bleiben aber in Spanne um 0,20 €/kg

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für deutschen Futterhafer halten sich knapp über 0,20 €/kg EXW bei reichlichem Angebot und ruhiger Nachfrage. Überblick zu EU-Benchmarks, Wetter, Risiken im Schwarzen Meer und 3-Tage-Ausblick.

Die Preise für Futterhafer in den nördlichen Regionen Deutschlands bewegen sich weiterhin in einer engen Handelsspanne knapp über 0,20 €/kg ab Hof (EXW), mit nur leichter Aufwärtstendenz Anfang September, da ein reichliches lokales Angebot auf eine zurückhaltende Futternachfrage trifft. Jüngste EU-Referenzwerte von rund 173 €/t für Futterhafer in München und stabile ukrainische Offerten stützen dieses Seitwärtsmuster, während sich die Risiken im Schwarzen Meer bisher noch nicht in einem klaren Aufschlag im Kassamarkt niedergeschlagen haben. Am deutschen Kassamarkt hinkt Hafer weiterhin den dynamischeren Bewegungen bei Weizen, Gerste und Mais hinterher. Das Angebot der neuen Ernte ist komfortabel, und aktuelle Marktkommentare beschreiben den Haferhandel als ruhig, mit Geboten und Angeboten, die eng um die vorherrschenden Preisniveaus liegen. Das Wetter in Norddeutschland ist saisonüblich mild und überwiegend trocken, was reibungslose Logistik und zügige Erntearbeiten unterstützt, anstatt neue Sorgen um die Ernte zu erzeugen. Vor diesem Hintergrund hängt die kurzfristige Preisrichtung stärker von Spreads im Futtergetreidekomplex und einer möglichen Eskalation der Schifffahrtsrisiken im Schwarzen Meer ab als von inländischen Fundamentaldaten.

Prices

Indikationen für Futterhafer zur sofortigen Lieferung in Norddeutschland liegen gebündelt knapp über 0,20 €/kg EXW, im Einklang mit jüngsten Abschlüssen für Anfang September. EU-Futterhafer-Benchmarks in München werden für September 2026 nahe 173 €/t, also rund 0,17 €/kg, notiert und bestätigen, dass die physischen Preise in Deutschland nur einen moderaten Aufschlag gegenüber dem EU-Referenzniveau aufweisen.

International haben sich die CBOT-Haferfutures in den letzten Wochen erholt, wobei die Dezember-2026-Kontrakte umgerechnet rund 145–150 €/t implizieren und damit weiterhin deutlich unter den derzeitigen EU-Kassapreisen von etwa 190–195 €/t ab Hof oder FCA liegen. Diese Diskrepanz unterstreicht, wie gut der deutsche und der breitere EU-Hafermarkt aktuell versorgt sind, wobei die lokalen Preise weitgehend von futuresgetriebener Volatilität abgeschirmt bleiben.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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*Historischer, FAO-basierter Erzeugerpreis; dient nur als Hintergrund, nicht als Live-Marktpreis.

Supply & Demand

Analysen von Anfang September heben hervor, dass das neue Haferangebot in Deutschland und in der gesamten EU reichlich ist, ohne Anzeichen akuter Knappheiten im Futtersegment. Das Interesse der Landwirte an Hafer ist in den letzten Saisons aufgrund attraktiver Bruttomargen im Vergleich zu anderen Sommergetreiden relativ stark geblieben, sodass die Gesamtverfügbarkeit in der EU trotz einiger jüngster Flächenanpassungen komfortabel ist.

Auf der Nachfrageseite wird der inländische Futterverbrauch lediglich als leicht zunehmend beschrieben, da Mischfutterhersteller ihren Fokus weiter auf Weizen, Gerste und Mais richten. Gleichzeitig setzt sich das strukturelle Wachstum beim Einsatz von Hafer für Lebensmittel und Getränke (z. B. Haferdrinks) im Hintergrund fort, ist aber noch nicht stark genug, um kurzfristig einen Preissprung bei Partien in Futterqualität auszulösen.

Weather & Logistics (Northern Germany Focus)

Das Agrarwetter für Norddeutschland um den 14.–15. September deutet auf saisonüblich normale Temperaturen und überwiegend trockene bis nur leicht regenreiche Bedingungen hin, wodurch Ernte- und Feldarbeiten kaum unterbrochen werden. Dieses Muster unterstützt einen reibungslosen Abfluss von Getreide von den Betrieben zu lokalen Lägern und Exportkanälen, statt neue Risiken für Ertrag oder Qualität bei Hafer zu schaffen.

Da die größten Wetterrisiken für die Haferernte 2026 nun weitgehend überwunden sind, sind Entwicklungen bei Logistik und Exportkorridoren rund um das Schwarze Meer wichtiger als die lokale Witterung. Marktberichte betonen, dass trotz erhöhter geopolitischer Spannungen und anhaltender Risiken für die Schifffahrt bei Odessa die ukrainischen Futtergetreide- und hafernahen Ströme bislang ausreichend funktionieren, um einen starken Preissprung in der EU zu verhindern.

Fundamentals & External Drivers

  • Ausgewogener Inlandsmarkt: Die deutschen Futterhaferpreise bleiben trotz stärkerer Bewegungen bei anderen Getreiden stabil, was auf komfortable Lagerbestände auf den Höfen und begrenzte Dringlichkeit auf der Käuferseite hinweist.
  • Unterstützung durch EU-Benchmarks: Moderate monatliche Anstiege der EU-Futterhafernotierungen (~+3 %) verleihen eine leichte Aufwärtstendenz, doch das Gesamtniveau signalisiert weiterhin keinen engen Markt.
  • Begrenzter Risikoaufschlag Schwarzes Meer: Obwohl die Spannungen im Schwarzen Meer erhöht sind, haben die Haferpreise bislang noch keinen nennenswerten Risikoaufschlag eingepreist – im Gegensatz zu manchen Weizen- und Maiskontrakten.
  • Spekulativ vs. physisch: Die jüngste Rallye an der CBOT hat sich bisher nicht auf physische Haferpreise in Europa übertragen, was zeigt, dass spekulative Futures-Ströme derzeit vom gut versorgten EU-Kassamarkt entkoppelt sind.

3‑Day Outlook & Trading View (Germany, DE)

Bei neutraler Wetterlage und stabiler Logistik dürften die deutschen Futterhaferpreise in den kommenden drei Handelstagen in einem engen Korridor um das aktuelle Niveau verharren. Kassanotierungen im Norden sollten weiterhin leicht über den EU-Referenzwerten liegen, mit begrenztem Spielraum für einen Ausbruch nach oben oder unten – es sei denn, es kommt zu einer plötzlichen Verschlechterung der Schifffahrtslage im Schwarzen Meer oder zu einer starken Bewegung im breiteren Futtergetreidekomplex.

  • Käufer (Mischfutterwerke, Viehhalter): Es bietet sich an, für den kurzfristigen Bedarf weiter eine Hand-zu-Mund-Strategie zu fahren und etwaige kleinere Rücksetzer in Richtung 0,20 €/kg EXW zu nutzen, um die kurzfristige Versorgung vor dem Hintergrund der geringen Volatilität abzusichern.
  • Erzeuger (deutsche Landwirte): Da die Preise leicht über historischen Erzeuger-Referenzwerten und EU-Benchmarks liegen, erscheint ein sukzessiver Verkauf in die aktuelle Stärke sinnvoll, insbesondere für Partien in Futterqualität mit begrenzten Aufwärtspotenzialen.
  • Händler: Fokus auf Relativwerte gegenüber Futtergerste und -weizen; Hafer handelt derzeit als stabiler, „low beta“-Baustein in Getreidespreads und bietet kurzfristig nur begrenztes Potenzial für eigenständige Richtungswetten.

3‑Tage-Richtungstendenz für deutschen Futterhafer (DE): seitwärts bis leicht fester um ≈0,20–0,21 €/kg EXW in den nördlichen Märkten, orientiert an EU-Referenzen und der Stimmung im breiteren Futtergetreidesektor statt an der lokalen Witterung.

BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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