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Deutscher Futterroggen legt leicht zu, da Ernte- und Hitzerisiken auf günstige Ukraine-Angebote treffen

Deutscher Futterroggen legt leicht zu, da Ernte- und Hitzerisiken auf günstige Ukraine-Angebote treffen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Deutscher Futterroggen in Niedersachsen wird fester, da die Ernte beginnt und Hitzerisiken auftreten, während ukrainische FOB-Angebote günstig bleiben. Kurzfristiger Ausblick und Handelsempfehlungen.

Die Preise für deutschen Futterroggen in Norddeutschland ziehen langsam an, bleiben aber historisch günstig. Unterstützung kommt von Unsicherheit zur frühen Ernte, Wetterriskoen und festeren Getreidemärkten in der weiteren Region. Da ukrainischer FOB-Roggen weiterhin deutlich unter den deutschen Preisen liegt, testen Käufer, wie weit inländische Verkäufer der allgemein freundlicheren Stimmung am Getreidemarkt folgen. In Niedersachsen sind die Spotpreise für Futterroggen ab Hof in den vergangenen zwei Wochen stetig gestiegen, da die örtliche Getreideernte anläuft und Käufer ihren kurzfristigen Futterbedarf decken. Das Wetter in den kommenden Tagen sieht im Großen und Ganzen günstig für die Erntearbeiten aus, dennoch bleiben Landwirte nach jüngsten Hitzeepisoden und Berichten über Ertragsdruck in Teilen Deutschlands vorsichtig. Vor diesem Hintergrund verschiebt sich der Markt von erwartetem Erntedruck hin zu einer ausgewogeneren, leicht festeren kurzfristigen Sicht.

Preise

  • Deutscher Futterroggen (EXW Drentwede, Niedersachsen) wird um 185 EUR/t (0,185 EUR/kg) gehandelt, etwa 1 % höher gegenüber Wochenmitte und rund 3 % über dem Niveau von Ende Juni.
  • Die Werte in Norddeutschland werden als „ruhig, aber fester“ beschrieben, wobei Spot-Futterroggen in Niedersachsen in den vergangenen zwei Wochen leicht angezogen hat, da die Ernte unter überwiegend warmen und trockenen Bedingungen startet.
  • Ukrainischer Roggen FOB Odessa bleibt deutlich günstiger, bei rund 120 EUR/t, hält damit einen weiten Abschlag zu den deutschen Inlandspreisen und begrenzt die Exportambitionen aus Deutschland.
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

  • Die deutsche Getreideernte hat in vielen nördlichen Bundesländern begonnen, darunter Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Erste Berichte deuten auf ordentliche Erträge hin, allerdings mit ausgeprägten regionalen Unterschieden.
  • Der Deutsche Raiffeisenverband warnt, dass die jüngsten Hitzewellen die Getreideerträge in Teilen des Landes, insbesondere auf leichten Böden, negativ beeinflusst haben und damit Zweifel an den zuvor optimistischen Ertragserwartungen wecken.
  • Auf EU-Ebene verweisen kurzfristige Ausblicke auf eine insgesamt komfortable Getreideverfügbarkeit im Jahr 2026, betonen jedoch zunehmende Wetter- und geopolitische Risiken, einschließlich anhaltender Handelskonflikte und kriegsbedingter Störungen im Schwarzmeerraum.
  • Roggen bleibt im inner‑europäischen Handel ein Nischengetreide; jüngste Handelszahlen der Kommission zeigen nur begrenzte grenzüberschreitende Roggenströme. Dies legt nahe, dass regionale Bilanzen und die lokale Futter Nachfrage die wichtigsten Preistreiber sind.

Wetter & Erntebedingungen (DE)

  • Für Drentwede und die umliegenden Regionen in Niedersachsen bringen die nächsten drei Tage (18.–20. Juli) überwiegend milde Bedingungen: Temperaturen um 20–23 °C mit einem Mix aus Wolken und Sonne sowie etwas leichtem Regen/Nieselregen am Sonntag.
  • Diese Bedingungen sind im Großen und Ganzen günstig für die laufende Roggen- und sonstige Getreideernte, ermöglichen Feldbefahrbarkeit und Trocknung, auch wenn Schauer am Sonntag die Drescharbeiten in einigen Gebieten vorübergehend verlangsamen könnten.
  • Marktteilnehmer reagieren weiterhin sensibel auf weitere Hitzephasen nach der Hitzeepisode Mitte Juli, die bereits Sorgen über Ertragseinbußen und Hektolitergewichte in Teilen Deutschlands ausgelöst hat.

Fundamentaldaten & Signale aus anderen Märkten

  • Die kurzfristige Marktanalyse der EU stellt fest, dass trotz komfortabler Getreidebestände makroökonomische Unsicherheit, höhere Energiekosten und anhaltende Handelskonflikte die Volatilität über alle Getreidearten hinweg hoch halten.
  • Die Weizenmärkte haben sich zuletzt befestigt, bedingt durch ein erhöhtes Konfliktrisiko im Schwarzmeerraum und eine leichte Abwärtskorrektur der EU-Weichweizenproduktion. Dies stützt Roggen indirekt als wettbewerbsfähige Futteralternative.
  • Die Erzeugerpreise für Getreide in Deutschland liegen im Durchschnitt weiterhin deutlich unter dem Vorjahr. Das zeigt, dass Roggen – selbst nach dem jüngsten Anstieg – für Futterverbraucher im historischen Vergleich noch immer attraktiv bewertet ist.

3‑Tage-Ausblick & Handels­empfehlungen

  • Preistendenz (DE Futterroggen, Niedersachsen, 3‑Tage-Sicht): leicht fester bis seitwärts. Gute Erntefortschritte und insgesamt günstiges Wetter begrenzen starke Aufschläge, doch hitzebedingte Ertragssorgen, festerer Weizen und begrenzte Verkäuferbereitschaft der Landwirte stützen einen leicht positiven Grundton.

Handelsausblick

  • Mischfutterwerke / Viehhalter mit Eigenmischung (DE): Eine leicht ausgeweitete kurzfristige Roggenabsicherung ist zu erwägen, solange EXW-Preise um 180–185 EUR/t liegen; Roggen bleibt im Vergleich zu Weizen und Gerste ein kosteneffizienter Bestandteil der Ration, mit gewissem Aufwärtspotenzial bei weiteren Ertragsherabstufungen.
  • Verkaufende Landwirte (Niedersachsen): Angesichts der wetterfreundlichen Erntetage sollten Preisrückgänge durch lokalen Erntedruck mit Vorsicht bewertet werden; das Zurückhalten eines Teils unbepreister Mengen für die Zeit nach der Ernte könnte sich auszahlen, falls die Risiken im Schwarzmeerraum und witterungsbedingte Risiken anhalten.
  • Händler / Exporteure: Die große Spanne zum günstigen ukrainischen FOB-Roggen begrenzt die Exportwettbewerbsfähigkeit; der Fokus sollte auf regionalen Futterkanälen liegen, sofern sich Frachtraten oder Wechselkurse nicht deutlich zugunsten des Exports verändern.

3‑Tage Regionale Preisindikation (EUR/t)

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
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