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Deutscher Roggen klettert leicht, da Erntedruck auf Wetterrisiko trifft

Deutscher Roggen klettert leicht, da Erntedruck auf Wetterrisiko trifft

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für deutschen Futterroggen ziehen an, da die frühe Ernte auf Wetterrisiken trifft. Der kurzfristige Ausblick für Deutschland deutet auf seitwärts bis leicht festere Niveaus hin.

Die Preise für deutschen Futterroggen haben sich in der vergangenen Woche moderat befestigt, mit nur einer leichten Pause am 24. Juli, da der frühe Erntedruck durch witterungsbedingte Ertragssorgen und eine stabile Futternachfrage ausgeglichen wird. In Norddeutschland ist der ab Hof gehandelte Roggen im Juli stetig gestiegen, im Einklang mit der allgemeinen Festigkeit der EU-Referenzpreise für Futterroggen, handelt aber weiterhin mit Abschlag zu Weizen und Gerste. Das nahe Wetter in Niedersachsen wird am 25. Juli zunächst warm bis heiß, bevor es mit vereinzelten Schauern wieder abkühlt – ein Muster, das den Kornfüllungsprozess und den Erntefortschritt grundsätzlich unterstützt, die Risiken für Qualität und Ertrag aber im Blick behält. Knappe, aber ausreichende EU-Roggenbilanzen und eine relativ ruhige Exportaktivität machen diesen Markt stärker lokal getrieben; regionale Futtergetreidenachfrage und Konkurrenz zu anderen Getreidearten geben den Ton an.

Prices

Deutscher Futterroggen ab Hof (Drentwede, EXW) ist von rund 178 EUR/t Anfang Juli auf etwa 200 EUR/t bis zum 24. Juli gestiegen, ein Plus von rund 12–13 % im Monatsvergleich. Die jüngste Bewegung zeigt nach mehreren Sitzungen mit stetigen Anstiegen ein leichtes Tag-zu-Tag-Minus von rund 1 %, was auf gewissen nahen Erntedruck hindeutet, aber keine scharfe Umkehr signalisiert.

Die EU-Referenzpreise für Futterroggen (z.B. Hamburg) werden für Juli nahe 190 EUR/t angegeben, leicht über dem Niveau der Vorwoche und rund 9 % unter dem Vorjahresstand. Dies bestätigt einen moderaten, aber nicht explosiven Aufwärtstrend im breiteren europäischen Markt.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Roggen bleibt im EU-Kontext ein relativ kleines, aber regional wichtiges Getreide. Aktuelle kurzfristige EU-Prognosen deuten für 2026/27 auf eine weitgehend stabile Roggenfläche und -produktion hin, mit nur geringfügigen Veränderungen gegenüber der vergangenen Saison. Damit bleiben die Gesamtbilanzen komfortabel, ohne übermäßig belastend zu sein.

Die jüngste Hitze in weiten Teilen Mitteleuropas, einschließlich Teilen Deutschlands, hat Teile der Getreideernte geschädigt und den Gesamtwert der EU-Getreideproduktion gedrückt; Analysten schätzen die Verluste bei wichtigen Erzeugerländern auf mehrere Milliarden Euro. Während Roggen in einigen Regionen weniger exponiert ist als früh gesäter Weizen, sorgt derselbe Stress für Unsicherheit hinsichtlich der endgültigen Erträge und Qualitäten und begrenzt damit das Abwärtspotenzial der lokalen Preise.

Weather & Harvest Context (Region: Northern Germany)

Für Drentwede und das umliegende Niedersachsen bringen die nächsten drei Tage (25.–27. Juli) überwiegend warme Bedingungen mit Höchstwerten um 28 °C am Samstag, die am Sonntag und Montag auf niedrige 20er °C zurückgehen; es werden nur vereinzelte leichte Schauer erwartet. Dieses Muster stützt die laufenden Erntearbeiten, mit genügend Feuchtigkeit zur Entlastung der Bestände, aber ohne anhaltende Niederschläge, die die Feldarbeit unterbrechen würden.

Angesichts der Hitzephase Anfang des Monats in Teilen Deutschlands und der Nachbarländer achten lokale Händler weiterhin auf Nester mit Auswuchs oder verschobenen Proteingehalten, auch wenn es bislang keine Hinweise auf ein großflächiges Roggen-Erntefiasko gibt. Insgesamt wirkt das Wetter im kurzfristigen Ausblick preisstabilisierend, vor allem über das wahrgenommene Risiko und weniger durch tatsächliche Flächenschäden.

Market Drivers & Fundamentals

  • Relativer Wert vs. andere Getreide: Deutscher und EU-Roggen wird weiterhin mit Abschlag zu Weizen gehandelt und ist damit in Futterrationen attraktiv, insbesondere da Schweine- und Rinderhalter nach kosteneffizienten Energiequellen suchen.
  • Stabile Futternachfrage: Die deutschen Viehbestände und die Produktion von Mischfutter sind insgesamt stabil, was eine konstante Nachfrage nach Roggen dort unterstützt, wo er regional verfügbar ist.
  • Exportrolle sekundär: Deutschland ist ein regelmäßiger, aber nicht dominanter Roggenexporteur; aktuelle EU-Handelsdaten zeigen im Vergleich zu Weizen und Gerste eher geringe Roggenströme. Daher sind in erster Linie die inländischen Bilanzen und die regionale Futterkonkurrenz die maßgeblichen Preisanker.
  • Logistik und Rheinpegel: Frühere Sorgen über niedrige Pegelstände des Rheins hatten die Frachtkosten erhöht, doch für Roggen sind diese Effekte eher indirekt und derzeit weniger gravierend als bei Massengütern für die Industrie.

Trading Outlook (Next 3 Days, Region: DE)

  • Seitwärts bis leicht fester Tendenz: Bei weitgehend reibungslosem Erntefortschritt unter überwiegend günstigen Witterungsbedingungen und ohne klar bärische Impulse bei den EU-Getreidepreisen dürfte Futterroggen in Deutschland in der sehr kurzen Frist seitwärts bis leicht fester tendieren.
  • Erzeuger: Staffelverkäufe bei Intraday-Stärke in der Nähe oder über den aktuellen 200 EUR/t EXW-Niveaus sind zu erwägen, während ein Teil der Tonnage unverkauft bleiben kann, falls Wetter- oder Ertragsmeldungen den Markt später in der Saison verknappen.
  • Futterkäufer: Kurzfristige Absicherung für die nächsten 2–3 Wochen erscheint sinnvoll; weitergehende Vorkontrakte können gestaffelt werden, da Erntedruck etwaige Rallyes weiterhin begrenzen könnte, falls die Erträge besser ausfallen als befürchtet.
  • Händler: Basisniveaus in Norddeutschland dürften unterstützt bleiben; bei der Anpassung der Gebote ist die regionale Konkurrenz durch Gerste und Importmais zu beobachten.

3-Day Price Indication – Germany

  • Norddeutschland (ab Hof, Futterroggen, Fokus DE-Region): Richtungsausblick für den 25.–27. Juli: 198–203 EUR/t EXW, Tendenz: seitwärts bis leicht fester.
  • Hamburger Exportkorridor (Futterroggen, EU-Referenz): Richtungsausblick: 188–193 EUR/t FOB-Äquivalent, weitgehend im Gleichklang mit der Stimmung im breiteren EU-Futtergetreidemarkt.
BASIC
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