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Deutscher Roggen legt zu, da die Ernte voranschreitet und die Nachfrage anzieht

Deutscher Roggen legt zu, da die Ernte voranschreitet und die Nachfrage anzieht

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für deutschen Futterroggen ziehen an, während die Ernte 2026 unter überwiegend günstigen Wetterbedingungen vorankommt und eine stabile Futtermittele Nachfrage die EXW-Niveaus stützt.

Deutscher Futterroggen EXW Drentwede hat sich in dieser Woche moderat befestigt, wobei die lokalen Preise vor dem Hintergrund einer stabilen Futtermittele Nachfrage und überwiegend konstruktiver Erntebedingungen in Norddeutschland leicht nach oben tendieren. Die Roggenmärkte in Deutschland werden derzeit durch eine Kombination aus fortschreitender Wintergetreideernte, allgemein guten Ertragserwartungen und robuster Futtermittele Nachfrage angetrieben, da Mischfutterhersteller Wertvorteile gegenüber anderen Getreidearten suchen. Während EU-Daten weiterhin auf eine komfortable Gesamtverfügbarkeit von Getreide hinweisen, bleiben Vorwärtsverkäufe in wichtigen Roggenregionen verhalten, was das kurzfristige Angebot begrenzt. Das Wetter in Niedersachsen hat sich weitgehend günstig für die Druscharbeiten entwickelt, was die Qualität unterstützt, aber bislang noch keinen ausgeprägten Erntedruck auf die Preise ausgelöst hat. Da das Exportinteresse an EU-Roggen langsam zunimmt und die Logistik normal funktioniert, bleibt die kurzfristige Tendenz für deutschen Futterroggen leicht bullish, ist jedoch anfällig für Veränderungen beim lokalen Wetter oder in der allgemeinen Stimmung an den Getreidemärkten.

Preise

Die neuesten Indikationen für Futterroggen (max. 14 % Feuchtigkeit) EXW Drentwede, Deutschland, liegen bei rund 195 EUR/t, gegenüber etwa 188 EUR/t zu Wochenbeginn. Dies entspricht einem Anstieg von rund 3,7 % über drei Handelstage und macht einen Teil der Schwäche Ende Juli wieder wett. Die Bewegung spiegelt festere Kassabids regionaler Futtermühlen wider und ist nicht Ausdruck eines akuten Versorgungsengpasses.

Ukrainischer Roggen FOB Odessa wird nahe 120 EUR/t notiert und ist damit über die vergangenen zwei Wochen weitgehend stabil geblieben. EU-Ursprungsroggen handelt damit zu einem klaren Aufschlag, bleibt aber in regionalen Futterrationen dennoch wettbewerbsfähig, wenn Fracht und Risikoaufschläge berücksichtigt werden. Die sich ausweitende Spanne gegenüber Schwarzmeerwerten unterstreicht die relative Knappheit in der deutschen Spotlogistik und die Bereitschaft der EU-Käufer, für Ursprungssicherheit zu bezahlen.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Deutschland bleibt der weltweit größte Roggenproduzent und steht typischerweise für etwa ein Viertel der globalen Erzeugung, wobei die EU insgesamt die dominierende Roggenregion ist. Die jüngsten EU-Getreidebilanzen deuten weiterhin auf eine komfortable Roggenverfügbarkeit hin, und die EU-Roggenhandelsdaten für 2025/26 zeigten nur moderate Exportströme, sodass die Bestände beim Eintritt in die neue Saison auf angemessenem Niveau lagen.

Innerhalb Deutschlands ist Roggen jedoch eine relativ kleine, aber spezialisierte Kultur, konzentriert in nördlichen und östlichen Bundesländern wie Niedersachsen und Brandenburg. Das EU-Ernteüberwachungsbulletin 2026 prognostizierte für Deutschland leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt liegende Roggenerträge, jedoch unter dem hohen Vorjahresniveau, was auf eine solide, aber nicht belastende Ernte hindeutet. Die Futtermittele Nachfrage wird von Viehhaltern gestützt, die nach kostengünstigen Alternativen zu Weizen und Gerste suchen, insbesondere dort, wo eine Umstellung der Rationen auf Roggen technisch möglich ist.

Wetter & Ernte in Region DE

Für Norddeutschland, einschließlich Niedersachsen, wo Drentwede liegt, haben die letzten Tage jahreszeitlich warme, überwiegend trockene Bedingungen gebracht, nach zuvor wechselhafterem Wetter im Sommer. Lokale Berichte heben Phasen mit Starkregen in Teilen Deutschlands hervor, jedoch ohne flächendeckende, langanhaltende Durchnässung, sodass sich zwischen den Schauern Erntefenster öffnen konnten.

Kurzfristige Vorhersagen für die nächsten Tage deuten auf weiterhin gemischtes, aber weitgehend arbeitsfähiges Wetter hin: warme Temperaturen, vereinzelte Schauer und keine längeren Kälte- oder Hitzeextreme. Dieses Muster sollte weiteren Fortschritt beim Roggendrusch ermöglichen und gleichzeitig die Kornqualität stützen, bei nur begrenztem Risiko größerer Ernterückstände. Insgesamt ist der Wetterhintergrund neutral bis leicht preisstützend: Er begünstigt eine geordnete Ernte, statt eine Welle von Notverkäufen auszulösen.

Fundamentaldaten & Markttreiber

Auf der Angebotsseite bedeutet die Kombination aus einer durchschnittlichen bis guten deutschen Roggenernte und einer ordentlichen Lagerkapazität auf den Betrieben, dass die Erzeuger nicht unter starkem Verkaufsdruck unmittelbar nach der Ernte stehen. Die moderate Preis­erholung von den Niveaus Ende Juli sowie die Erwartung anhaltender Nachfrage seitens der Mischfutterhersteller geben Produzenten einen Anreiz, ihre Verkäufe zu staffeln. EU-weit liegen die Roggenerträge nahe dem Trend, was die Einschätzung eines ausgeglichenen, aber nicht überversorgten Marktes untermauert.

Auf der Nachfrageseite wird der Markt durch den relativen Wert im Vergleich zu anderen Futtergetreiden gestützt. Zwar sind spezialisierte Roggen-Futuresmärkte dünn, doch breitere Indikatoren für Grobgetreide haben sich zuletzt vor dem Hintergrund einer stabilen weltweiten Futtermittele Nutzung gefestigt. In Deutschland fördert dies eine gewisse Substitution hin zu Roggen, insbesondere in Schweine- und Rinderrationen. Exportinteresse für EU-Roggen ist vorhanden, bleibt aber ein sekundärer Treiber; die innergemeinschaftlichen Futterkanäle sind der Hauptaufnehmer des deutschen Angebots.

Handelsausblick

  • Kurzfristige Tendenz: Leicht bullish. Mit fortschreitender Ernte, aber ohne Angebotsflut im Spotmarkt und solider Futtermittele Nachfrage dürften die lokalen EXW-Preise in Norddeutschland kurzfristig unterstützt bleiben.
  • Erzeuger: Erwägen Sie gestaffelte Verkäufe bei weiteren Aufwärtsbewegungen über etwa 195–200 EUR/t EXW, während ein Teil der Menge unbepreist gehalten wird, falls sich im späteren Verlauf des Vermarktungsjahres eine Verknappung abzeichnet.
  • Futterkäufer: Decken Sie einen Teil des Roggenbedarfs für Q4 2026 zu den aktuellen Niveaus ein, behalten Sie jedoch Flexibilität, zwischen Roggen, Gerste und Weizen zu wechseln, falls sich nach der Haupternte die relativen Preise verschieben.
  • Händler: Beobachten Sie die Basisdifferenzen zwischen deutschen Inlandspreisen EXW und baltischen/schwarzmeerbezogenen FOB-Roggenpreisen; die aktuellen EU–Ukraine-Preisabstände ermöglichen nach wie vor Arbitragemöglichkeiten, sofern Logistik und Risikomanagement gewährleistet sind.

3‑Tage-Preistendenz (Region DE)

  • Norddeutschland (EXW, Futterroggen): Leicht aufwärtsgerichtete Tendenz. Erwarten Sie Preise im oberen Bereich der 180er EUR bis etwa 195 EUR/t in den nächsten drei Tagen, mit begrenztem Abwärtsrisiko, solange die Ernteverkäufe diszipliniert bleiben.
  • Mittel-/Ostdeutschland (frei Futtermittelwerke): Stabil bis leicht fester, in Anlehnung an die Preisentwicklung der norddeutschen Herkünfte und die lokalen Frachtkosten.
  • Exportparität (EU-Roggen vs. Schwarzmeer): Weitgehend stabil, wobei EU-Roggen weiterhin einen Qualitäts- und Ursprungsaufschlag gegenüber ukrainischen FOB-Notierungen behält.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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