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Indische Kardamompreise legen zu, da Monsunregen bullischen Ton stützen

Indische Kardamompreise legen zu, da Monsunregen bullischen Ton stützen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Indische Kardamom-Exportpreise in Neu-Delhi steigen leicht, gestützt von festeren Auktionen in Kerala und unterstützendem Monsunwetter. Kurzfristiger Ausblick bleibt leicht bullisch.

Indische Kardamom-Exportangebote in Neu-Delhi ziehen in den meisten Qualitäten leicht an, gestützt von festeren Auktionspreisen in Südindien und frühen Monsunregenfällen, die die Erwartungen an die Erträge stabilisieren. Im heimischen Anbaugebiet Kerala und Tamil Nadu zeigen jüngste Auktionen durchschnittliche Preise für kleinen Kardamom von etwa ₹2.670–2.850/kg, leicht über dem Niveau von Mitte Juni. Dies deutet auf eine sich erholende Nachfrage und ein zurückhaltenderes Verkaufsinteresse der Erzeuger hin. Der Südwestmonsun hat sich inzwischen über der südlichen Halbinsel etabliert und bringt wiederkehrende Schauer nach Idukki und angrenzende Kardamomgebiete, wodurch sich die Bodenfeuchte verbessert, ohne bislang eine aggressive Erntevermarktung auszulösen. Exportorientierte Angebote in Neu-Delhi (FOB/FCA) sind in EUR‑Wertung im Wochenvergleich gestiegen, bleiben jedoch im Vergleich zu breiteren indischen Großhandels-Benchmarks wettbewerbsfähig.

Preise

FOB Neu-Delhi Bio-Ganzkardamom (grün 6,0–6,5 mm) wird um EUR 15,9/kg indiziert, rund EUR 0,4 höher als vor einer Woche, während Bio 7,5–8 mm bei etwa EUR 17,8/kg liegt, ein Plus von rund EUR 0,5. Bio-Pulver wird nahe EUR 23,8/kg notiert, ein marginaler Wochenanstieg. Nicht‑biologische FOB-Ganzqualitäten reichen von etwa EUR 22,0/kg (6,5–6,8 mm) bis EUR 26,8/kg (8 mm), mit Zuwächsen von EUR 0,2–0,6 in der Woche, was auf einen allgemein festen Ton über die gesamte Größenkurve hinweist.

FCA-Indikationen in Neu-Delhi liegen leicht darunter, sind aber im Großen und Ganzen vergleichbar, mit 8 mm konventionell bei rund EUR 22,6/kg und 6,5–6,8 mm nahe EUR 11,6/kg; beide verzeichnen kleine Aufwärtsschritte gegenüber der Vorwoche. Landesweite Groß- und Einzelhandelsreferenzen in Indien deuten für Juni 2026 auf eine breitere Preisspanne von etwa EUR 3,0–5,5/kg auf Farm-/Mandi-Ebene hin und bestätigen, dass die aktuellen Exportangebote mit einem deutlichen Qualitäts- und Logistikaufschlag gehandelt werden.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Jüngste Auktionen in Kerala und Tamil Nadu zeigen Durchschnittspreise von etwa ₹2.700–2.850/kg mit stabilen bis leicht höheren Höchstpreisen. Dies deutet auf eine rege Binnen- und Exportnachfrage im Vorfeld der wichtigsten Festtags- und Winternachfragephase hin. Online-Angebote verzeichnen zudem anhaltende Anfragen für Qualitäten von 6–8 mm aus Verbraucherländern wie Westbengalen, was auf eine solide nachgelagerte Nachfrage und Handelsaktivität schließen lässt.

Auf der Angebotsseite deutet die Einschätzung von Erzeugern aus Südindien auf eine Verfügbarkeit von Bulk-Partien hin, doch die Landwirte sind bei der Freigabe von Beständen wählerisch, da sie das Monsunmuster und eine mögliche Erholung der Erträge nach der jüngsten Knappheit abwägen. Da sich der Südwestmonsun etabliert hat, die landesweiten Niederschläge aber weiterhin unter dem Normalwert liegen und der Fortschritt uneinheitlich ist, agieren die Erzeuger vorsichtig. Dies stützt die Preise eher, als dass es zu massiven Verkäufen kommt.

Wetter & Feldbedingungen

In Idukki und anderen wichtigen Kardamomdistrikten Keralas zeigen 10‑Tage-Prognosen häufige leichte bis mäßige Schauer und milde Temperaturen, was für eine gute Bodenfeuchte der stehenden Bestände sorgt. Der Südwestmonsun ist in Kerala und weiten Teilen Südindiens präsent, auch wenn die Niederschläge auf nationaler Ebene weiterhin unter dem langjährigen Mittel liegen und der Monsunvorstoß weiter nach Norden etwas verzögert ist.

Für Kardamom ist das derzeitige Muster – regelmäßige Schauer ohne starke Überschwemmungen – insgesamt förderlich für Blüte und Schotenentwicklung im mittleren Zeithorizont. Das wichtigste kurzfristige Wetterrisiko ist ein möglicher Übergang zu überdurchschnittlich starken Regenfällen oder längeren trockenen Phasen, doch aktuelle Modellrechnungen für die nächsten Tage deuten auf überwiegend ausgewogene Bedingungen im Kernanbaugebiet hin.

Fundamentaldaten & Treiber

  • Auktionsunterstützung: Die jüngsten Auktionen in Kerala zeigen festere Durchschnittspreise und hohe Maxima, was auf einen intensiven Wettbewerb zwischen inländischen und Exportkäufern um Qualitätsware hinweist.
  • Exportwettbewerbsfähigkeit: FOB/FCA-Angebote in Neu-Delhi bleiben grob im Einklang mit den indikativen indischen Großhandels-Exportpreisspannen, was auf begrenzten Spielraum für Preisnachlässe schließen lässt, solange die Auktionspreise nicht nachgeben.
  • Wettergetriebene Stimmung: Der etablierte Monsun im Süden stützt die Ertragserwartungen, doch unterdurchschnittliche Niederschläge in Gesamtindien und eine vorsichtige Verkaufsbereitschaft der Landwirte sorgen für eine leicht erhöhte Risikoprämie in den Preisen.
  • Spekulatives Interesse: Feste Binnenauktionen und sich verbessernde Erwartungen an die Festtagssaison-Nachfrage ziehen spekulative Käufe und Vorratsaufbau an und verstärken den Aufwärtstrend der Angebote.

3‑Tage-Ausblick & Handelsmeinung

In den nächsten drei Tagen (27.–29. Juni 2026) dürften die Monsunbedingungen in Kerala und Tamil Nadu aktiv, aber nicht extrem bleiben und damit stabile Ernteaussichten und eine feste Stimmung unter Erzeugern unterstützen. Vor diesem Hintergrund dürften die Exportangebote in Neu-Delhi gut unterstützt bleiben, mit begrenztem Abwärtspotenzial, sofern die Auktionspreise in Südindien nicht unerwartet nachgeben.

  • Für Käufer: In Rücksetzern den kurzfristigen Bedarf eindecken, aber aggressives Vorwärts-Eindecken von Short-Positionen auf dem aktuellen erhöhten Niveau vermeiden; anstehende Auktionen in Kerala auf Anzeichen einer Entspannung beobachten.
  • Für Verkäufer: Der derzeit feste Ton rechtfertigt eine leicht höhere Angebotsstrategie, insbesondere für 7 mm+ und Bio-Partien, bei gleichzeitiger Flexibilität für Geschäfte mit promptem Versand.
  • Für Händler: Die kurzfristige Tendenz bleibt leicht bullisch; Monsun-Schlagzeilen und Auktionsanlieferungen aufmerksam verfolgen, um Wendepunkte in der Stimmung frühzeitig zu erkennen.

Kurzfristige regionale 3‑Tage-Preisindikation (EUR): In Neu-Delhi dürfte FOB-Ganzkardamom in den oben genannten Bandbreiten verharren, mit einem leichten Aufwärtspotenzial von bis zu 1–2 %, falls die anstehenden Auktionen in Südindien höhere Durchschnittspreise bringen. In den nächsten drei Handelstagen werden keine starken Korrekturen erwartet, sofern es nicht zu einem plötzlichen Anstieg der Anlieferungen kommt.

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