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Indische Kichererbsen geben nach, da sich der Monsun langsam erholt und die Nachfrage stabil bleibt

Indische Kichererbsen geben nach, da sich der Monsun langsam erholt und die Nachfrage stabil bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für indische Kichererbsen in Neu-Delhi sind um 4–9 % gefallen, vor dem Hintergrund eines langsamen, aber sich verbessernden Monsuns sowie einer festen Inlands- und Exportnachfrage. Knapp gehaltener Preis- und Handelsausblick.

Die Preise für indische Kichererbsen in Neu-Delhi haben in den vergangenen zwei Wochen um rund 4–7 % nachgegeben, obwohl die physischen Mandipreise durch eine stabile Inlandsnachfrage und einen vorsichtigen Handel weiterhin gut unterstützt sind. Ein schleppender, aber sich inzwischen verbessernder Monsun und eine anhaltende Exportnachfrage nach Kabuli-Kichererbsen begrenzen das Abwärtsrisiko. Die indischen Kabuli-Kichererbsenmärkte treten in eine Anpassungsphase ein. Ex-Delhi-FCA-Angebote für 10–12 mm Sortierungen haben sich im Vergleich zu Anfang Juni abgeschwächt und folgen der gelockerten Stimmung im Hülsenfruchtkomplex nach der Stärke des Vormonats, während die Mandipreise in ganz Indien weiterhin auf eine solide Nachfrage und keine Anzeichen von Notverkäufen hindeuten. Das Wetterrisiko bleibt ein zentraler Treiber: Nach einem stark defizitären Start des Südwestmonsuns 2026 deuten Modelle nun auf eine allmähliche Erholung der Niederschläge über Zentral- und Nordindien ab etwa 23.–25. Juni hin, was die Kharif-Aussaat von Hülsenfrüchten unterstützen dürfte. Derzeit verhandeln Käufer bei kurzfristigen Partien härter, doch Verkäufer zeigen wenig Drang, Bestände zügig abzubauen.

Preise

Neu-Delhi-FCA-Angebote für Kabuli-Kichererbsen (Herkunft Indien) sind per 22. Juni 2026 im Vergleich zum 5. Juni über alle wichtigen Größen zurückgegangen. Umgerechnet von USD bei ca. 1,00 USD = 0,93 EUR:

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Über die indischen Mandis hinweg lag der jüngste landesweite Durchschnittspreis für Kabuli Chana am 19. Juni bei etwa ₹4.881/Quintal (≈0,54 EUR/kg), wobei Modellpreise in wichtigen Märkten von Madhya Pradesh wie Dhamnod bei rund ₹7.700/Quintal (≈0,85 EUR/kg) liegen und damit starke Prämien für qualitativ bessere Kabuli-Ware gegenüber dem gesamtindischen Durchschnitt bestätigen.

Angebot & Nachfrage

  • Inländische Nachfrage: Regierungsdaten zeigen, dass Bengal Gram (Desi Chana) und Kabuli Chana stabile durchschnittliche Mandipreise halten, was auf eine gesunde Nachfrage und keine starke Nachfragedestruktion trotz der früheren Preisfestigkeit schließen lässt.
  • Exportinteresse: Handel und exportorientierte Kanäle heben Kabuli-Kichererbsen weiterhin als Produkt mit hoher Nachfrage auf den Weltmärkten hervor, insbesondere für pflanzenbasierte Lebensmittel, was Indiens Rolle als führender Anbieter stützt.
  • Politischer Rahmen: Auch wenn sich die jüngsten formellen Beschaffungszulassungen im Rahmen des Price Support Scheme auf Moong, Urad und Erdnüsse konzentrieren, unterstreichen sie die Absicht der Zentralregierung, die Hülsenfruchtpreise für Landwirte lohnend zu halten und Notlagen zu vermeiden, was indirekt auch für Kichererbsen stützend wirkt.
  • Lagersituation: Frühere Regierungsmaßnahmen zu Lagerobergrenzen für Hülsenfrüchte (einschließlich Kabuli Chana) im Jahr 2024 zeigen, dass die Behörden bei Hortung und Inflation wachsam bleiben; diese Vorgeschichte dämpft den spekulativen Lageraufbau derzeit.

Wetter & Ernteausblick (Indien)

Nach einem frühen Einsetzen ist der Südwestmonsun 2026 ins Stocken geraten, was zwischen dem 1.–18. Juni zu einem landesweiten Niederschlagsdefizit von ~40 % führte und etwa 72 % der Fläche Indiens mit unzureichenden Regenfällen belastete. Dies schürte Sorgen um die Kharif-Aussaat von Hülsenfrüchten in den regenabhängigen Zentral- und Nordregionen.

Allerdings signalisieren der IMD und private Vorhersagedienste nun eine schrittweise Wiederbelebung des Monsuns ab etwa dem 23.–25. Juni, mit Starkregenwarnungen für 23 Bundesstaaten und einer Ausweitung der Niederschlagsabdeckung auf Maharashtra, Telangana, Odisha, Jharkhand und Bihar. In der Nähe von Neu-Delhi dürften Prognosen für Gewitter und böigen Wind ab dem 22. Juni den Hitzestress verringern und die Bodenfeuchte vor der breiteren Aussaat unterstützen.

Die Monsunsaison wird unter dem Einfluss von El Niño weiterhin unter dem Normalwert erwartet, sodass das Risiko von Trockenstress in der späteren Saison bestehen bleibt. Für Kichererbsen, die überwiegend eine Rabi-Kultur sind, ist das aktuelle Wetter vor allem über die allgemeine Stimmung im Hülsenfruchtsektor und die Liquidität der Landwirte relevant, weniger über unmittelbare Pflanzenbedingungen.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Preiskorrektur von Hochs: Die jüngste Abschwächung der Neu-Delhi-FCA-Angebote um 4–9 % scheint eher eine technische Korrektur auf die Stärke Anfang Juni zu sein als eine strukturelle Wende, da Mandipreise und Exportberichte weiterhin auf eine robuste Grundnachfrage hindeuten.
  • Unterstützung durch den Hülsenfruchtkomplex: Die großangelegten Beschaffungsentscheidungen der Zentralregierung bei anderen Hülsenfrüchten und ihre Vorgeschichte bei Eingriffen über Lagerobergrenzen signalisieren eine geringe Toleranz für starke Rückgänge der Erzeugerpreise, was Kichererbsen indirekt abstützt.
  • Wetterabhängige Stimmung: Frühe Monsundefizite belasteten die Markstimmung und trugen zu einem gewissen Risk-off-Verhalten bei. Die erwartete Erholung der Niederschläge und die Aussicht auf bessere Regenfälle im Juli dämpfen nun die bärischen Erwartungen.
  • Globaler Sog: Jüngste Analysen heben hervor, dass hochwertige, großkalibrige Kabuli-Sortierungen weltweit weiterhin auf solide Nachfrage treffen, wobei die indische Herkunft gegenüber mexikanischen Herkünften wettbewerbsfähig bleibt und so das Abwärtsrisiko am lokalen Markt begrenzt.

Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Käufer (Importeure & Großverbraucher): Den aktuellen Rückgang der FCA-Niveaus in Neu-Delhi nutzen, um eine Teilabsicherung für kurzfristige und frühe Q3-Bedarfe zu sichern, insbesondere bei 10–12 mm Sortierungen, jedoch gestaffelt einkaufen angesichts der anhaltenden Unsicherheit bei Monsun und Politik.
  • Inländische Händler: Bei weiterhin festen Mandipreisen und einem erwarteten Wiederaufleben des Monsuns sollte aggressives Short-Selling vermieden werden. Fokus auf Qualitätsspreads; große, saubere Kabuli-Partien dürften weiterhin eine Prämie erzielen.
  • Landwirte & Lagerhalter: Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen abrupten Abwärtstrend; gestaffelte Verkäufe in eine mögliche Nachfragebelebung nach den Regenfällen könnten bessere Margen ermöglichen, während neue Regierungsleitlinien zu Hülsenfruchtbeständen aufmerksam zu verfolgen sind.

3-tägige indikative Preisrichtung (EUR)

Basierend auf den aktuellen Angeboten, Mandi-Referenzpreisen und dem kurzfristigen Wetterausblick für Nord- und Zentralindien:

  • Neu-Delhi (IN, FCA, Kabuli 10–12 mm): In den nächsten 3 Tagen leicht schwächer bis seitwärts (‑1 % bis 0 %), da Käufer nach der jüngsten Korrektur niedrigere Gebote testen.
  • Mandis in Zentralindien (Madhya Pradesh, Kabuli Chana): Seitwärts bis leicht fester (0 bis +1 %), da lokale Regenfälle die Stimmung verbessern, aber kein größerer Angebotsschock erwartet wird.
  • FOB Neu-Delhi (IN, Kabuli-Exportqualitäten): In EUR weitgehend stabil, da globale Nachfrage und Frachtkosten die Exportparität intakt halten, mit nur geringfügigen Anpassungen durch Wechselkurs- oder Frachtschwankungen.
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