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Indische Senfsaat zieht aufgrund begrenzter Bauernverkäufe und fester Delhi-Mandis leicht an

Indische Senfsaat zieht aufgrund begrenzter Bauernverkäufe und fester Delhi-Mandis leicht an

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für indische Senfsaat in Neu-Delhi ziehen aufgrund knapper Versorgung, starker Nachfrage in den Delhi-Mandis und begrenzter Bauernverkäufe an, mit leicht bullishen Aussichten für 3 Tage.

Die Preise für indische Senfsaat tendieren weiter nach oben, gestützt von festen Werten in den Delhi‑Mandis und zurückhaltenden Verkäufen der Landwirte, während Exportangebote aus Neu‑Delhi für die meisten Qualitäten leicht anziehen. Wetter- und Monsunmuster werden aufmerksam verfolgt, doch die kurzfristige Kursentwicklung wird derzeit vor allem von knappem physischem Angebot und einer aktiven inländischen Nachfrage der Ölmühlen bestimmt. Am Kassamarkt in Delhi liegen die modalen Senfpreise in dieser Woche im oberen Band von rund ₹7.000/Quintal, nahe rekordhoher Monatsdurchschnitte für August. Dies signalisiert trotz insgesamt komfortabler Bestände weiterhin eine angespannte Versorgungslage. Exportangebote aus Neu‑Delhi sind in den vergangenen zwei Wochen für braune und gelbe Sortex‑Qualitäten moderat gestiegen, während Mandi‑Daten für den 28. August die höchsten lokalen Senfpreise im Hauptstadtterritorium NCT of Delhi über ₹6.100/Quintal ausweisen – ein Hinweis auf anhaltende Grundstärke.

Prices

Die Exportangebote für indische Senfsaat aus Neu‑Delhi haben sich gegenüber Mitte August leicht befestigt; braune, grobkörnige Sortex‑Ware und gelbe, grobkörnige Sortex‑Ware liegen jeweils rund 1–1,5 % höher in EUR‑Rechnung als vor zwei Wochen, und Mikro‑Qualitäten verzeichnen ähnliche Gewinne. Die inländischen Mandi‑Preise in Delhi halten sich in einer hohen Spanne, mit jüngsten modalen Notierungen nahe ₹7.360/Quintal; historische Daten zeigen August 2026 bislang als stärksten Monat überhaupt.

Auf der Derivateseite bleiben NCDEX‑Futures auf Senf nach früheren SEBI‑Anweisungen ausgesetzt, wodurch die spekulative Teilnahme weitgehend aus diesem Markt verschwindet und sich die Preisfindung auf physische Mandis und bilaterale Geschäfte verlagert. Dies trägt zu einer stark lokal getriebenen, fundamental basierten Preisstruktur bei, wobei die Exportparität eher von festen Inlandsspotpreisen als von Futures‑Arbitrage bestimmt wird.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Die physische Verfügbarkeit in den wichtigsten Verbrauchsregionen ist weiterhin ausreichend, aber nicht übermäßig, da die Landwirte in Rajasthan und angrenzenden Bundesstaaten den Verkauf ihrer Rabi‑Senfernte weitgehend abgeschlossen haben und sich nun auf die Kharif‑Saison konzentrieren. Zuvor in der Saison hatte der unregelmäßige Fortschritt des Monsuns in Rajasthan die Kharif‑Aussaat verlangsamt, was die Vorsicht der Bauern verstärkte und Notverkäufe verbleibender Senfbestände begrenzte.

NAFED hält weiterhin umfangreiche strategische Senfbestände aus früheren Aufkäufen, doch in den vergangenen Monaten wurden diese Ölsaatenbestände nur schrittweise über Auktionen in den Markt gegeben. Dies hilft, starke Preisspitzen zu verhindern, ermöglicht aber zugleich ein festes Preisniveau. Die inländische Nachfrage der Ölmühlen nach Senföl und Senfkuchen bleibt solide, gestützt durch stabile Speiseölverbräuche und wettbewerbsfähige Preise im Vergleich zu importierten weichen Ölen, was einen stetigen Aufkauf aus den Mandis auf dem aktuellen Niveau begünstigt.

Weather Outlook (India)

Saisonale Niederschlagsdaten bis zum 26. August zeigen einen sehr ungleich verteilten Südwestmonsun über Indien, wobei mehrere nordwestliche Teilregionen, darunter Teile von Rajasthan und Haryana, weiterhin Niederschlagsdefizite gegenüber dem langjährigen Mittel aufweisen. Senf ist zwar eine Rabi‑Kultur und wird erst später im Jahr ausgesät, doch das aktuelle Monsunmuster ist für die Wiederauffüllung der Bodenfeuchte und der Reservoirs vor dem nächsten Pflanzfenster wichtig.

Kurzfristig deuten Prognosen auf anhaltende Niederschlagsvariabilität im Nordwesten Indiens hin, was bedeutet, dass sich die Bodenfeuchte bis in den September hinein nur stellenweise erholen dürfte. Dies könnte die Marktteilnehmer sensibel für spätere, wetterbedingte Nachrichten zu Rabi‑Flächenerwartungen machen, dürfte jedoch die physische Verfügbarkeit in den nächsten Wochen kaum verändern. Vorerst bleibt das Wetter ein nachgeordneter Faktor gegenüber Beständen und Mandi‑Zufuhren.

Fundamentals & Market Drivers

  • Starke Delhi‑Mandis: Aktuelle Delhi‑Mandi‑Daten zeigen Senfpreise im Band von ₹7.000–7.500/Quintal, nahe historischer Höchststände für August, was die Knappheit auf Verbraucherseite bestätigt.
  • Kein Futures‑Hedge: Die anhaltende Aussetzung der NCDEX‑Senf‑Futures mindestens bis März 2026 entzieht dem Markt einen wichtigen Hedging‑ und Preisfindungsplatz und verstärkt die Rolle von Kassamärkten und bilateralen Exportangeboten.
  • Institutionelle Bestände: Die gesteuerten Auktionen von staatlich gehaltenen Senfbeständen durch NAFED wirken als Deckel gegen ausufernde Rallyes, haben die Preise bei den zuletzt gewählten Freigabemengen aber nicht deutlich gedrückt.
  • Saisonaler Übergang: Mit dem Auslaufen der Rabi‑Senfvermarktung und dem Fokus der Landwirte auf Kharif‑Aktivitäten dünnen die Anlieferungen Ende August typischerweise aus, was die Preise historisch saisonal stützt – insbesondere, wenn der Verbrauch stabil bleibt.

Short-Term Trading Outlook (3–7 days)

  • Exporteure: Da FOB‑Angebote aus Neu‑Delhi steigen und die Delhi‑Mandi‑Niveaus nahe den Rekorddurchschnitten für August liegen, ist eine moderate Vorwärtsdeckung für September‑Verschiffungen sinnvoll, anstatt auf deutlich tiefere Preise zu warten; Überengagement sollte jedoch vermieden werden, da NAFED‑Auktionen Rallyes begrenzen könnten.
  • Ölmühlen und Inlandsabnehmer: Eine Hand‑zu‑Mund‑ bis moderate Deckung auf dem aktuellen Niveau beibehalten; mögliche NAFED‑Tenderankündigungen oder kurzfristige Anlieferungsspitzen könnten kleine Rücksetzer bieten, doch deutliche Korrekturen erscheinen in der sehr kurzen Frist unwahrscheinlich.
  • Erzeuger/Lagerhalter: Für verbleibende Bestände von Landwirten oder Händlern bleibt die Tendenz leicht bullish; opportunistische Verkäufe bei weiterer Stärke in EUR‑Rechnung sind ratsam, insbesondere wenn lokale Mandi‑Raten klar über die jüngsten Hochs hinausziehen.

3-Day Price Indication (India)

Auf Basis der aktuellen Preisentwicklung in den Delhi‑Mandis, der Notierungen im Marktgebiet NCT of Delhi und eines stabilen Exportinteresses dürften die Preise für indische Senfsaat in EUR‑Rechnung in den nächsten drei Handelstagen fest bleiben, mit leichtem Aufwärtspotenzial und Intraday‑Volatilität, die hauptsächlich durch lokale Anlieferungen und etwaige neue NAFED‑Aktivitäten bestimmt wird.

  • FOB‑Export Neu‑Delhi (alle Qualitäten): Leicht aufwärtsgerichtete Tendenz im Bereich +0,5–1,5 %, sofern es weder zu einer scharfen Korrektur der INR noch zu plötzlichen Großbestandsfreigaben kommt.
  • Delhi‑Mandis: Voraussichtlich Verharren im aktuellen hohen Band, mit modalen Preisen, die in INR‑Rechnung innerhalb von grob ±2 % um die jüngsten Niveaus schwanken.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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