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Indische und vietnamesische Reis‑FOB‑Preise bleiben stabil, während sich der Monsun erholt

Indische und vietnamesische Reis‑FOB‑Preise bleiben stabil, während sich der Monsun erholt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kurzes Reismarkt‑Update: stabile indische und vietnamesische FOB‑Preise, Monsunbelebung in Indien, stetiges Angebot aus Vietnam und 3‑Tage‑EUR‑Preisausblick.

Die Exportpreise für indischen und vietnamesischen Reis sind Anfang August weitgehend stabil, mit nur geringfügigen wöchentlichen Abschlägen in einigen Premium‑Segmenten für indischen Basmati und vietnamesische Duftreissorten. Wettersignale und Ernteaussichten verbessern sich in Indien mit der Belebung des Monsuns, während Vietnams Exportprogramm ohne neue Angebotsschocks in festem Tempo weiterläuft. Kauf‑ und Verkaufsinteresse sind ausgewogen: Importeure haben es nach der starken Korrektur im vergangenen Jahr nicht eilig, höheren Angeboten hinterherzulaufen, doch auch Exporteure zeigen angesichts der Wetterunsicherheit und der stabilen Nachfrage aus wichtigen asiatischen Abnehmerländern wenig Bereitschaft zu weiteren Preisnachlässen. In diesem Umfeld verläuft die kurzfristige Preisentwicklung seitwärts mit leichtem Aufwärtspotenzial bei höherwertigen Duftreissorten, falls sich unerwartete Wetter‑ oder Politikfaktoren ergeben.

Preise

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebots‑ & Nachfragefaktoren

Weltweit haben sich die Reispreise von den Höchstständen 2024 deutlich nach unten korrigiert, gestützt durch höhere Lagerbestände und eine starke Produktion 2025/26. Die Exportofferten Vietnams für 5 % Bruchreis sind bis Ende 2025 um mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr gefallen. Zuletzt haben sich die internationalen Preise stabilisiert, da Käufer wie China und die Philippinen ihren kurzfristigen Bedarf weiterhin aus Vietnam decken, insbesondere bei weißem Reis und Duftreissorten.

Vorausschauende Einschätzungen deuten darauf hin, dass die weltweite Reisproduktion 2026/27 leicht zurückgehen könnte (um rund 1–2 %) aufgrund von El‑Niño‑bedingtem Wetterstress in mehreren asiatischen Erzeugerländern, ohne jedoch auf einen unmittelbaren Angebotsschock hinzuweisen. Bei weiterhin komfortablen Lagerbeständen reagiert der Markt kurzfristig stärker auf regionale Wetter‑ und Politiksituationen als auf aggregierte Bilanzdaten.

Wetter‑ & Ernteausblick – Indien (IN) und Vietnam (VN)

Indien (IN)

Indien ist mit einem El‑Niño‑Hintergrund in die Kharif‑Saison 2026 gestartet; ein zunächst schwacher Monsun im Juni und Niederschlagsdefizite schürten Sorgen um die Kharif‑Ernten. Die Füllstände der Stauseen blieben jedoch über dem Normalwert und stützten die Bewässerung. Jüngste Kommentare deuten darauf hin, dass die Niederschläge im Juli in vielen Regionen näher am Normalwert lagen, wodurch die anfänglichen Defizite teilweise ausgeglichen und die Bedingungen für die Reisaussaat verbessert wurden.

Offizielle agro‑meteorologische Hinweise warnen weiterhin vor lokal heftigen Regenfällen und Staunässe in Teilen Ost‑ und Nordindiens und empfehlen den Landwirten, das Wassermanagement zu optimieren und den Zeitpunkt der Pflanzung sorgfältig zu wählen. In den kommenden Tagen deuten Modelle auf anhaltend aktive Monsunbedingungen bis Anfang August in Nord‑ und Zentralindien hin, was das Umpflanzen und das frühe vegetative Wachstum unterstützen dürfte, auch wenn übermäßige Niederschläge in einigen Gebieten vorübergehend die Logistik beeinträchtigen können.

Vietnam (VN)

Vietnams Sommer‑Herbst‑Ernte verläuft unter weitgehend saisonüblichen Bedingungen, und aktuelle Marktanalysen heben hervor, dass die Ernte an Fahrt gewinnt, wobei zwischen Juli und August mehr als 60 % der Gesamtproduktion erwartet werden. Das Wetter in den wichtigen Reisanbaugebieten des Mekong‑Deltas und des Roten‑Fluss‑Deltas wird Anfang August typisch für die Monsunzeit prognostiziert – vereinzelte Schauer und Gewitter, aber in den letzten drei Tagen der Marktberichte kein größeres Extremereignis.

Die staatlichen Käufe Vietnams von rund 300.000 Tonnen Weißreis für strategische Reserven bis Anfang Juli haben die Inlandspreise gestützt und das Abwärtspotenzial für Exportangebote trotz der vorangegangenen globalen Korrektur begrenzt. Bei stabiler Nachfrage aus China und den Philippinen agieren Exporteure selektiv, statt aggressiv zu rabattieren.

Fundamentaldaten & Marktstimmung

  • Indien FOB‑Tendenz: Im Juli kam es zu moderaten Abschlägen bei den meisten New‑Delhi‑FOB‑Sorten für Basmati und nicht‑Basmati‑Parboiled, doch bis zum 1. August haben sich die Preise stabilisiert, da die Belebung des Monsuns die Befürchtungen eines Ernteausfalls verringerte, ohne das Wetterrisiko vollständig zu eliminieren.
  • Vietnam FOB‑Struktur: Die Werte für niedrigere Qualitäten von weißem Reis haben sich früher im Jahr abgeschwächt, während Duft‑ und Spezialitätenreissorten (Jasmine, ST‑Serie, KDM) angesichts starker asiatischer Nachfrage und unterstützender staatlicher Beschaffung relativ fest bleiben.
  • Politische Unsicherheit: In den letzten drei Tagen wurden weder in Indien noch in Vietnam neue Exportpolitiken oder ‑eingriffe gemeldet, doch die Erfahrungen früherer Saisons führen dazu, dass Händler einen gewissen Risikoaufschlag für potenzielle Beschränkungen einpreisen, falls El Niño spätere Ernten schädigt.
  • Spekulative Positionierung: Da die globalen Reispreise von ihren Höchstständen zurückgekommen sind und die Volatilität geringer ist, haben sich spekulative Ströme anderen Getreiden zugewandt; Reis ist kurzfristig stärker ein Markt, der von physischen Fundamentaldaten geprägt ist.

3‑Tage‑Handels‑ & Preisausblick (EUR, Richtung)

Indien – New Delhi FOB (IN)

  • Basmati / Premium‑Parboiled (1121, 1509, Golden Sella): In den nächsten 3 Tagen seitwärts bis leicht fester. Ein aktiver Monsun ohne größere Schäden stützt eine stabile Tendenz; neue Sorgen über übermäßige Niederschläge könnten einen kleinen Risikoaufschlag hinzufügen.
  • Sharbati und andere Non‑Basmati‑Dampfsorten: Weitgehend seitwärts; Exporteure scheinen sich auf dem aktuellen Niveau wohlzufühlen, mit nur begrenztem Spielraum nach unten angesichts steigender Produktionskosten.
  • Bio‑Basmati / Non‑Basmati: Illiquide, aber Angebote dürften sich in etwa auf dem aktuellen Niveau halten, wobei Käufer den Schwerpunkt auf Vertragserfüllung statt auf Spot‑Schnäppchen legen.

Vietnam – Hanoi FOB (VN)

  • Weißreis 5 % Bruch & andere Standardqualitäten: In den nächsten 3 Tagen seitwärts. Saisonal bedingter Erntedruck wird weitgehend durch laufende Nachfrage und staatliche Reservekäufe absorbiert; Exporteure signalisieren keine weiteren unmittelbaren Abschläge.
  • Jasmine und andere Duftreissorten: Leicht feste Tendenz, da asiatische Käufer weiterhin eine Präferenz für höherwertigen Winter‑Frühjahrs‑ und Duftreis zeigen; Angebote dürften am oberen Ende der jüngsten Spanne bleiben.
  • Spezialitäten (Japonica, Calrose, Klebreis, schwarzer Reis): Stabil; Nischennachfrage und gesteuertes Verkaufsverhalten der Exporteure halten die Preise kurzfristig in einer engen Spanne.

Insgesamt deutet sich für Indien und Vietnam in den nächsten drei Tagen eine Konsolidierungsphase um die aktuellen in EUR ausgedrückten FOB‑Niveaus an, wobei Wetterentwicklungen und etwaige politische Schlagzeilen für die nächste Richtungsbewegung genau beobachtet werden.

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Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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