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Kichererbsenpreise in Indien stabil, weichere Tendenz in Mexiko

Kichererbsenpreise in Indien stabil, weichere Tendenz in Mexiko

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update zum Kichererbsenmarkt: stabile bis feste Preise in Indien, weiche Tendenz in Mexiko, da die große Sinaloa-Ernte auf eine aktive, aber begrenzte Exportnachfrage trifft.

Die Kichererbsenpreise in Indien und Mexiko bleiben bis Anfang Juni insgesamt stabil. In Indien stützen eine robuste Inlandsnachfrage und politisch gesteuerte Verfügbarkeiten den Markt, während in Mexiko ein großes Sinaloa‑Erntevolumen und umfangreiche Exportprogramme Abwärtsrisiken mit sich bringen. Indische FOB/FCA‑Angebote für Kichererbsen rund um Neu-Delhi ziehen in EUR gerechnet gegenüber Ende Mai moderat an. Sie folgen stabil bis fester tendierenden Mandi‑Preisen in Zentralindien sowie umfangreichen staatlichen Pufferbeständen, die das Marktvertrauen stärken. In Mexiko bleiben Exportpreise aus Sinaloa auf Wochensicht unverändert, sind aber anfällig für Druck, da lokale Erzeuger vor Überangebot warnen. Das Wetter ist in beiden Regionen saisonüblich bis leicht feuchter; der voranschreitende Monsun in Indien reduziert Hitzestress bei Lagerbeständen, und Mexiko liegt nach dem Haupterntefenster. Insgesamt zeigt sich die kurzfristige Preistendenz in Indien leicht fester, in Mexiko eher leicht weicher bis seitwärts.

Prices & Spreads

Alle Werte ca., umgerechnet in EUR mit 1 EUR ≈ 90 INR und 1 EUR ≈ 20 MXN; gerundet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die inländischen Großhandelsmärkte in Indien notieren Kabuli Chana bei rund 6,9–8,0 INR/kg (≈ 0,08–0,09 EUR/kg) an wichtigen Mandis wie Bhopal und Indore. Das signalisiert seit Anfang Juni eine stabile bis leicht feste zugrunde liegende Nachfrage.

Supply & Demand Drivers

India (IN)

  • Ausreichende staatliche Bestände: Die zentralen Pufferbestände an Gram (Chana) erreichten im Mai 2026 rund 4,3 Mio. Tonnen, etwa das 2,5‑Fache des Vorjahresniveaus. Das verschafft den Behörden Spielraum für Interventionen, falls die Einzelhandelspreise stark anziehen.
  • Nachfrage stabil, Importe langsam: Marktreports deuten auf ein langsames Importtempo bei Desi Gram und anderen Hülsenfrüchten nach Indien hin. Damit basiert die Versorgung weitgehend auf der inländischen Ernte und Lagerbeständen. Das stabilisiert Kabuli‑Preise nach unten, ohne starke Rallyes auszulösen.
  • Rückhalt aus Dal-Märkten im Einzelhandel: Durchschnittliche Chana‑Dal‑Preise von rund 7.600 INR/qtl in dieser Woche signalisieren eine solide Nachgelagerte Nachfrage und kostengetriebenen Rückhalt für Kichererbsenpreise.

Mexico (MX)

  • Große Ernte in Sinaloa: Erzeuger in Sinaloa berichten, dass die Kichererbsenfläche (Garbanzo) im Herbst‑Winter‑Zyklus 2023–24 auf rund 80.000 ha etwa verdoppelt wurde. Das schürt Sorgen über eine Marktsättigung und Abwärtsdruck auf die Erzeugerpreise ab Hof.
  • Aktive Exporte, aber begrenzte Entlastung: Sinaloa verschifft derzeit rund 10.000 Tonnen Kichererbsen per Container nach Algerien, zusätzlich zu weiteren Kontrakten. Lokale Vertreter fürchten jedoch weiterhin, dass die ausgeweitete Ernte die Exportnachfrage übersteigen und mit zunehmenden Marktvolumina auf die Preise drücken könnte.
  • Wettbewerbsfähige Ware großer Kaliber: Mexiko konzentriert sich weiter auf 9–12 mm Kabuli für mediterrane und europäische Käufer. Das erklärt die vergleichsweise höheren EUR/kg‑Niveaus bei 12‑mm‑Qualitäten im Vergleich zu indischen Angeboten kleinerer Kaliber.

Fundamentals & Weather

India – Monsoon Transition

  • Der Südwestmonsun ist in Süd- und Nordostindien vorangekommen; der IMD prognostiziert dort verbreitete Regenfälle sowie Gewitter mit böigen Winden über nördlichen und zentralen Bundesstaaten, darunter Rajasthan, Uttar Pradesh und Madhya Pradesh, in den kommenden Tagen.
  • Für Kichererbsen, die nach der Rabi‑Ernte weitgehend eingelagert sind, ist die kurzfristige Auswirkung vor allem logistisch: Zeitweise Gewitter und Böen können die Bewegungen verlangsamen, halten die Temperaturen aber unter den Spitzenwerten vom Mai und verringern so Qualitätsrisiken für Lagerbestände in Nord- und Zentralindien.
  • Saisonale Prognosen deuten darauf hin, dass El Niño die Niederschläge später in der Saison dämpfen könnte. Für die nächste Woche ist das Wetter jedoch eher neutral bis unterstützend für Handel und Bestandsmanagement, statt eine direkte Ertragsgeschichte zu sein.

Mexico – Post‑Harvest Conditions

  • In Sinaloa und Sonora ist die Hauptkichererbsenernte praktisch abgeschlossen. Die aktuellen Sorgen sind eher kommerzieller als wetterbedingter Natur und konzentrieren sich auf die Vermarktung einer großen Ernte vor dem Hintergrund hoher Anbauflächen und potenzieller Preiserosion.
  • Typische Bedingungen im frühen Juni (steigende Temperaturen, örtliche Schauer) haben begrenzte unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität bereits geernteter Ware, auch wenn frühe tropische Störungen die Hafenlogistik an der Pazifikküste vorübergehend beeinträchtigen könnten.

Short-Term Price Outlook (3 Days)

India (FOB/FCA New Delhi)

  • Direction: In den nächsten 3 Tagen leicht fester bis stabil.
  • Rationale: Umfangreiche staatliche Pufferbestände, stabile Mandi- und Dal‑Preise sowie beherrschbare monsunbedingte Logistik sprechen gegen kurzfristiges Abwärtspotenzial. Bei größeren Kalibern (10–12 mm) ist ein moderater Aufschlag möglich, falls das Exportinteresse zunimmt.

Mexico (FOB Mexico City / Sinaloa shipments)

  • Direction: In den nächsten 3 Tagen stabil bis leicht weicher.
  • Rationale: Die Sorge der Erzeuger über ein Überangebot, kombiniert mit laufenden, aber nicht ausreichend großen Exportverschiffungen, um den Markt rasch zu räumen, sorgt für einen leichten Abwärtsbias, insbesondere bei kleineren oder qualitativ schwächeren Partien.

Trading Outlook & Recommendations

  • Käufer (indische Importeure / globale Verwender): Die aktuelle Stabilität der indischen FOB/FCA‑Angebote bietet die Möglichkeit, die Deckung moderat zu verlängern, insbesondere bei Kabuli 46–48 und 42–44 Count, ohne aggressiv vorzuziehen, da mögliche staatliche Bestandsfreigaben die Inlandspreise begrenzen könnten.
  • Käufer (Mittelmeerraum / EU): Für Premiumware 9–12 mm bietet sich Mexiko an, jedoch mit härterer Preisverhandlung unter Verweis auf die ausgeweitete Fläche in Sinaloa und Erzeugersorgen über ein Überangebot. Indische Offerten können als preislicher Untergrenz‑Referenzwert dienen.
  • Erzeuger & Verkäufer (Indien): Angesichts großer öffentlicher Bestände und nur allmählich wachsender Nachfrage ist das Warten auf eine starke kurzfristige Rallye riskant. Gestaffelte Verkäufe in etwaige monsunbedingte logistische Engpässe hinein erscheinen vorsichtiger.
  • Erzeuger & Verkäufer (Mexiko): Vorrang sollte auf der zügigen Erfüllung bestehender Exportverträge liegen. Zusätzlich sollten neue Absatzmärkte jenseits Nordafrikas und Europas geprüft werden, um spätere Preisschwächen zu vermeiden, falls sich unverkaufte Bestände aufbauen.
BASIC
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