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Knappes indisches Masoor-Angebot und teure kanadische Importe stützen Linsenpreise

Knappes indisches Masoor-Angebot und teure kanadische Importe stützen Linsenpreise

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die indischen Masoor-Linsenbestände werden knapper, während kanadische Importe teurer werden und die festen Preise untermauern. Lesen Sie den aktuellen Ausblick zu Angebot, Nachfrage und Preisen.

Die Preise für indische Linsen (Masoor) dürften fest bleiben, da knappe Inlandsvorräte, rückläufige Produktion und teurere kanadische Importe ein strukturelles Angebotsdefizit verstärken. Der indische Desi-Masoor-Markt startet mit stark reduzierten Altbeständen in die neue Saison, insbesondere in den wichtigen Anbau- und Handelszentren in Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Rajasthan. Ankünfte in Mandis wie Mungawali, Ganj Basoda, Sagar, Bhopal und Binaganj liegen bei etwa der Hälfte des Vorjahres, da viele Landwirte bereits den Großteil ihrer Ernte verkauft haben. Gleichzeitig sind die Exportpreise für kanadische Linsen gestiegen, was die Importkosten Indiens in einem Markt erhöht, der ohnehin mit einer beträchtlichen Lücke zwischen Produktion und Verbrauch konfrontiert ist.

Preise

Inländischer Bold-Masoor in Indien wird mit rund 73,82 USD pro Quintal angegeben, während nationale Mandi-Daten durchschnittliche Großhandelspreise für Linsen (Masoor) von etwa 6.800–6.950 INR pro Quintal per 6.–7. September 2026 ausweisen, rund 4 % höher als vor einem Monat . Umgerechnet deutet dies auf eine indikative Spanne von etwa 70–80 EUR pro 100 kg hin, je nach Standort, Qualität und Logistik.

Auf der Importseite sind die Angebote für kanadische Linsen zuletzt um etwa 20–25 USD pro Tonne gestiegen und erhöhen damit direkt die Ersatzkosten für indische Käufer. FOB-Angebote für getrocknete kanadische Linsen (rote und grüne Sorten) deuten derzeit auf rund 1,20–2,10 EUR pro kg je nach Sorte und Spezifikation hin, mit jüngsten Offerten um 2,05 EUR/kg für kanadische Red-Football-Linsen und 1,21–1,25 EUR/kg für lose grüne Linsen (Eston- und Laird-Typen), basierend auf typischen CAD/EUR- und USD/EUR-Umrechnungskursen.

Angebot & Nachfrage

Die inländische Masoor-Produktion Indiens wird nur auf 1,8–1,9 Millionen Tonnen geschätzt, bei einem Verbrauch von etwa 3 Millionen Tonnen. Daraus ergibt sich ein strukturelles Defizit von rund 1,1–1,2 Millionen Tonnen, das durch Importe oder Lagerabbau gedeckt werden muss. Diese Lücke ist in der aktuellen Saison besonders relevant, da die Altbestände in den wichtigsten Regionen Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Rajasthan deutlich gesunken sind.

Die Ankünfte in wichtigen Märkten wie Mungawali, Ganj Basoda, Sagar, Bhopal und Binaganj liegen Berichten zufolge rund 50 % unter dem Vorjahresniveau, vor allem weil die Landwirte bereits einen Großteil ihrer Ernte liquidiert haben. Gleichzeitig bestätigen aktuelle Mandi-Daten die Angebotsknappheit: durchschnittliche landesweite Masoor-Preise von etwa 6.800–6.950 INR pro Quintal liegen nahe oder knapp unter dem Mindeststützungspreis (MSP) 2026–27 von 7.000 INR pro Quintal, was auf begrenztes Abwärtspotenzial hindeutet, solange das Angebot eingeschränkt bleibt .

Fundamentaldaten & Wetter

Die Kombination aus geringerer Inlandsproduktion, abgebauten Altbeständen und einem verfestigten strukturellen Defizit macht Indien stark abhängig von importierten Linsen, insbesondere aus Kanada und Australien. Der jüngste Anstieg der kanadischen Linsenpreise um 20–25 USD pro Tonne schmälert die Margen der indischen Importeure und verstärkt den Aufwärtsdruck auf die Inlandspreise, vor allem für Bold-Masoor und höherwertige Qualitäten.

Die kurzfristigen Fundamentaldaten werden maßgeblich von den Rabi-Aussaatabsichten und dem Monsunverlauf in wichtigen Anbaustaaten wie Madhya Pradesh und Uttar Pradesh abhängen. Frühe September-Wetterprognosen deuten auf weitgehend normale Spätmonsunbedingungen in Zentralindien hin, doch jedes Defizit an Bodenfeuchte vor der Rabi-Aussaat könnte die Flächenausdehnung begrenzen und die Angebotsknappheit bis 2027 verlängern. Händler verfolgen daher aufmerksam die Monsunmengen, die Füllstände der Stauseen sowie mögliche politische Signale zu Importen oder Stützpreisen.

Ausblick & Handelsstrategie

  • Preistendenz: Angesichts eines strukturellen Defizits von 1,1–1,2 Millionen Tonnen, niedriger Altbestände und höherer Importkosten bleibt das Preisrisiko für indischen Masoor in den kommenden Wochen nach oben gerichtet.
  • Für Importeure: In Betracht ziehen, den Bedarf für Q4 2026–Q1 2027 gestaffelt zu decken, Preisrückgänge bei kanadischen Offerten zu nutzen, um die Abdeckung zu verlängern, und gleichzeitig Fracht- und Wechselkursentwicklung im Hinblick auf mögliche Verbesserungen der Einstandskosten zu beobachten.
  • Für inländische Lagerhalter: Angesichts knapper Ankünfte und Preisen nahe dem MSP erscheint schrittweise Gewinnmitnahme bei Kursanstiegen unter Beibehaltung einer Kern-Long-Position sinnvoll, bis klarere Signale zur Rabi-Flächenausweitung und zu den Frühbestandsbedingungen vorliegen.
  • Für Verarbeiter und Einzelhändler: Einen Teil des Rohstoffbedarfs über Vorwärtskäufe oder Kontrakte absichern, um sich gegen mögliche weitere Festigkeit zu schützen, insbesondere bei Bold-Masoor und höherwertigen Importqualitäten.

3‑tägige indikative Preisrichtung (EUR)

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
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