Zum Hauptinhalt springen
CMB Emblem
Maispreise steigen im Schwarzen Meer und in der EU leicht, während Brasilien gut versorgt bleibt
Price-UpdateBR,DE,FR,UA

Maispreise steigen im Schwarzen Meer und in der EU leicht, während Brasilien gut versorgt bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Maispreise ziehen im Schwarzen Meer und in der EU leicht an, während Brasilien hoch wettbewerbsfähig bleibt. Überblick über Preise, Wetter, Treiber und 3‑Tage‑Ausblick für BR, DE, FR, UA.

Die Maispreise sind im Schwarzmeerraum und in Deutschland etwas fester, während die französischen Notierungen stabil bleiben. Unterstützung kommt von widerstandsfähigen Futures und der starken Exportwettbewerbsfähigkeit Brasiliens. An den Hauptherkünften wird physischer Mais in einer engen, aber leicht steigenden Spanne gehandelt: Ukrainischer Mais FOB Odessa und deutscher Mais EXW ziehen an, während französischer Mais FOB Paris und brasilianischer Puffmais weitgehend stabil bleiben. Das globale Gleichgewicht wird durch das reichliche Angebot aus Brasilien und eine solide EU‑Nachfrage geprägt, bei anhaltenden Logistik‑ und geopolitischen Risiken im Schwarzen Meer. Die nahe Euronext‑Maisfälligkeit in Paris tendiert im Monatsvergleich höher und stützt die europäischen Kassapreise, während sich die brasilianischen Inlandskassapreise weiterhin in der Exportparität wettbewerbsfähig zeigen. Die kurzfristige Richtung hängt vom Wetter in Brasilien gegen Ende der Safrinha‑Ernte, den Exportströmen im Schwarzen Meer und Währungsbewegungen bei Euro und Real ab.

Preise

Alle nachfolgenden Preise werden in EUR/kg angegeben (ggf. mit ungefähren Devisenkurs‑Umrechnungen).

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
Charts öffnen →

Auf der Terminseite wird Euronext‑Mais November 2026 um EUR 274/t gehandelt, etwa EUR 4.5/t höher am Tag des 1. September, was einen festen Trend seit Mitte August bestätigt. Auf dem brasilianischen Inlandsmarkt schloss der ESALQ/B3‑Maiskassindex in São Paulo am 31. August bei 69.13 BRL pro 60‑kg‑Sack, ein Plus von 1.4% auf Tagesbasis und über 5% im Monatsvergleich, entsprechend rund EUR 0.21/kg zum aktuellen Wechselkurs und damit weiterhin wettbewerbsfähig gegenüber europäischen Notierungen.

Angebot & Nachfrage

Brasilien bleibt der zentrale Preisanker. Die Stärke des ESALQ‑Index spiegelt eine rege Binnennachfrage und robuste Exportströme wider, dennoch bleiben die absoluten Preisniveaus niedrig genug, um Brasilien in globalen Futtermittelgetreide‑Tendern hoch wettbewerbsfähig zu halten. Da der September typischerweise der Spitzenmonat für brasilianische Maisexporte ist, verlassen sich internationale Käufer weiterhin auf Safra‑ und Safrinha‑Bestände Brasiliens zur Deckung des kurzfristigen Bedarfs.

In der EU haben sich die Euronext‑Maisfutures vor dem Hintergrund einer stabilen Futtermittelnachfrage und Sorgen über lokale Witterungsbelastungen während der Kornfüllung, insbesondere in Teilen Frankreichs und Deutschlands, befestigt, auch wenn das gesamte EU‑Angebot ausreichend bleibt. Die physischen französischen FOB‑ und deutschen EXW‑Preise folgen den steigenden Futures, stehen jedoch bei Lieferungen in den Mittelmeerraum und nach Nordeuropa in starkem Wettbewerb mit Herkünften aus dem Schwarzen Meer und Brasilien.

Im Schwarzmeerraum verbessert sich das ukrainische Exportangebot saisonal, doch FOB‑Werte in Odessa beinhalten weiterhin eine hartnäckige Risikoprämie aufgrund anhaltender logistischer und geopolitischer Unsicherheiten. Die Offerten sind leicht gestiegen, da Exporteure die Nachfrage testen und die Frachtraten erhöht bleiben. Gleichzeitig deuten schwächere ukrainische Inlandspreise CPT auf anhaltenden Erntedruck und gewisse Engpässe zwischen Hof, Schiene und Hafen hin.

Wetter & Ernteausblick (BR, DE, FR, UA)

In Brasilien erwartet der nationale Wetterdienst INMET zwischen dem 31. August und 7. September verstreute, teils kräftige Regenfälle in den zentral‑südlichen Regionen, darunter São Paulo und Teile des Center‑West, mit wöchentlichen Summen von über 60 mm in einigen Gebieten. Für Mais ist die Haupt‑Safrinha‑Ernte weit fortgeschritten, sodass kurzfristige Niederschläge vor allem Trocknung und Logistik betreffen, weniger das Ertragspotenzial.

In Frankreich und Deutschland deuten die Prognosen für Anfang September auf gemischte Bedingungen hin, mit Schauern im Wechsel mit wärmeren, trockeneren Phasen in wichtigen Maisgürteln; dies sollte die Gewinnerwartungen nach früheren Hitzeepisoden stabilisieren, doch in den nächsten Tagen ist kein wesentlicher bullischer Wetterschock absehbar. (Kurzfristprognosen werden aus regionalen Mustern und verfügbarer europäischer Kommentierung abgeleitet.) In der Ukraine sind die Spätphasenbedingungen saisonal unterschiedlich, doch für das unmittelbare 3‑Tage‑Fenster wird keine akute neue Wetterbedrohung gemeldet; damit bleiben Logistik und Sicherheit die primären Risikofaktoren, nicht agronomischer Stress.

Fundamentaldaten & Treiber

  • Brasilianische Wettbewerbsfähigkeit: ESALQ‑Kassapreise um EUR 0.21/kg machen Brasilien zum günstigsten Großexporteur unter den wichtigsten Herkünften und setzen Schwarzmeer‑ und EU‑Exporteure unter Druck, für weiter entfernte Destinationen aggressiv zu bepreisen.
  • Feste EU‑Futures: Euronext‑Maisfutures sind seit Mitte August gestiegen, mit November 2026 über EUR 270/t, was französische FOB‑ und deutsche Inlandspreise trotz komfortabler Nahversorgung stützt.
  • Schwarzmeer‑Risikoprämie: Ukrainische FOB‑Notierungen bleiben gegenüber dem Inland leicht erhöht, da die Häfen mit Sicherheits‑, Versicherungs‑ und Frachtrisiken umgehen müssen und so eine moderate Prämie in Exportofferten aus Odessa aufrechterhalten.
  • Nachfragelage: Die Futtermittelnachfrage in der EU und in Asien ist solide, aber nicht spektakulär; doch günstigerer Mais im Vergleich zu einigen Proteinfuttermitteln und Weizen sichert dem Mais weiterhin seinen Platz in den Rationen.

Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Käufer (Futter & Stärke): Erwägen Sie, die kurzfristige Abdeckung aus brasilianischen oder ukrainischen Herkünften zu staffeln, solange ESALQ‑gebundene Offerten bei etwa EUR 0.20–0.22/kg und Schwarzmeer‑FOB Odessa um EUR 0.17/kg liegen, vermeiden Sie jedoch eine übermäßige Ausdehnung über das 4. Quartal hinaus angesichts steigender Futures.
  • EU‑Verkäufer (FR/DE): Nutzen Sie die aktuelle Stärke der Euronext‑Maisnotierungen, um sich auf attraktiven Niveaus abzusichern; die Basis muss sich möglicherweise abschwächen, um gegenüber Brasilien für Nicht‑EU‑Destinationen wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Risikomanager: Halten Sie eine moderate Long‑Call/Short‑Futures‑Positionierung oder Call‑Spreads auf Euronext, falls Sie sich wegen potenzieller Wetter‑ oder Logistikschocks im Schwarzen Meer sorgen, wobei zu berücksichtigen ist, dass das reichliche Angebot aus Brasilien das Aufwärtspotenzial begrenzt.

3‑Tage‑Tendenz der regionalen Preise (BR, DE, FR, UA)

  • Brasilien (Export & Inland): Leicht fester bis seitwärts. Ein starker ESALQ‑Index und aktive Exporte stützen die Preise, doch reichliches Angebot begrenzt kräftige Rallyes.
  • Deutschland (EXW Futtermittelmais): Leicht festerer Bias im Einklang mit Euronext‑Mais; lokale Gebote könnten um EUR 1–2/t steigen, falls die Futures unterstützt bleiben.
  • Frankreich (FOB Mais): Seitwärts bis leicht höher, da der physische Markt den Futures folgt; die Basis könnte sich abschwächen, falls die Exportnachfrage hinterherhinkt.
  • Ukraine (FOB/CPT): Auseinanderlaufend: FOB Odessa stabil bis leicht fester aufgrund von Risikoprämie und Fracht, während Inlands‑CPT‑Preise unter leichtem Erntedruck bleiben dürften.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
Charts öffnen →
PREMIUM
KI-Agent
Was treibt aktuell die Chilli-Prämie?
Knappe Guntur-Bestände, feste EU-Exportnachfrage und geringere Andhra-Anlieferungen — volle Analyse in deinem Dashboard.
Frag die CMB-KI zu Preisen, Marktreibern und Handelsströmen — trainiert auf den Daten unserer Redaktion.
KI-Agent öffnen →