Mandelnpreise sinken, während die Rekordernte in Spanien naht und Kalifornien stabil bleibt
Die Mandelnpreise in Spanien und den USA sinken angesichts der Erwartungen an eine Rekordernte in Spanien, starker Exporte aus Kalifornien und mildem Wetter. Kurzfristige Aussichten leicht bärisch.
Preise
Alle Preise wurden auf etwa EUR/kg umgerechnet unter der Annahme von 1,00 USD ≈ 0,93 EUR.
- Die Preise für US-Mandelkerne bleiben über den spanischen Valencias, aber die Lücke verringert sich leicht, da die spanischen Angebote nachlassen.
- Bio-Nonpareil behält einen stabilen Aufschlag, driftet jedoch auch in beiden Ursprüngen leicht nach unten.
Angebot & Nachfrage
Die Exportnachfrage aus Kalifornien bleibt stark. Die Daten der Almond Board of California von März 2026 zeigen, dass die globalen Lieferungen bei etwa 258 Millionen lbs liegen, was einem Anstieg von 16,5% im Jahresvergleich entspricht, mit Exporten +21% und den gesamten Exporten für die Saison 3% über dem Vorjahr, was auf eine solide Absorption des Angebots hinweist, insbesondere aus Europa und Asien.
Auf der Angebotsseite deutet die Branchenanalyse auf eine gemischte, aber sich verschärfende Aussicht auf Baumfrüchte in Kalifornien hin, mit einigen Flächenauswechselungen und Erwartungen, dass reduzierte Pflanzungen im Laufe der Zeit helfen könnten, das Angebot auszugleichen und die Preise zu unterstützen, während die Nachfrage steigt. In Spanien hat das Spanische Almond Board (SAB-Almendrave) kürzlich eine Rekordernte von etwa 146.000 Tonnen auf Basis von Kernen für 2026 vorhergesagt, was die Verfügbarkeit von europäisch stammenden Mandeln für die kommende Saison erheblich steigert.
- Kurzfristig: Starker Exportdruck aus Kalifornien, insbesondere in die EU, verhindert eine schärfere Preiskorrektur.
- Mittel- bis langfristig: Rekordernte in Spanien sowie große Bestände in den USA deuten auf ein reichhaltiges Angebot bis 2026/27 hin, was Preisanstiege begrenzen könnte.
Grundlagen & Wetter
Die Ernte in Kalifornien 2025 lag bei rund 3,0 Milliarden lbs, und frühe Branchenprognosen für die Ernte 2026 deuten auf überwiegend günstige Bedingungen nach der Blüte hin, wobei Analysten darauf hinweisen, dass das Wetter nach der Blüte die Nussbildung unterstützt hat. Das aktuelle Wetter in den wichtigsten Mandelgebieten Kaliforniens ist warm und sonnig, mit Höchsttemperaturen von 28–31°C vom 9. bis 11. Mai, ideal für die Fortsetzung der Kernausfüllung und Betriebsabläufe im Obstgarten, ohne unmittelbare Wetterbedrohung.
In Spanien basiert die Rekordernte-Prognose von SAB-Almendrave auf einer erweiterten Erntefläche und überwiegend günstigen Bedingungen in den wichtigsten Anbaugebieten. Die 3-Tage-Prognose für Andalusien sagt milde Temperaturen (Höchstwerte um 21–23°C) mit nur kurzen, leichten Schauern voraus, die die Ernteentwicklung zu diesem Zeitpunkt nicht erheblich stören sollten.
- Das Wetter in Kalifornien und im südlichen Spanien ist derzeit neutral bis bärisch für die Preise und unterstützt gute Ernteaussichten.
- Im sehr kurzfristigen Bereich sind keine akuten Frost-, Hitze- oder Wasserstresssignale für die wichtigsten Anbaugebiete sichtbar.
Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)
- Käufer (Röster, Verpacker): Nutzen Sie den derzeit milden Abwärtstrend, um kurzfristige und frühzeitige Ernteabsicherungen zu verlängern, insbesondere bei den spanischen Sorten Valencia und Guara, wo die Angebote etwas mehr nachgelassen haben als bei den US-Produkten.
- Ursprungsanbieter (Bauern, Genossenschaften): Erwägen Sie, Absicherungen zu skalieren, anstatt aggressiv zu aktuellen Preisen zu verkaufen; starke Exportlieferungen und die nach wie vor ungewisse endgültige Ernte 2026 in Kalifornien sprechen gegen das Verfolgen des Marktes nach unten.
- Händler: Beobachten Sie kommende US-Liefer- und Flächenupdates genau; jede Anzeichen einer langsamen Exportgeschwindigkeit oder größerer als erwarteter Bestände würden ein Abwärtsrisiko erhöhen, während eine Bestätigung des Flächenrückgangs die Preise im Q3–Q4 stützen könnte.
3-Tages-Regionale Preisindikation (Richtung)
- USA (Kalifornien verbunden, ES-Ziel): Mit warmem, mildem Wetter und starken jüngsten Exporten werden Benchmarkpreise für Kerne in EUR wahrscheinlich seitwärts bis leicht weicher über die nächsten drei Tage gehandelt, was hauptsächlich kleine FX- und frachtbedingte Anpassungen widerspiegelt.
- Spanien (Andalusien & andere ES-Ursprünge): Erwartungen an Rekordernte und günstiges Wetter deuten auf eine anhaltende leichte Abwärtsneigung für FOB Madrid-Angebote bei konventionellen Valencia/Guara und Marcona hin, während Bio-Aufschläge stabil bleiben sollten, jedoch geringfügig bei dünner Liquidität nachlassen könnten.