Mexikanische Pekannusspreise bleiben fest, da chinesische Zölle die Exportströme neu gestalten
Die Pekannusspreise FOB Mexiko-Stadt sind stabil, während hohe chinesische Antidumpingzölle und das knappe nordamerikanische Angebot die mexikanischen Exportströme umlenken.
Preise
Aktuelle indikative Notierungen für Mexiko-Stadt (FOB, Ursprung MX):
| Produkt | Typ | Ursprung | Ort | Lieferung | Preis (EUR) | Veränderung gegenüber letzter Notierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bio-Pekannusskerne | Bruch | MX | Mexiko-Stadt | FOB | 21.48 EUR | Im Vergleich zur Vorwoche unverändert; leichter Anstieg gegenüber Anfang September |
| Bio-Pekannüsse | Hälften (nicht biologisch) | MX | Mexiko-Stadt | FOB | 26.85 EUR | Seit Ende August unverändert |
Die inländischen mexikanischen Pekannusspreise werden zu Beginn des Septembers als stabil bis leicht fest beschrieben. Dabei zeigen Bio-Kerne eine leichte Aufwärtstendenz, während sich die Preise für nicht biologische Hälften seitwärts bewegen – im Einklang mit den strukturell knapperen Angebotsbedingungen in Nordamerika.
Angebot & Nachfrage
China hat hohe vorläufige Antidumpingzölle auf Pekannüsse aus Mexiko und den Vereinigten Staaten verhängt. Die gemeldeten Hinterlegungssätze für mexikanische Produkte liegen ungefähr zwischen dem oberen Zehnerprozentbereich und knapp über 50 % des Zollwerts und gelten seit dem 11. August 2026. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit mexikanischer geschälter und ungeschälter Pekannüsse auf dem chinesischen Markt erheblich beeinträchtigt, was bereits zu einer Umleitung der Exportströme führt.
Mexiko bleibt ein wichtiger Nettoexporteur geschälter Nüsse. Chihuahua und Coahuila dominieren laut aktuellen zollbasierten Daten zu frischen oder getrockneten Nüssen ohne Schale die nationalen Lieferungen geschälter Baumfrüchte, einschließlich Pekannüssen. Da China als Zielmarkt nun deutlich weniger attraktiv ist, stützen sich Exporteure stärker auf US-Käufer und andere Märkte, während die inländische Verarbeitungsnachfrage einen Boden für höherwertige Kerne bildet. Die mexikanischen Obst- und Gemüseexporte insgesamt verzeichnen in diesem Jahr bislang jedoch nur ein marginales Mengenwachstum, was auf allgemein vorsichtige globale Nachfragebedingungen hindeutet.
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Fundamentaldaten
Die globalen Fundamentaldaten für Pekannüsse sind moderat angespannt. Branchenanalysen zufolge liegt die weltweite Pekannussproduktion 2025/26 nur leicht unter der Vorsaison. Für Mexiko wird eine kleinere Ernte als 2024/25 erwartet, teilweise ausgeglichen durch Zuwächse in den Vereinigten Staaten und Südafrika. Dennoch bleibt das für den freien Exportmarkt verfügbare nordamerikanische Angebot aufgrund der konstanten Nachfrage nach Kernen, insbesondere nach hochwertigen Bio-Produkten und sorgfältig kalibrierten Qualitäten, begrenzt.
Vorausschauende Berichte zu Investitionen in die Landwirtschaft erwarten 2026 festere Pekannusspreise. Gründe sind das begrenzte Angebot, die langsame Ausweitung der Anbauflächen und der robuste Verbrauch in den Bereichen Snacks und Zutaten. Kurzfristig begrenzen die Kombination aus den neuen chinesischen Zöllen und der makroökonomischen Unsicherheit jedoch die Bereitschaft der Käufer, höheren Angeboten nachzugehen. Dies führt zum derzeitigen Seitwärtsmuster der FOB-Notierungen in Mexiko-Stadt.
Wetter & Ernteausblick (MX)
Die Pekannussproduktion in Mexiko konzentriert sich auf die nördlichen Bundesstaaten, insbesondere Chihuahua und Coahuila, die zur größeren Region Norte de México gehören. Aktuelle Klimaprognosen der mexikanischen Nationalen Wasserkommission (CONAGUA) weisen mindestens bis April 2027 auf den Einfluss von El Niño hin. Mögliche Folgen sind Veränderungen der Niederschlagsmuster, häufigere Kaltfronten im Winter sowie ein erhöhtes Risiko für Hitzewellen und Waldbrände im kommenden Frühjahr.
Frühere saisonale Prognosen zeigten mittelstarke Hochdrucksysteme und Hitzewellen im Norden Mexikos, sagten jedoch auch das Zusammenspiel von Kaltfronten und Höhentrögen voraus, das in Bundesstaaten wie Coahuila und angrenzenden Gebieten örtlich starke Niederschläge und Unwetter bringen kann. Für die kommenden Tage wird keine extreme, erntegefährdende Anomalie speziell im wichtigsten Pekannussgürtel erwartet. Die Erzeuger beobachten jedoch mögliche Spätsaisonstürme während der Nussfüllung und Ernte aufmerksam, da diese eher die Qualität und die Erntefenster beeinflussen könnten als die Gesamtmengen wesentlich zu verändern.
Handelsausblick & 3-Tage-Preisanzeige (MX)
- Für Schälbetriebe und Verarbeiter: Die aktuellen FOB-Niveaus in Mexiko-Stadt für Bio-Bruchkerne und nicht biologische Hälften erscheinen durch das knappe Angebot gut unterstützt. Es empfiehlt sich, den kurzfristigen Bedarf jetzt zu decken, statt auf mögliche wetter- oder logistikbedingte Störungen nach der Ernte zu warten.
- Für Exporteure: Angesichts der chinesischen Zölle sollte die Zielmarktstruktur neu bewertet und der Fokus auf die USA und alternative Märkte gelegt werden, in denen die Nachfrage nach Premiumkernen vergleichsweise robust bleibt. Bei Mengenzusagen für Asien ist zugleich Vorsicht geboten.
- Für Käufer: Das kurzfristige Abwärtspotenzial der mexikanischen Pekannusspreise erscheint begrenzt. Kurzzeitige Rückgänge aufgrund von Währungs- oder Nachfrageschwankungen könnten attraktive Einstiegsgelegenheiten für die Abdeckung des Bedarfs im vierten Quartal bieten.
Richtungsausblick für 3 Tage (FOB Mexiko-Stadt, Ursprung MX):
- Bio-Pekannusskerne, Bruch, FOB Mexiko-Stadt (EUR): stabil bis leicht fest.
- Bio-Pekannusshälften (nicht biologisches Produkt), FOB Mexiko-Stadt (EUR): weitgehend stabil, enge Geld-Brief-Spanne.
- Gesamtstimmung am mexikanischen Pekannussmarkt: stabil; das Aufwärtspotenzial wird durch die chinesischen Zölle begrenzt, aber durch das knappe nordamerikanische Angebot gestützt.